Swoopo – geniales Auktionssystem oder Halsabschneiderei?

Ich kann mich irgendwie nicht ganz entscheiden, ob die Idee hinter Swoopo genial, oder es vor allem eines, nämlich Geldmacherei, ist. Zuerst einmal, was ist Swoopo und wie funktioniert Swoopo:

Auf Swoopo kann jeder User Markenartikel ersteigern, jedoch keine Waren anbieten. Das Anbieten übernimmt Swoopo selber. Egal ob Fernseher, Wii oder iPod, jede Auktion startet bei 0,00€. Jedes Gebot erhöht den Preis des Artikels um genau 0.10€, kostet jedoch für den Bietenden jeweils 0,50€, welches direkt in die Tasche von Swoopo fliesst. Jedes neue Gebot verlängert zusätzlich die Auktion um bis zu 20 Sekunden.

Soweit die Theorie. Nun mal ein praktisches Beispiel:

Swoopo berichtet davon, dass letztens eine Wii für 27€ den Besitzer gewechselt hat. Klingt natürlich auf den ersten Blick sehr billig. Aber 27€ bedeutet ja, dass 270 Gebote mit 0,10€ abgegeben worden sind. Für jedes Gebot gehen 0,50€ direkt zu Swoopo. Somit hat Swoopo mit der Wii insgesamt 27€ + 270*0,50€ umgesetzt. Das sind dann 162€. Das wäre weit unter dem Marktwert einer Wii. Man kann also davon ausgehen, dass Swoopo bei dieser Auktion deutlich Verlust gemacht hat.

Aber wie sieht das ganze denn aus Sicht der Käufer, der Mitbietenden aus?
Ich gehe mal davon aus, dass sich zwei Käufer um diese Wii gestritten haben. Jeder gibt abwechselnd ein neues Angebot ab. Bei insgesamt 270 Geboten hat also jeder 135*0,50€ gezahlt. Das sind gut 67€.
Der eine Käufer zahlt zu den 67€ noch den eigentlichen Kaufpreis von 27€ drauf und kommt damit auf einen Gesamtbetrag von 94€.
Der andere Mitbieter, der die Wii jedoch nicht bekommen hat, hat 67€ einfach in den Sand gesetzt.
Und das unterscheidet Swoopo deutlich von anderen Auktionshäusern wie eBay und Co.

Der Erfolg von Swoopo könnte meiner Meinung also im psychologischen Bereich liegen. Da man ja schon weiss, man hat so und so viel schon ausgegeben, ist man bereit immer weiter mitzubieten, damit sich das Bieten auch gelohnt hat. Und so werden die Preise jeweils in die Höhe getrieben, oftmals wahrscheinlich auch deutlich über den Marktpreis. Die Wii stellt hier sicherlich nur eine Ausnahme dar.

Somit kann Swoopo für Bietende schnell zur Falle werden, wenn man sich kein klares Höchstgebot festlegt (ähnlich wie bei eBay) und natürlich die Kosten für das Bieten an sich noch mit einrechnen muss.

Die Idee dahinter finde ich jedoch genial. Da hat einer ganze Arbeit geleistet. … werde ich fast neidisch, dass ich nicht auf so eine Idee gekommen bin… :) Mitbietende sollten sich jedoch zuerst genau die “Reglen” der verschiedenen Auktionstypen durchlesen!

Nachtrag:
Bitte beachtet auch die zahlreichen Kommentare mit hilfreichen Infos und Erfahrungsberichten.
Vielen Dank allen für die vielen Kommentare!!

Nachtrag (28.01.09) (via)

  • Umsatz von Swoopo 2008: 21,7 Mio. Euro
  • 2008: 1,2 Mio. neue Kunden

Zusatz:
» dieser Artikel soll in keinster Weise die Geschäftspraktiken der Sofia GmbH kritisieren oder in Frage stellen



560 Kommentare [ Trackback | RSS 2.0 ]

  • Jelle sagt:

    Wow, gerade durch Werbung auf swoopo aufmerksam geworden. Bei so einem bescheuerten Namen, den ich noch nie gehört hatte, mußte ich einfach mal nachschauen.

    Und wieder, wow, geschickt gemacht!

    Da kombiniert jemand ein Glücksspiel mit einer Auktion – ob das ganze mehr Glücksspiel- oder Auktionskarakter hat, da kann man trefflich streiten. Jedenfalls wird der tatsächlich von allen Bietern zusammen gezahlte Preis geschickt versteckt und man hat zumindest erstmal das Glücksspielmonopol in D umgangen – bis ein Richter das eventuell anders sieht, sind die Betreiber reich genug.

    Und psychologisch ist das ganze auch geschickt. Wer einmal dabei ist, wird ungern einen Artikel, an dem er dran ist, ziehen lassen. Außerdem benötigt man gar kein so krasses Mißverhältnis zwischen Gewinnern und Verlieren (1:10 reicht dicke, daß das profitabel wird), somit ist für eine gewisse Werbung gesorgt, denn wer verliert gibt das im Allgemeinen nicht so gerne zu wie die Gewinner. 8-)

    Wenn selbst Klingeltonabzocke Jahre gut geht, bevor das ganze jetzt so langsam mal was durch ist, dann wird diese Masche sicher eine Weile gues Geld abwerfen.

  • Dr.Sick sagt:

    Auf der Suche nach einem kl. Notebook bin ich auf folgenden Artikel bei eBay gestossen:

    http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=130295497477

    Ziemlich interessant.
    Vor allem weil der Verkäufer schreibt, dass es ein Gewinn war und die Rechnung von Entertainment Shopping AG ist (Jamie, das hast du mal erwähnt).
    Kurzer Blick auf die Bewertungen und sehe da.
    Der Typ vertickt die Sachen wie im Laden.
    Bei dem “Super-Auktions-Haus” eBay ist er als privater Verkäufer angemeldet.
    Wenn ich kurz überlege dann fällt mir auf, dass er die AGB´s von SWOOPO und die von eBay nicht befolgt.
    Vielleicht sollte ich versuchen mir auf diese Weise einen schönen Urlaub in Alaska zu finanzieren.

    @ Jamie Fraser

    Ist der Typ (magic–99) dir aufgefallen?

    Das lustige daran ist.
    Wer es bei SWOOPO nicht ersteigert
    der kann den selben! (nicht ähnliches) Artikel bisschen später bei eBay ersteigern ;)

  • fitsch sagt:

    Ok mein Senf zu swoopo.
    Nein Betrug ist dass zwar nicht (abgesehen davon dass normalerweise ein Vertrag aus leistung und gegenleistung besteht was ja aber im internet nicht gilt), aber es ist eine riesen Abzocke. Klar kommen jetzt Leute und sagen “Aber ich hab doch ein super Schnäppchen gemacht”. Mag sein, aber wie viele Leute haben auf dieser Seite zig Euro verzockt ohne jemals was dafür bekommen zu haben. Auch mag es sein, dass einige jetzt sagen “Man muss sich halt klare Grenzen setzen und wissen wann Schluss ist”, doch das können eben nur die wenigsten. Und genau darauf setzt swoopo. Sie verkaufen die Artikel zu einem vielfachen des Marktpreises was zumindest moralisch höchst bedenklich ist (was ja im Internet aber auch nicht zählt). Und wer glaubt Swoopo würde keine eigenen Leute einsetzten um die Auktionen hochzutreiben – wacht auf. Natürlich tun sie das, denn im gegensatz zu z.B. ebay bereichern sie sich mit jedem Gebot dass abgegeben wird.

    Zu dem was früher schon angsprochen wurde, dass man mit einer Auktion auch auf andere Autkionen im Ausland bietet – die Erklärung von Swoopo sind Schwachsinn! Das ist einzig und allein um die Preise hoch zu treiben. Und wenn ich in Deutschland auf ein Toshiba biete und gleichzeitig in den USA auf ein Sony dann habe ich auch anspruch auf beide Geräte.

    Swoopo hat rein gar nichts mit einer Auktion zu tun. Das ist Glücksspiel und nichts anderes. Das einzige was man ihnen zu gute halten kann ist dass sie die 10000€ für ein 800€ Notebook auf viele verteilen.

    Und noch eine letzte Frage: Was glaubt ihr denn warum die ihren Namen geändert haben? Denkt mal drüber nach.

  • Johannes sagt:

    Irgendwo habe ich neulich eine interessante Rechnung dazu gelesen, was Swoopo mit einem Artikel in etwa einnimmt. Der Betrag war sage und schreibe 6-stellig!!! Für einen 150 €-Artikel, der sie im Einkauf weit weniger kostet.
    Wer auf so etwas hereinfällt ist selber Schuld oder telefoniert am liebsten mit NeunLive – denn die Gewinnchance dürfte ähnlich hoch sein.
    Dass das Ganze als Auktion deklariert wird ist mehr als irreführend und rechtlich auf jeden Fall eine Grauzone.
    Da ziehe ich doch sowas wie http://www.kleinmalig.de vor, da weiß man wenigstens, dass es gewinnspielartig ist und da noch nicht so bekannt auf jeden Fall mit einer zigmal höheren Gewinnchance.

  • Branco sagt:

    Das Swoopo bei dieser Sache der größte Gewinner ist, ist ja wohl keine Überraschung, denn sonst würde es diese Seite nicht geben. Also ich hab jetzt schon mehrere Auktionen gewonnen. Unter anderem eine Wii für knapp 22 Euro + ca. 13 Euro an geboten, oder diese Lampe von Phillips (Living Colors) für 2,71 Euro (habe ehrlich kein Arbeitsverhältnis mit Swoopo). Man kann dort auf jeden Fall mit ein bisschen Glück Schnäpchen machen. Allerdings gibt es tatsächlich krasse Beispiele, dass man meinen könnte, dass Preisttreiber auf dieser Seite fungieren. Da gab es mal nen Laptop (UVP lag bei 1499,-), der Gewinner dieser Auktion hatte knapp 5000 gekaufte Bids und nochmal knapp 5000 “Freebids” (die er auch ersteigern musste) abgegeben. Aber es muss doch jedem klar sein, dass man einen eine Auktion nicht mit 5 abgegeben Bids höchstwarscheinlich nicht gewinnen kann. Und diese Auktionen die in allen Ländern laufen sind auch als solche gekennzeichnet. Das da die Chance auf einen Gewinn weiter sinkt, dürfte wohl auch jedem klar sein. Man muss eben abwägen, ob man das Risiko eingeht Geld auszugeben und am Ende eventuell mit leeren Händen dazustehn, oder man fängt eben garnicht erst damit an. Klar hab ich auch schon ein par Auktion nicht gewonnen, aber man darf nicht den Fehler machen, und sich denken das verlorne Geld muss ich wieder zurück gewinnen. Dann kann man sich wirklich in den Ruin treiben. ALso meiner Meinung nach kann man, wenn mit viel Verstand und nicht ganz so agressiven Verhalten an die ganze Sache ran geht das ein oder andere Schnäpchen machen.

  • fitsch sagt:

    Man kann ganz sicher davon ausgehen dass da auch Preistreiber dabei sind, auch wenn das niemals nachgewiesen werden kann.

  • Stefan_machts sagt:

    Ich versteht den Trouble nicht. Seid ihr neidisch auf swoopo? oder weil die viel Geld machen. Ich mach auf jeden Fall auch mal just for fun damit, weil die Idee cool ist und ja natürlich macht swoopo ne menge gewinn aber der Käufer gewinnt auf jeden fall auch. Jeder der da mit macht, sollte sich vorher überlegen wieviel er setzen will, aber wer ich geschickt anstellt, macht gute geschäft .Meinen Beobachtungen zufolge, gehen die sachen nachts besser raus als tagsüber so ab 16.00 Uhr. Erstaunlich finde ich dass gerade dann zu dieser zeit so viele Leute wild drauf los bieten, weil das ist größte Dummheit. das ist die Hauptbetirebszeit auf dieser seite und dann ist klar dass da viele Bieter bei sind, also warum sich bemühen nachmittags um 4 so ein ding zu ersteigern, nachts ist das doch viel entspannter. Ich finde nicht dass swoopo betrügerisch ist. SIe haben ne geile Idee von der auch einige nutzer was haben. WEnn die dann noch die Ware auch versenden ist doch alles gut. Ich mein warum sollten die so kriminell sein, die Ware dann icht zu verenden, wenn die für das stück sowieso ein paar tausend euro gewinn gemacht haben. Und was ich gesehn hab zum beispiel apple macbook für 1100 euro ungefähr ist der momentane Neupreis und auch dagegen kann man nicht meckern. Also wer sich klug anstellt, denke ich macht gute geschäfte. Ich probier es auf jeden FAll aus. Man sollte nur nicht so rangehen von wegen ich kauf mir das alles und das nur mit einem klick, sondern erst mal wie ein hobby betrachten und wenns klappt kann man sich ja mal bischen mehr gönnen. DEshalb sag ich:
    SWOOPO ist geil und ich bin nicht gekauft von denen, also hört auf über die zu meckern. Basta

  • Stefan_machts sagt:

    Achso und ihr sagt alle das swooopo betrügt, weil sie soviel gewinn machen dass vlt. sagen wir hundert bieter durch ihr bids bezahlen, aber es bezahlt doch nicht nur der gewinner diese tausende von euro, so dass man sich das teilt. Ihr versteht. Jeder der da mit macht hat sich die bids gekauft um sie zu benutzen, selber schuld wenn man daraus keinen gewinn schlagen kann. Und man betrügt sich auch nicht selbst, weil man ja weiß was man macht und nict plötzlich ne rechnung bekommt . Echt das Dilemma und Theater kann ich nicht verstehen. Ich weiß nciht was der Staat mit seinen Regeln dazu sagt, aber ich finde nicht, dass das ein Grauzone rechtlich gesehen ist oder so
    basta

  • Handelskammer sagt:

    Mich nerven diese ganzen Pro-Swoopo Kommentare. Wieso sollte man so ein blendendes Abzockunternehmen so leidenschaftlich verteidigen, wenn man nicht Mitarbeiter bzw. Eigentümer ist? Und dann noch diese gespielten Rechtschreibfehler, damit es ja realistisch aussieht, wie ein Normalo aus dem Volke. Was sagen Verbraucherzentralen, Wettbewerbsaufsicht, Verbraucherminsiterien und Staatsanwaltschaft dazu? Kann hier jetzt jeder so eine Glücksspielseite aufmachen?

  • Handelskammer sagt:

    Wie viel Millionen haben die Bieter schon ohne Gegenleistung verloren?
    Was war der höchste Verlust einer Einzelperson? Vielleicht jemand mit geistigen Problemen und arbeitslos? Scheinbar wirbt das Unternehmen nicht mehr mit der Ersparnis, denn der mathematische Erwartungswert einer Auktion ist für die Nutzer negativ. Man verliert also in der Regel Geld und spart nichts.

  • Relaxo sagt:

    Hallo Leute – ich hätte ja nicht gedacht, dass so viele und auch so hitzige Diskussionen über Swoopo im Internet existieren. Ich habe mir die Swooposeite jetz auch mal angeschaut. Zuerst muss ich mal sagen, dass ich ziemlich geplettet war von den dort möglichen Dumpingpreisen im Gegensatz zu dem Ladenthekenpreis. Natürlich muss man sich vor Augen halten, dass Swoopo durch diese Art von Auktion – ich glaube es ist ein amerikanisches Auktionsmodell – auch selbst sehr viel Geld verdient. Es scheint ja aber auch nun genug Leute zu geben, die dort schon des öfteren Schnäppchen gemacht haben. Da man durch eine bestimmtes taktisches Vorgehen sich auch zu den Gewinnern zählen kann würde ich jetzt hier nicht unbedingt von einem Glücksspiel ausgehen. Für Spielsüchtige können solche Auktionen natürlich ein teures Unterfangen werden. Jedoch steht es jedermann zu selbst darüber zu bestimmen was er mit seinem Geld anfängt. Ich für meinen Teil probiers mal aus…..

  • JürgenESW sagt:

    Auch wenn es nicht direkt mit dem Thema zu tun hat, würde ich mich sehr dafür begeistern können, “M.Wolf” einmal kennen zu lernen. Und ich meine das ernst. Man muss ihn ja nicht unbedingt mögen, aber ein streitbarer Mensch ist mir weitaus lieber als ein “Fähnchen im Wind”.

  • Dr. Sick sagt:

    @ fitsch

    Da es eine Auktion mit Gewinnspiel-Charackter ist und jede Auktion wie ein Spiel gesehn wird kann jeweils nur einer eine Auktion(Spiel) gewinnen.
    Alle anderen die da mitgemacht haben gewinnen nur an Erfahrung.

    Zitat:
    “Und wenn ich in Deutschland auf ein Toshiba biete und gleichzeitig in den USA auf ein Sony dann habe ich auch anspruch auf beide Geräte”.

    Das wäre irgendwie logisch.
    Aber was ist wenn der Gewinn in dem anderen Land nicht ein NB sondern ein Elefant ist? Ein Elefant mit monatlichen Kosten vielleicht?

    Die Erklärung zu Internationalen Auktionen von SWOOPO ist in der Tat bisschen schwach.
    Eins ist klar.
    Je mehr Leute mitbeobachten und mitbieten
    desto höher ist der Endpreis
    desto höher ist der Umsatz für SWOOPO
    desto kleiner ist die Chance was günstig zuersteigern/gewinnen.

    @ Johannes

    Zitat:
    “Irgendwo habe ich neulich eine interessante Rechnung dazu gelesen, was Swoopo mit einem Artikel in etwa einnimmt. Der Betrag war sage und schreibe 6-stellig!!! Für einen 150 €-Artikel, der sie im Einkauf weit weniger kostet”.

    Deine interessante Rechnung ist tatsächlich interessant.
    6-Stellig bedeutet doch 123.456 Euro.
    Und dieser Artikel kostet im Einkauf weniger als 150€.
    Nehmen wir also mal an es sind 100.000€ Umsatz für irgendein 150Euro-Krims-Krams.
    Bei einem Gebotspreis von 0,50€ sind es 200.000 Gebote.
    In einer 10Cent-Auktion wäre der Endpreis 20.000€ und
    in einer 1Cent-Auktion wären es 2.000€
    Die Auktion mit dem Endpreis von 20.000€ nennt sich dann Marathon-Auktion.
    Deine Vorgeschlagene Seite ist für mich noch komischer als SWOOPO.
    Wo bleibt da die Transparenz. Kann man sehen wer, wo sein Gebot abgegeben hat?
    Wenn man jemanden “abziehen” will dann ist es auf kleinmalig einfacher.

    @ Handelskammer

    Zitat:
    “Wie viel Millionen haben die Bieter schon ohne Gegenleistung verloren?”

    Die Gegenleistung war das mitspielen dürfen an einer Auktion.
    Spielen und gewinnen oder spielen und verlieren.
    Beides kostet.

  • frozzl sagt:

    Hallo.
    heute vormittag ging diese Auktion weg.
    http://www.swoopo.de/auktion/acer-aspire-8930g-644g50mn/185679.html

    für 9,56Euro!! UVP nach google ca. 899.-

    Denke da ist nicht sehr viel bei swoopo hängen geblieben. Absolutes Schnäpchen.

  • Olgautz sagt:

    @frozzl
    Da mag Swoopo vllt. Verlust gemacht haben, wenn man sich aber mal andere Auktionen ansieht, dann ist das Konzept wirklich genial. Genial jedoch aus Sicht von Swoopo…

    http://www.swoopo.de/auktion/apple-macbook-13-3-mb466d-a/139701.html

    Wenn ich das Konzept richtig verstanden habe müssen 25529 Gebote zu je 50 Cent vorliegen um auf den Betrag 255,29 € zu kommen, da es sich bei dieser Auktion um eine 1 Cent Auktion handelt. Das würde bedeuten, dass Swoopo an dieser Auktion 25529 * 0,5€ abzüglich dessen was sie am MacBook an verloren haben (Also das was Swoopo im EK dafür gezahlt hat minus 255,29 €). Das bedeutet für mich, dass Swoopo übern Daumen an dem Macbook 12000 Euro verdient hat. O.O

    Wenn dies wirklich so sein sollte ist das Konzept einfach nur genial und ich ärger mich, dass ich nicht darauf gekommen bin. Für den Kunden ist es pure Ausbeuterei… Die 12000 Euro tragen sich ja schließlich aus den Geboten der Kunden zusammen, welche nichts für ihr Geld bekommen haben. Wenn man noch bedenkt, dass Swoopo täglich tausende von diesen Auktionen anbietet… Naja, so wie ich das sehe verdienen die sich daran dumm und dämlich.

    Unglaublich, dass noch so viele darauf eingehen. In meinen Augen ist das Prinzip doch nichts anderes wie ein Live-Gewinnspiel. Da kann ich mein Geld genau so gut bei 9Live verpulvern. -.-

  • Caterina G. sagt:

    dieses #swoopo ist irgendwie eigenartig. das geht doch aufs Herz! Außerdem ist es wohl nicht ganz seriös http://tinyurl.com/596sp8

  • Wolfgang sagt:

    Durch eine Kollegin wurde ich auf Swoopo aufmerksam. Ich war zunächst erstaunt, über die tollen Schnäppchen, die man da machen konnte. Nachdem ich aber einige Auktionen beobachtet hatte, wurde mir sehr schnell klar, dass es dabei zu viele Verlierer und letztlich nur einen wirklichen Gewinner gibt, nämlich den Veranstalter. Besonders bei den 1-Cent-Auktionen scheffelt der Veranstalter Geld ohne Ende. Gerade endete wieder eine Auktion für eine digitale Spiegelreflexkamera, UVP €754,95 (bei Amazon €698,95), Auktionspreis €144,35. Das hört sich ja zunächst ganz gut an. Beim näheren Hinsehen stellt man dann fest, dass der “Gewinner” 1852 Gebote für €926 abgegeben hat! Rechnet man den Auktionspreis hinzu, dann hat ihn die Kamera deutlich über €1.000 gekostet. Ein tolles Schnäppchen :(. Derweil hat der Veranstalter sich vermutlich totgelacht. €144,35 heißt, es gab 14.435 Gebote zu je €0,50. Das macht €7.217,50 + €144,35 = €7.361,85 für eine Kamera die im Handel gerade mal €700 kostet. Also, ich werde da mit Sicherheit nicht mitspielen.

  • Brembo sagt:

    Moin Moin zusammen,

    ja das ist ja echt mal bemerkenswert, was Swoopo mit ihrer Idee verdient. Wirklich eine geniale Idee. Aber ich glaube zum großen Teil liegt der Verdienst auch an den strategielosen Bietern. Wenn ich mir zum Beispiel die Auktion, die froozle gepostet hat anschaue, so muss ich sagen, dass es ich durchaus lohnen kann. Wäre dem nicht so, hätte Swoopo doch schon längst schliessen können. Schliesslich spricht sich sowas doch rum?!
    Denn Geld zu veschenken hat ja in diesen Zeiten wohl keiner….

  • @Brembo
    Dass sich sowas schnell rumspricht steht außer Frage – und genau das wird Swoopo aktuell auch offensichtlich zum Problem. Mittlerweile haben sich auch renommierte amerikanische Medien mit Swoopo beschäftigt. Was deren Meinung und ist und wie Swoopo und deren Investoren damit umgehen könnt Ihr in hier nachlesen: http://www.arschtrompete.de/internet/swoopo-vom-abzocker-zum-saubermann/ Hier habe ich die aktuellen Geschehnisse bei Swoopo mal ein wenig versucht zusammenzufassen.

  • GlowingHeart sagt:

    swoopo ist Produkt-Glücksspiel-Roulette

    Menschen die bei swoopo bieten, damit sich swoopo an einem Produkt 10 und mehrfach bereichern kann, sollten wegen Unzurechnungsfähig entmündigt werden, weil nicht mal die Grundlagen der einfachsten Mathematik beherrschen und die bei swoopo angeblich günstig erworbenen Produkte, die von swoopo auf bewusst irreführender Weise mit einem viel höheren fiktiven Wert als dem wirklichen Einkaufswert angegeben werden, um einen niedrigen Verkaufswert zu suggerieren und das ist, einfach gesagt – kriminell.

    Hat man der Internet-Generation nicht das Rechnen in der Schule beigebracht?

    Wer so ein kriminelles Geschäftsmodell in der virtuellen Welt (www) praktiziert um sich real profitabel zu Bereichern, setzt auch virtuelle Biet-Bots (BB) ein, da kein User dies transparent nachvollziehen kann!

    Web-User – boykottiert swoopo – JETZT!

  • Greealm sagt:

    @Glowing Heart

    Hmmm also ich bin da emtschieden anderer Meinung….. Wie kann man jemandem Unzurechnungsfähigkeit unterstellen, dem es darum geht einen Gegenstand über eine Onlinauktion günstig zu erwerben. Zum einen spricht gegen Ihre recht beleidigende These, dass es den Usern ja nicht darum geht was swoopo daran verdient oder nicht, sondern rein um den Erfolg für einen selbst( sollte man zumindest annehmen). Zum anderen – wie kommen Sie darauf, dass auf dieser Seite fiktive Preise der Gegenstände benutzt werden, um den Usern ein Schnäppchen zu suggerieren?! Nehmen wir mal zum Beispiel ein Macbook. (13.3 Zoll entsprechend nach Ausstattung)… Bei swoopo lautet der Vergleichspresi 1119€… na ja nun gehe Si doch mal in einen Laden und fragen was ein Mac dieser Größe so kostet… niemand wird Ihnen das Gerät für weniger als 500 oder 600€ verkaufen, sondern zu einem Preis der in etwa dem Preis , der bei Swoopo angeboten wird, entspricht. Insofern trifft Ihre Bemerkung ” kriminell” nicht zu… zu dem sollte den Usern ja nun hinlänglich bekannt sein, dass man sich die AGB’s durchließt bevor man sich einen Account anlegt… Dies wiederum ist kein Problem der Internetgeneration, wie Sie es sagen, sondern Nachlässigkeit oder Ahnungslosigkeit. Und all das hat nun wirklich nichts mit Mathematik oder einem Defizit in Mathematik zu tun. Würden Sie außerdem auch diejenigen für Unzurechnungsfähig bezeichnen, die eben genau Ihre günstigen Schnäppchen machen? Wohl kaum…. Unterm Strich bleibt zu sagen,dass Ihre Behauptung bzgl. swoopo meiner meinung nach nicht haltbar ist…. trotz allem kann ja jeder nun selbst entscheiden, was er für richtig hält…

  • Suchtgefährdung sagt:

    Swoopo ist ein Spiel.
    Der Einsatz sind 50 Cent Chips.
    Der Gewinn ist der Artikel.

    So kann es eben sein, dass man haufen Geld ausgibt aber nie einen Gewinn mitnimmt. Die meisten werden jedoch kaum einen Gewinn zu günstigen Konditionen machen. Da sie immer wieder versuchen weren ihren Verlust zu minimieren hoffen sie auf ein Schnäppchen. Auch sieht man nicht, wer darauf bietet, so kann Swoopo selber den Preis in die Höhe pushen. Hat was von Hütchenspiel, da gibt es auch ab und zu mal Gewinner, damit es seriös erscheint.

    Wer sein Geld verlieren will, bitte schön.

  • Chris sagt:

    Also bei mir hats geklappt: 60 % bei einer festplatte gespart.

  • Aufklärung sagt:

    Swoopo-Psychologie -> Dollarauktion
    http://de.wikipedia.org/wiki/Dollarauktion

  • Lorenz sagt:

    Also das Thema wie Swoodingsda ihr Geld macht ist ja jetzt wohl geklärt, und wieviel das sein kann ebenso zu der Sache mit den “Internationalen Geboten” hab ich gerade was interresantes entdeckt vielleicht ist es schon gefallen aber so wie es aussieht gibt es schon “lokale Gebote”

    Lokale Auktion! Nur für Bieter aus Deutschland und Österreich. Jetzt 75 Bids sichern und damit Schnäppchen scheffeln! 75 Bids – Ersteigern, freuen und einlösen!

    mfg

  • Ulli sagt:

    Hab mich gestern direkt nach einem Werbespot bei Swoopoo eingeloggt und nach lesen der FAQ das System durchschaut. Die aktuellste laufende Auktion war eine 2-Cent-Auktion auf eine Digitalkamera und diese stan in dem Moment schon bei über 200 Euro aber immernoch knapp 800 Euro unter Marktwert.
    Kurz im Kopf gerechnet und mich hats fast vom Stuhl gehauen. Gibts es Leute die bei sowas mitmachen?!?

    1.) Reaktion – das können nur solche “geistig” armen sein, die das System nicht verstanden haben.

    2.) Reaktion – die Jungs die das System gebaut haben sind Profi-Abzocker mit einem genialen Plan. Respekt^^

    3.) Reaktion – nach einer Nacht darüber schlafen. Naja – ist halt wie Lotto, oder Casino oder ein Geldspielautomat. Es gibt zwar ab und zu einen Gewinner, aber die meisten gehen leer aus.

    Kleines Beispiel von mir als Gewinner^^

    Ganzen Abend in der Kneipe gesessen und jemanden (nicht ununterbrochen) beobachtet wie er einen Geldspieler füttert. Nix gewonnen und grummelig die Zeche bezahlt. Insgesamt 6 Euro aus meiner Tasche investiert und es hat geklingelt. Meine Zeche bezahlt und um etwa 130 Euro reicher nach Hause gegangen (die Kosten schon abgezogen).

    Na – erkennt jemand die Parallele^^

  • 007iceage sagt:

    Hallo,
    schaue seit vier Tage mir Swoopo Auktionen an, um das System zu verstehen. Der Artikel von “Dan; 17. September 2008 um 00:19 ” hat mir gezeigt wie die Fäden gezogen werden. ICH werde bei Swoopo nicht bieten !

  • Dr. Sick sagt:

    Tach zusammen

    Ich habe so einen Typ kennen gelernt der mir sein System verraten hat.
    Er ersteigert öfter bei SWOOPO Sachen die er später bei eBay verkauft.
    Das ist jetzt kein SCHERZ !
    Original verpackte Klamotten mit der Rechnung von SWOOPO bei sich Zuhause fast am stappeln gewesen.
    Es klappt aber nicht immer. Also kein 100%-Gewinn-System.
    Es gibt oft einen der, der Meinung ist das Gerät muss ihm gehören.
    eMails von SWOOPO hat er auch schon bekommen wegen des vielen “Glücks”.
    Kleine Pause einlegen und dann weiter tolle Artikel scheffeln.
    Wenn die Oma acht tolle Artikel ersteigert hat dann kommt der Onkel dran der einen neuen MacBook braucht, zweite PS3 für die Kinder und einen TV für´s Hausbaum.
    and so on

  • Dr. Sick sagt:

    Kennt das einer: Hausbaum ? ;)

    Ich meinte natürlich B A U M H A U S

  • Bettina sagt:

    Bin innerhalb von 35 Minuten bei denen 25,00 Euro losgeworden “FÜR NICHTS”

  • Aufreger sagt:

    Hallo habe mir swoopo mal genauer angeguckt und einige interressante Zahlen rausgefunden.

    Anzahl der Auktionen 30.09.09
    Kategorien:

    4 autos 2 über 200€
    35 computer davon 3 Computer
    16 foto davon 9 Kameras
    7 gesund davon 3 über50€
    21 gutschein davon 8 300er
    12 telefon davon 5 über 500€
    8 haus davon 5über 100€
    0 kaffee
    54 video davon 15konsolen
    5 mp3 davon 3ipod
    6 noteb
    1 schö
    1 spielz
    12 tv-vid davon 7 tv
    13 schmuck davon 5 über 100€

    195 Gesamt davon 65 hochpreisig

    + 50 Einsteiger Auktionen
    = 245 Auktionen

    TRAFFIC am 30.09.09.

    500.000 com
    5000 de
    6000 co.uk
    6000 ca
    1000 es
    2000 ? at

    520.000 nehmen wir mal eine sehr gute Schätzung von 50 % Traffic/Bieter an wären das 260.000 : 245 über 1000 Bieter pro Artikel eigentlich 260.000 : 195 = 1333 pro Artikel.

    Das ist weit mehr als unverschämt da kann ich auch Lotto spielen.

    Wenn man nur Deutschland nehmen würde wäre die Artikel Anzahl noch o.k. aber nicht für alle Länder und swoopo will sich noch ausweiten.

    Bei allein 500.000 täglichen besuchern in den USA müsste Swoopo wenn die einigermaßen SERIOUS wären um die 1000 Artikel nur allein in den USA anbieten.

    Aber NÖÖ die kriegen den Hals einfach nicht voll.

  • Sebastian sagt:

    Servus, also ich bin schon länger bei swoopo angemeldet und war häufig sehr zufrieden. Hab ein paar Nintendo Wiis relativ günstig bekommen können. Allerdings gibt es auch zwischendurch Spinner, die einem den Preis vermiesen. Warum Spinner? Bei bidfight.de sieht man wieviel seine Gegner so bisher gewonnen haben. Und wenn man dann sieht, das einige Deppen, die noch nie etwas gewonnen haben sich so in einen Artikel verbeissen, dann kann man nur mit dem Kopf schütteln. Also lieber vorher nachdenken. Wenn grosse Jungs mitspielen, besser rausgehen. Ist sicherer! ;-) Wer schenkt denn auch schon gerne sein Geld an CaCo3 mit seinen über 100.000€ an Gewinnen? Also: spielt mit Vernunft!

  • Bon sagt:

    hat jemand mal versucht Gewährleistung zu bekommen? dauert monatelang bis was zurückkommt…

  • delei sagt:

    Ich habe schon vielmal bei swoopo und 50deal(www.50deal.de) geboten.
    Ich meine, es eine neue Methode ist, um teure Artikel billig zu kaufen.Wenn Ihre Gebote nicht akzeptiert würde, wäre Ihr Verlust auch nicht hoch.Denn die Artikel sind meistens sehr teuer.

  • girica sagt:

    Hallo,
    am donnerstag abend habe ich an einer 1-cent auktion teilgenommen die noch etwas 15 minuten dauern sollte.Es ging um samsung led fernseher 46”. Auktionspreis lag bei etwas 8,00€.Die auktion dauert immer noch und letzte stand der auktionpreises liegt bei 230,00€.Da die UVP 1500€ ist sind es schon gute 10 000€ gewinn für sw#opo.Und das ist immer noch nicht zu ende.

  • Demokrat sagt:

    Unglaublich lustig, dieser Blog, auch ich habe ihn gefunden, nachdem ich eine TV-Werbung von Swoopo / Telebid gesehen habe und mich gewundert habe, wo so eine kleine Firma plötzlich das Geld für TV-Werbung her hat.

    Vielen Dank vorab an M.Wolf und all die anderen lustigen Schreiber, das war ein köstlicher Abend!

    Motiviert durch M.Wolf möchte ich mir daher ein paar Minuten nehmen und meine Meinung als Rechtsanwalt mit Schwerpunkt Internetrecht zu diesem Geschäftsmodell niederschreiben.

    Die vieldiskutierte Frage “Ist Swoopo Betrug?” oder “ist swoopo Abzocke?” kann man aus meiner Sicht nicht ganz so leicht beantworten, weil man dazu jedenfalls “Abzocke” erstmal genauer definieren müßte und den der Betrugssubsumtion zugrundeliegenden Sachverhalt genau festlegen müßte.

    “Betrug” ist zunächst mal in § 263 StGB beschrieben, wobei das juristisch relevante Kriterium beim sog. Eingehungsbetrug die Täuschung über Tatsachen sein könnte.
    Diese Täuschung könnte bei einem durchschnittlich informierten Besucher deshalb vermieden werden, weil zumindest für jedermann die Chance besteht durch Lesen der AGB zu begreifen, dass keine Auktion nach § 156 BGB vorliegt. Hierbei hätte der User nämlich–genau wie bei ebay- zwei wesentliche Rechte, die eine Auktion kennzeichnen:
    1) Das höchste Gebot würde definitiv den Zuschlag erhalten.
    2) Kosten würden nur dann entstehen, wenn der Zuschlag erteilt wird.

    Beide Rechte hat der User bei Swoopo nicht, vielmehr gibt es nur eine abstrakte und nicht verlässlich nachvollziehbare Chance, per Zufall einen Zuschlag zu bekommen.

    Wenn Swoopo diesen Sachverhalt offen und ehrlich darstellt und ein User sich dennoch anmeldet, ist dies natürlich nicht nach § 263 StGB als Betrug verboten, denn jedermann hat in Deutschland das Recht sich selbst wirtschaftlich schädigen zu dürfen, er muß die Gefahr eben nur kennen können.

    Anders kann die Betrachtung deshalb dann werden, wenn man sich die Selbstdarstellung von Swoopo anschaut: Dort wird bereits im Titel von Auktionen und auf der Seite selbst dann von Geboten gesprochen, was begrifflich suggeriert, es würde sich um eine übliche Auktion handeln. An diesem Punkt könnte dann schon eine betrugsrelevante Täuschung vorliegen, denn bei Auktionen kann ich dadurch, dass ich das meiste Geld aufwende, die versteigerte Ware auch immer ohne Risiko erhalten, bei Swoopo ist das jedoch keinesfalls so. Insofern macht sich Swoopo aus meiner Sicht in betrugsrelevanter täuschender Weise die positiven Assoziationen des Betriffs „Auktion“ zu eigen, um sich die negativen Assoziationen des Begriffs „Glücksspiel“ nicht ans Bein binden zu müssen.

    Ein juristisch zweiter interessanter Punkt ist, jedoch, inwieweit Swoopo verbotenes Glücksspiel darstellt. Ich selbst habe als juristischer Referendar bei der Staatsanwaltschaft Hamburg einmal einen ähnlichen Fall zu begutachten gehabt und mußte in diesem Zusammenhang § 284 StGB subsumieren. Das Ergebnis war, dass nach Ansicht einiger Instanzgerichte Anbieter wie 9Live sich nur deshalb nicht strafbar machen, weil die Beträge von 50 Cent pro Anruf einen “unerheblichen Einsatz” darstellen, da es sich hier um Aufwendungen im Rahmen des üblichen Brief-/ Postkartenportos handele. Zusätzlich müsse der Anrufer eine geistige Leistung erbringen, da er ja eine Frage beantworten müssen. Dass diese Fragen oft das Niveau von Vorschülern haben, spielt offenbar deshalb keine Rolle, weil es für Gerichte sehr schwer ist hier eine subsumierbare Grenze zu ziehen, daher gilt das Motto: Jede Frage ist ausreichend, um in Verbindung mit den geringen Geboten den Glücksspielcharakter abzuwenden.

    Interessant ist bei Swoopo nun ja, dass das einzelne Gebot mit 50 Cent ebenfalls unter dem üblichen Briefporto liegt, der Mitspieler jedoch mindestens 10,- Euro beim Gebotskauf ausgeben muß (Einzelgebote sind gemäß swoopo.de/help.html nicht zu erwerben!) und überhaupt keine Frage gestellt wird, um eine geistige Leistung des Mitspielers einzufordern.

    Teilweise sehen dies einige Anwaltskollegen von mir jedoch anders, leider, ohne auf die Unterschiede zwischen 9live und swoopo einzugehen, die Fälle im juristischen StGB-Kommentar beziehen sich nämlich auf 9live:
    http://www.frag-einen-anwalt.de/Koppelung-von-GewinnspielAuktionskauf-und-Gebotskauf-zulässig-__f45777.html

    Ich selbst würde nach meiner juristischen Einschätzung swoopo als verbotenes Glücksspiel qualifizieren, da der Mindesteinsatz nicht 50 Cent sondern tatsächlich 10,- Euro sind und der mindestens zu einem Spiel zu erbringende Einsatz damit weit über der von der Rechtsprechnung festgelegten Grenze eines Briefportos liegt. Dazu kommt der Umstand, dass keine Fragen gestellt werden und der Zuschlag vollständig vom Zufall abhängig ist.

    Ob darüber hinaus auch noch dadurch ein separater Betrug vorliegt, weil swoopo über eigen Mitarbeiter oder Robots selbst mitbietet, muß ich offenlassen, weil mir dazu die Kenntnisse fehlen.

    Ob dagegen Abzocke vorliegt, ist eine

    Vermutlich hat einfach noch niemand eine Strafanzeige gegen Swoopo gestellt, so dass hierzu keine abschließende Beurteilung durch ein deutsches Strafgericht vorliegt, spannend wäre das jedoch wirklich mal, denn 9live hat bisher durch die Quizfragen den Kopf immer nur eben gerade aus der Schlinge bekommen.

    Mir fehlt leider die Zeit, solche dämlichen Verfahren zu führen, ich würde aber jedermann zu einer Strafanzeige mit oben genannter Begründung raten, der bei Swoopo einen nenneswerten Geldbetrag verloren hat.

    Abschließend noch ein Satz zu den juristischen Gefahren eines solchen Posting: Natürlich darf man im Internet Meinungen publizieren, solange nicht falsche Tatsachen behauptet werden oder Schmähkritik geäußert wird. Sollte Swoopo wirklich versuchen gegen den Blogbetreiber oder auch gegen mich als vermeintlichen Störer wegen dieses Postings juristisch vorzugehen, würde ich jedes Verfahren bis zur letzten Instanz auf eigene Kosten medienwirksam führen und danach aus purem Idealismus eine solche PR Kampagne mit dem gewonnen Rechtsstreit starten, dass jedenfalls in Deutschland ganz sicher schon wieder ein neuer Name für Swoopo gesucht werden muß.

    Bedanken kann sich Swoopo für diesen Beitrag übrigens beim PR-Gau M.Wolf, denn ohne diesen hätte mir die Motivation für dieses Posting gefehlt…

  • Kloni sagt:

    @Demokrat: vielen Dank für deinen ausführlichen und weitestgehend sachlich und fundierten Kommentar! Interessante rechtliche Fakten, um die es im Kern ja hier eigentlich immer ging, aber keiner wirklich Ahnung davon hatte.

    Und da der Artikel hier immer noch sehr oft besucht wird, wird es bestimmt auch vielen Besuchern weiterhelfen, die sich über Swoopo informieren wollen.

  • Senorita sagt:

    Wenn man Zeit und Geduld investiert, kann man bei Onlineversteigerungen im Internet mit ein wenig Glück die Artikel sehr günstig abräumen. Die Variante “ich kauf mal schnell 50 Bids und setz die auf ein “Notebook” funktioniert nicht, damit verliert man nur Geld. Wer sich daran versuchen will, sollte also erst mal beobachten und dann vielleicht bei einem kleineren Artikel “üben”.

    http://www.opoyo.com/online_auktionen.html

    Hier wird euch sogar eine möglichkeit geboten,mit einem Aktionscode bei der Anmeldung ein Startguthaben von 10€ zu erhalten.Ihr müsst euch einfach nur kostenlos anmelden und den oben stehenden Aktionscode verwenden.

  • Manu sagt:

    Jaja, die verdienen sich dumm und dämlich.
    Man hat sogut wie keine Chance (mehr) auf große Gewinne, weil Powerbidder einen alles weg schnappen!
    http://manusblog.de/manusblog/?p=190#comments

  • THOMAS sagt:

    HÄNDE WEG!!!
    ENDLOS-AUKTIONEN, DA AUKTION SICH STÄNDIG VERLÄNGERT (nach bzw. bei jedem Gebot)

    Man muß ein Paket Bids kaufen, die wenigsten kosten 10.-€!
    Damit zahllt man seine Gebote. 1 Bid sind -.50€ und im ERNST gewinnen tut nur SWOOPO.
    Wer weiß ob die ganzen USER (Mitbieter) echt sind.

    Kommunizieren mit Mitgliedern kann man dort nicht.

    Aber muß ja jeder selber wissen!!!

  • Karla sagt:

    Hallo,

    also hab probehalber mal mitgemacht!
    NEIN DANKE zu diesen Auktionen!!!
    Endloser Werdegang! Da sich ständig die Zeit wieder hochschraubt, mit jedem Gebot.

    Ein Gebot kostet-.50€ um ein Gebot abgeben zu können muß man erst mal welche kaufen.
    Preiswerteste Bid-Paket kostet 10.-€

    Obwohl, wenn nicht alle wie Irre bieten würden, würde jeder ein Schnäppchen machen, da jeder mal dran ist!

    Muß jeder für sich entscheiden

  • esmussjakeinermitmachen xD sagt:

    also was ausser frage steht ist das sie mit den 1cent auktionen den meisten gewinn machen!da gabs zum beispiel nen 42″lcd tv und einer hat mit einem gebot den ersteigert für nur 60euro-der hat sich bestimmt gefreut xD
    der stand drin für 1356euro-wenn man rechnet haben die aber über 3000euro reinbekommen^^
    die machen das schon schlau-füchse halt oO
    naja jeder sollte selber wissen ob er mitmacht oder nicht,es wird ja keiner gezwungen!ich habe jetzt eh urlaub und werde mir mal paar bits kaufen und schau mal was sich ergibt-werde euch dann erzählen wenn ich ich was ersteigert habe-frohe weihnachten an alle und nen guten rutsch:)

  • Dealstreet sagt:

    Swoopo ist für mich auch nichts, ich stehe eher auf dealstreet.
    Noch nicht so bekannt und man kann bessere Schnäppchen machen, (zumindest noch)

    Die Geschäftspraktiken sind ok bei Swoopo, es ist nunmal auch viel Glück aber mit etwas strategie kann man da echt satte Gewinne machen.

  • harry sagt:

    hi

    hab hier ne seite gefunden die funkt wie swoopo nur mit dem vorteil das man hier auch seine eigene artikel einstellen kann und man von den geboten einen anteil als verkaeufer erhaelt
    schaut selber mal hier http://www.opoyo.com
    scheint wirklich interessant zu sein
    gruesse
    harry

  • Armin sagt:

    ich finde das man bei Swoopo die Chance hat sich diverse Artikel für einen relativ günstigen Preis zu ersteigern.
    Es ist jedoch sehr wichtig sich im Vorhinein genau zu informieren, sonst zahlt man natürlich drauf.
    Das Swoopo mit dieser Geschäftsidee eine Menge Geld verdient find ich legitim. Unternehmergeist soll belohnt werden. Es gibt ja auch noch die Möglichkeit des Direktkaufs. Ins Blaue hinein drauflos zu ersteigern ist eben kurzsichtig. Unterm Strich sollte man Swoopo einfach als eine Möglichkeit des Schnäppchenschlagens verstehen.

  • fred sagt:

    DIE HÄRTESTE MASCHE VON SWOOPO IST DIE
    WENN MAN SEIN KONTO SELBST KÜNDIGT MACHT ES EINEN ALLE GEWINNE STREITIG UND VERWEIGERT SOGAR NOCH DIE AUSZAHLUNG DER GUTHABENBIDS:
    BETRUG IST BEI SWOOPO NOCH UNTERTRIEBEN AUSGEDRÜCKT:
    ALSO BLOß NICHT SELBER KÜNDIGEN::: IMMER SCHÖN FLEIßIG EURE LETZTES HIRN VERZOCKEN::::

  • Swoopo sagt:

    Man kann zu Swoopo stehen wie man will.
    Das System ist genial, sowohl für den Betreiber als auch für die Nutzer.

    Luupo zum Beispiel wusste jahrelang nicht, wie es sich monetarisieren sollte und steht nun vor der Pleite. Hätte es ein Format wie Swoopo gehabt, dann wären die Macher jetzt reiche Leute ;-)

  • By Myself sagt:

    Ich würde mal gerne eure Meinung hören: Ich will mir schon seit Monaten ein Iphone holen, nicht unbedingt bei solchen Anbietern. Nur die sind ja bekanntlich teurer als 600 Euro. Nun würde ich gerne wissen ob sich das lohnt bei swoopo u.ä. Shops zu kaufen.
    Ich wär ja auch bereit 300 – 400 Euro auszugeben, nur dann will ich den Artikel auch wirklich haben. Ich hab nicht vor auf andere Artikel just 4 fun bieten. Meint ihr ein Iphone ist in der Preisspanne von 300 – 400 Euro bei swoopo zu bekommen? Mehr will ich insgesamt nicht ausgeben. Man muss sich ja diese Bids alle schon vorher holen oder? Also wäre es dann schlau sofort 400€ für Bids “rauszuhauen”, die man nciht mehr zurückbekommt wenn sie übrg bleiben?

  • Silke sagt:

    Ich muss so einigen hier Recht geben!
    Zunächst einmal bin ich für Swoopo. Die haben ein gutes System entwickelt wodurch die Geld verdienen, es ist ja auch ein Wirtschaftsunternehmen, müssen Leute ernähren, und sind kein Verein! Also ist es legitim Geld zu verdienen. Allerdings haben die auch eine Möglichkeit entwickelt, sozial schwachen Leuten wie mir mit ein bisschen Glück und Strategie doch noch teure Artikel günstig zu erwerben. Sicherlich klappt es nicht immer oder auf Anbhieb. Allerdings konnte ich im Lauf meiner Zeit schon ein paar dicke Gewinne einstreichen. Mein Trick ist allerdings dabei relativ simpel. Ich nutze Tools wie http://www.bidfight.de . Die zeigen mir im Endeffekt an, ob ich es wagen kann oder nicht. Die paar Euro die ich da bezahlt hab, hab ich locker 100 mal raus, wenn cih bedenke, dass ich bei so einigen Usern bestimmt hunderte von Euros losgeworden wäre! Aber swoopo bleibt ganz klar ein kleines Glücksspiel. Es ist halt nicht immer alles Gold was glänzt.
    Aber deshalb hat swoopo auch den Direktkauf eingeführt. Man kann jederzeit sein Geld “saven” und den Artikel sicher kaufen. Und der Einsatz ist nicht verloren. Also wenn man es richtig macht, hat man keinen Verlust. Ich kanns wie gesagt nur empfehlen. :-)

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