EU vs. Datenspeicherung der Suchmaschinen

Eine Datenschutzgruppe der EU hat weitere Vorschläge über neue Richtlinien für Suchmaschinen gemacht. Dabei geht es vor allem um die Länge und die Art und Weise, wie Suchmaschinen die IP-Adressen ihrer Nutzer speichern sollen.Google hat sofort reagiert, und Argumente gegen diese Vorschläge gebracht.

Konkret verlangt die Gruppe »Artikel-29-Datenschutzgruppe«, dass Suchmaschinen die genaue IP ihrer Nutzer nur noch sechs Monate speichern sollen, und nicht wie bisher 18 Monate. Desweiteren sollen die IP-Adressen nur noch anonymisiert gespeichert werden. Das würde heissen, dass die letzten Ziffern der IP unkenntlich gemacht würden. Google und alle anderen grossen Suchmaschinen anonymisieren die IPs ihrer Nutzer erst nach 18 Monaten. Die Datenschutzgruppe fordert desweiteren, dass eine Suchanfrage nicht gekoppelt an eine IP gespeichert werden soll, so wie es zurzeit der Fall ist. Somit wäre nicht mehr einsehbar, welche IP-Adresse welche Suchanfrage getätigt hat.

Nur wenige Tage nach der Veröffentlichung dieser Vorschläge hat Google bereits mit Gegenargumenten reagiert. Durch die lange Speicherung der Nutzerdaten könne man seine Dienste noch effizienter gestalten. Anders formuliert stellt Google die Verbesserung seiner Dienste vor den Schutz der Privatsphäre seiner Nutzer.

Bisher sind dies jedoch nur Vorschläge und keine geplanten Gesetzesänderungen. Dass Google die genaue IP für die Verbesserung der Dienste benötigt, ist dabei aber wohl nur die halbe Wahrheit, denn auch für personalisierte Werbe-Anzeigen ist neben Cookies auch eine genaue IP nötig. Deswegen wird sich Google und wohl auch die anderen Suchmaschinen klar gegen diese Vorschläge aussprechen, aber weiterhin wohl nur mit der Verbesserung der Suchtechnologie argumentieren.

[winfutere 1, 2 ]


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3 Kommentare [ Trackback | RSS 2.0 ]

  • eggiman sagt:

    was bringen Suchmaschinen denn überhaupt so halbe IP-Adressen? Was sind die dann noch wert, wenn man sie anonymisiert und nicht mehr den Suchanfragen zuordnen kann??

  • Kloni sagt:

    mit den Anfängen der IP-Adressen sind Standort (Land+Region+evtl. noch genauer) und Provider ablesebar! Und diese Infos sind (für jede Website) schon noch wichtig…!

  • Sepultura sagt:

    Effizienter?

    Google sollte nicht dran interessiert sein, was ein spezifischer User sucht, sondern Privatsphäre und Datenschutz stärker schützen.

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