25. Mrz. 2008 | Kloni
ACAP statt robots.txt: weiter nicht in Sicht
Google hat sich nun zu einer möglichen ACAP-Unterstützung sehr vorsichtig und zurückhaltend geäussert. Seitenbetreiber hätten mit der gängigen Methode durch die robots.txt genügend Möglichkeiten, auf den Indexierungsprozess der Suchmaschinen der eigenen Seite Einfluss zu nehmen.
Info
Um einer Suchmaschine klarzumachen, auf welche Inhalte der Seite sie zugreifen darf, und welche sie nicht dursuchen soll, wird allgemein eine robots.txt verwendet. Diese Methode gerät aber bei Seitenbetreibern immer mehr in die Kritik, da diese Methode veraltet und zu unflexibel sei. Deswegen wurde Ende 2007 eine erste Version von ACAP (Automated Content Access Protocol) vorgestellt. Dies soll es Seitenbetreibern ermöglichen, festzulegen, welche Seiteninhalte z.B. wie lange gespeichert- oder welchen Links gefolgt werden sollen.
Bisher findet diese neue Methode auf Seiten der Suchmaschinenbetreibern jedoch nicht gerade grossen Anklang.
Dazu meldete sich nun auch Google CEO Eric Schmidt zu Wort:
»ACAP ist ein Standard von einigen Leuten, die das Problem zu lösen versuchen. Auch bei uns arbeiten einige Mitarbeiter mit ihnen zusammen, um zu sehen, ob die Arbeitsweise unserer Suchmaschine so verändert werden kann, dass sie mit dem Vorschlag zurechtkommt. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt verträgt er sich nicht mit der Art und Weise, wie unsere Systeme operieren.«
Man sei jedoch generell dafür, dass Seitenbetreiber kontrollieren könnten, wie Suchmaschinen mit Inhalten umgehen sollen.
Klarer formuliert es Google-Sprecher Rob Jonas:
»Es gibt in unserer Firma die allgemeine Auffassung, dass die robots.txt alles bietet, was die meisten Verleger brauchen.«
Damit macht Google unmissverständlich klar, dass eine Einführung des ACAP-Protokolls erst einmal nicht in Frage kommt und kein Handlungsbedarf gesehen wird.
Dies vielleicht, da befürchtet wird, dass druch ACAP insgesamt noch mehr Inhalte von Suchmaschinen ferngehalten werden könnten.
Quelle der Zitatübersetzungen: golem.de


