Googlen wir bald unsere eigenen Gene?
8. März 2008 von
Kloni
Google weitet sein Angebot stetig aus und traut sich in immer neue Bereiche vor. Schon immer war man bei Google in der Molekularbiologie sehr aktiv. Man stellt einen Teil seiner Kapazitäten dieser Forschung zur Verfügung, um z.b. die Proteinfaltung weiter verstehen zu können.
Dazu meinte der bekannte Biologe Craig Venter, welcher auch mit Google zusammenarbeitete:
»Google wird es den Menschen ermöglichen, ihre eigene Gene zu verstehen.«
Was sich vor kurzem noch wie eine weit entfernte Zukunftsvision anhörte, scheint immer näher zu rücken.
Ende des vergangenen Jahres beteiligte Google sich mit knapp 3 Mio. Dollar an der Biotech-Firma
23andMe, welche von Sergey Brins Frau Anne Wojcicki gegründet wurde. Diese Firma bietet schon heute, auch in Deutschland, individuelle Gen-Analysen für knapp 1000 Dollar an. Dabei erfährt der “Käufer”
z.B. , welche Krankheitstendenzen er möglicherweise hat, oder aus welcher Region der Erde er ursprünglich kommt. Es ist anzunehmen, dass die dabei gesammelten Informationen bei 23andMe gespeichert und verwendet werden.
»Wir wollen Google in gewissen Bereichen sein.« Anne Wojcicki
Desweiteren spendete Google im 2007 einen unbekannten Betrag an das DNA-Analyse-Projekt Personal Genome Project. Diese Firma, deren Eigentümer Molekularbiologe George Church ist, analysiert zurzeit das Erbgut von 10 Menschen und will dieses danach im Internet veröffentlichen. Insgesamt will man aber die DNA von rund 1000 Menschen veröffentlichen und somit einen effizienteren Medikamenteneinsatz gewährleisten.
Nachtrag: Wie die Auswertung einer Genanalyse genau assiehet, kann man hier auf Techcrunch sehen. Dort hat ein Autor seine Gene analysieren lassen, und die Daten dann öffentlich ins Internet gestellt.
Zukunftsprogonose
Was Google mit der Anteilnahme an den beiden Firmen bezweckt, ist offiziell natürlich nicht bekannt. Denkbar wäre es jedoch, dass diese Informationen in das neue “Gesundheits-Projekt” GoogleHealth integriert werden könnten.
Die Networks der Zukunft könnten so nicht mehr Social-Networks, sondern “Kinship-Networks” sein, in welchem man seine Verwandten ausfindig machen kann.
Googles Drang, jegliche Informationen zu digitalisieren und zu veröffentlichen, würde auch hier keinen Halt machen. Sicherlich können durch diese Genanalysen gewisse Prägungen oder Tendenzen zu Krankheitsbildern herausgefunden werden. Doch inwieweit sollte man diese Infoamtionen öffentlich machen?
Darf z.B. die Krankenversicherung an diese Daten gelangen oder der Chef darüber erfahren? Schon in naher Zukunft wird man sich diesen, sowie noch vielen weiteren Fragen, vor allem auch im Bereich des Datenschutzes, stellen müssen!
Quellen:
heise.de
Handelsblatt
Die Google Story
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Kategorie: Google |




9. März 2008 um 21:32
z.B. Vorhersage von verberbbaren Krankheiten! Bei dem Autor von Techcrunch, der seine Analyse online gestellt hat, sieht man, dass man eine unmengen an Infos rausholen kann. Z.B. ob man mehr zu Diabetes 1 oder 2 neigt, usw…. Oder aus sonstigem Interesse über seinen eigenen Körper. Das ist schon wahnsinn und wohl auch nichts negatives, so lange diese Daten nicht irgendwie öffentlich sind!
9. März 2008 um 21:05
Was bringt es dem Ottonormalverbraucher?
9. März 2008 um 00:29
Der Artikel ist sehr schön geschrieben. Habe im Januar und noch vor einem Jahr über das Thema auch berichtet.
http://www.baynado.de/blog/mit-google-seine-gene-googlen/
8. März 2008 um 19:57
sehr interessanter Artikel!! aber meine gene kriegen die nich! ich will gar nicht wissen, mit wem ich alles verwandt bin…!
aber vielleicht wird man bald von den Krankenversicherungen gezwungen!