Gehen SEO-Bloggern die Themen aus?

Oder anders formuliert: Leiden SEO-Blogger an chronischem Themen-Mangel?
Wie ich zu dieser These komme: In fast allen SEO-Blogs ist die meiste Zeit nicht die Rede davon, wie ich meine Seite am besten für Suchmaschinen optimiere, was ja eigentlich der Kern des SEO wäre. Es geht oft um ganz andere Themen. Viele beschäftigen sich mit Neuigkeiten, Gerüchten und Ankündigungen rund um Suchmaschinen, andere teilen ihren Lesern lieber mit, wie oft sie am Tag ihre Katze füttern.

Ich möchte hier nicht einzelne Blogs heraus greifen, sondern vielmehr die allgemeine Situation versuchen zu analysieren.
Mir ist aufgefallen, dass man in sogenannten SEO-Blogs relativ wenig über die eigentliche Suchmaschinenoptimierung erfährt. Da stellt sich natürlich die Frage, ob es nicht genügend SEO-Themen, und das wären ja vor allem Tips, gibt, oder ob SEO vielleicht doch viel mehr ist, als nur die nüchterne Suchmaschinenoptimierung…

SEO ist in den letzten Jahren natürlich auch zu einem lukrativem Geschäft geworden, und man möchte vielleicht sein Wissen nicht kostenlos in Blogs veröffentlichen. Doch wieso betitelt man einen Weblog als SEO-Blog, thematisiert weitgehend aber ganz andere Bereiche?

» Dieser Artikel soll nicht unbedingt als Kritik an SEO-Blogger zu lesen sein, sondern vielmehr als ein in Frage stellen der allgemeinen Blog-Kultur. Es stellt sich ja die grundlegende Frage, wie man seinen Blog füllt. Sollte ein Blog über Gartengeräte dann auch wirklich nur Artikel über Gartengeräte beinhalten, dafür aber seine Leser nicht so regelmässig mit Informationen versorgen? Oder ist es besser über Themen zu bloggen, die das eigentliche Hauptthema total verfehlen, dafür aber seinen Lesern regelmässig, vielleicht sogar täglich, etwas zu bieten.

In erster Linie muss natürlich jeder Blogger für sich selber entscheiden, wieviel Offtopic er einbringen möchte. Ein Allerlei-Blog kann ja durchaus auch erfolgreich sein, wie das Beispiel Robert Basic zeigt, wobei ich mich schon frage, warum knapp 30.000 Leser seine Feeds abboniert haben…

Die Grösse der Zielgruppe spielt sicherlich eine entscheidene Rolle, welche im Bereich der Suchmaschinenoptimierung noch relativ klein ist, um mal auf die SEOs zurückzukommen. Warum betitelt man seinen Blog aber als SEO-Blog, schreibt jedoch meistens über irgendwelche Offtopic?
Das es nicht genügend Themen gibt, war natürlich nur eine Behauptung, und ich lasse mich da gerne eines Besseren belehren! Es ist mir nur aufgefallen das der “Offtopic-Anteil” bei den meisten SEO-Blogs doch relativ hoch ist!

» Ich muss noch hinzufügen, dass ich SEO-Blogs gerne lese, da meist auch mit viel Selbstironie über die eigene Tätigkeit geschrieben wird (siehe Tagesablauf eines SEO von Friday oder seo-marketing-blog), und die Offtopic-Artikel eigentlich immer sehr informativ und amüsant sind!

Aber ich würde mich natürlich sehr über Stellungnahmen der Betroffenen freuen ;) !


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17 Kommentare [ Trackback | RSS 2.0 ]

  • amster sagt:

    ja wahre Worte!! ist mir auch schon aufgefallen mit den seo-blogs, aber wohl eher im Unbewussten :)
    ich finde, offtopic-blogs gibt es wirklich genug. Man muss sich schon spezialiseren um sich wenigstens einen Namen zu machen und eine Stammleserschaft zu erreichen!

  • Gretus sagt:

    Hallo,

    das stimmt wohl so. Das dumme an der Sache ist eben, dass es SEOs sind, die sich also mit der ganzen Materie sehr gut auskennen…

    Oft ist die Verlockung da sehr groß, anstatt über irgendein neues Tool einfach mal über Paris Hilton zu bloggen.

    Grüße

    Gretus

  • Baris sagt:

    Hallo,

    Da stimme ich dir teilweise überein. Aber ich denke, dass es jedem selbst überlassen ist, über welches Thema er bloggt. Ich habe mehrere Schwerpunkte in meinem Blog und versuche auch eine größere Bandbreite anzusprechen. Eines ist klar. Die ganzen SEO-Blogs sind sehr sehr gut und die Autoren kenne sich auch sehr sehr gut aus.

    Gruß Baris

  • missfits sagt:

    SEO ist halt sozusagen eine fächerübgreifende Geschichte… oder sollte ich sagen, dass SEO den Blick auf das große Ganze notwendig macht? Und dann stolpert man doch unweigerlich über eine ganze Menge “anderer” interessanter Themen. :-)

  • Jens Minor sagt:

    Naja das O heißt ja “Optimierung”. Und irgendwann ist einfach alles optimiert was man nur optimieren kann – was soll man dann noch tun?

    Meinem Blog dagegen werden wohl nie die Themen ausgehen .p

  • Yannick sagt:

    “warum knapp 30.000 Leser seine Feeds abboniert haben…”

    Warum kapiert niemand, das Feedburner viel zu hohe Zahlen bei ihm ausspuckt? ;)

  • Kloni sagt:

    @Yannick: ja stimmt, Feedburner ist so eine Sache. Auf jeden Fall hat BasicThinking ca. 250.000 Pageviews pro Monat. Wenn man dem glauben kann, was er auf der re:publica so von sich gegeben hat…!

    @Jens: ja, der GWB ist ein perfektes Beispiel für einen erfolgreichen Blog ohne jegliche Offtopic-Artikel. Aber es gibt auch nur wenige Themenbereiche, in dem Fall Firmen, über die man täglich so viel schreiben kann!

  • blogfeuer sagt:

    Ich füttere meine 1x am Tag. Abends Nassfutter, tagsüber kann sie Trockenfutter essen.

  • missfits sagt:

    @blogfeuer: ich mach’s genauso ;)

  • Monika sagt:

    Ich bin kaum jemand, der nur so dahinplaudert. Daher habe ich ehrlichst auch keine Lust den 100sendsten schlechten Video von irgendwas zu sehen. ;)

    Es gibt keinen (monetären) Grund unter dem Key Seo an 1.Stelle zu stehen, geschweige denn unter Kollegen sich als FirstSeo zu platzieren.

    Kunden kommen kaum aus den Reihen der eigenen Konkurrenz. ;)

    Ich bin eher diejenige, die Fachartikel schreibt und selten offtopic – SEO Artikel interessieren mich die letzten Monate kaum, weil sie einfach kaum mehr Neues bieten und zu meist die zigste Kopie der zigsten Kopie sind.

    Vielleicht wird dies anders und vielleicht habe ich mal Zeit wieder was zu tippen.

    lg

  • Nils sagt:

    Danke, für diese Worte. Sprichst mir von der Seele. Die Idee darüber zu bloggen, dass keiner eine Idee hat, über was er bloggen soll, finde ich da durchaus besser :) lol

    gn8

  • Bin auch kein Fan von zu viel Offtopic. Der Trend ist auf jeden Fall da. Der Sinn und Zweck dabei ist, dass das Offtopic-Schreiben selbst Suchmaschinenoptimierung ist. Je mehr Buchstaben die Suchmaschine schluckt, desto höher die Wahrscheinlichkeit auch gefunden zu werden. Ein Dienst für Interessierte ist das sicher nicht ;) Es ist auch kein besonders gutes Selbstmarketing, aber das ist ein anderes Thema.

  • Naja, die Basics kennt jeder. Darüber zu bloggen ist langweilig.

    Und die wirklich aktuellen Tipps macht keiner öffentlich.

  • Wulffy sagt:

    Endlich mal jemand, der seinen Mund aufmacht. Ich hatte auch darüber geschrieben in “Es reicht”.

    Es ist einfach unglaublich, über welchen Tratsch und Klatsch in SEO-Blogs berichtet wird. Die Leute kommen, um zu erfahren, wie man seine Seiten optimiert und auch, wie man auf die ersten Plätze kommt.

    Aber ständig dieses “Papa hat gesagt, dass Mama gesagt hat” ist totlangweilig.

    Hin und wieder etwas Lustiges oder Sarkastisches ist ja auch Ok., aber kein Tratsch, der niemandem weiterhilft.

    Ein SEO, der täglich blogt, kann ja auch keinen vernünftigen Content liefern. Es gibt nicht jeden Tag etwas zu berichten.

    Mein Ziel war es und ist es, konkret zu schreiben, wie man nach oben kommt. Dabei gibt es natürlich viele Details zu beachten. Vom Start eines Webprojektes bis zur Authorität bei bestimmten Keywords und Keywordkombinationen ist viel zu wissen und zuvor zu erlernen.

    Solange man die Kenntnisse nicht hat, glaubt man, dass alles sehr komplex ist. Ist es aber nicht. Wie könnte sonst fast jeder optimieren? Es hat nichts mit Intelligenz zu tun, sondern nur mit der Menge an Zeit, die man investiert.

  • [...] Uwe schreibt einen Post über einen Besuch bei einem Kunden von Ihm? Fallen Ihm sonst keine Themen mehr [...]

  • Ich mach´s auch genauso … ;-)

  • Billigflüge sagt:

    Und ich ebenfalls … ;-)