Facebook lässt über sein Feature “Beacon” protokollieren, was seine User auf bestimmten Seiten gekauft haben. Diese Information wird nun an Kontakte des Users gesendet, mit dem Ziel, dass er dadurch angeregt wird dieses oder ein ähnliches Produkt zu kaufen. Diese “innovative” Werbe-Massnahme stösst nicht nur bei vielen Facebook User auf Entsetzen. Dies hiesse nähmlich, dass Facebook die gesammelten persönlichen Daten der User protokolliert um sie später verkaufen zu können.
Die Frage, welche sich hier stellt ist: Wie weit darf eine Social-Network-Seite gehen? Ich welchem Masse dürfen die Betreiber der Seite Userinformationen verkaufen?
In diesem Fall hat Facebook die Grenze deutlich überschritten und das Vertrauen der User missbraucht. Dabei handelt es sich um eine deutliche Datenschutzverletzung, über welche Facebook so den User nicht informiert hat. Wir müssen nur den Fall nehmen, dass sich ein User über das vermeintlich anonyme Internet ein Buch mit dem Titel ‘Alltäglicher Umgang mit Aids’ kauft, und Facebook nun diese Information an Kontakte weiterleitet oder diese andersweitig verkauft. Und so fordern viele Blogs und Usergruppen Facebook auf, den Handel mit privaten Informationen zu stoppen. Jedoch werden wohl auch andere Social-Networks bereits derartigen Handel betreiben, und der User weiss über die meisten, im Hintergrund ablaufenden Geschäfte, überhaupt nicht bescheid. Daher sollten Social-Networks offen darlegen, in welcher Form Userdetails protokolliert und vorallem verkauft werden. So können sich User überlegen, wieviel ihnen diese “Anonymität” des Webs wirklich wert ist.
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