9. Dez. 2008 | Kloni
Twitter – 140 Zeichen, die die Welt nicht braucht
Also mal ganz ehrlich … bin ich der einzige, dem dieser Twitter-Wahn total auf die Nerven geht?
Die Idee zur Stillung des allgemeinen Mitteilungsdranges in allen Ehren, aber muss es gleich so exzessiv betrieben werden? Hardcore-Microblogging bis zum Umfallen, bis zum Verzweifeln des “Followers”, welcher “Gefollowte” gerade nochmal im Starbucks sitzt und das gratis WLan überlastet, und wer sich lieber zu Hause seinen Tee in diesem Moment kocht…!? Muss und will ich das wirklich wissen?
Aber natürlich, einmal angefangen zu “followen”, kann man schlecht einfach so wieder aufhören. Dazu sind wir heutzutage viel zu informationssüchtig und haben ständig Angst, irgendetwas wichtiges zu verpassen. Auch wenn es nur um die aktuelle Wetterlage bei einem der zahlreichen Kontakte geht.
Viele sehen in Twitter schon die Zukunft des Bloggens, prophezeien den Untergang des herkömmlichen Blogs und betrachten das Microblogging als moderne Kommunikationsform. Das Letzter vielleicht … denn da reichen 140 Zeichen allemal, um sich kurz auszutauschen und sich das aktuelle Wohlbefinden durchzugeben.
Aber hinter einer Nachricht, die zwischen Millionen von anderen Nachrichten hängt, welche auch höchstens zwei kurze Sätze umfassen, kann nur ein kleiner, nüchterner Informationskern stecken, welcher nicht in der Lage ist, in irgendeiner Form Stellung zu beziehen oder etwas zu kritisieren. Dafür sind 140 Zeichen nicht einfach nur zu wenig, sondern auch viel zu schnell getippt und der ganzen Welt mitgeteilt.
Twitter hier, Twitter da. Sogar die Online-Medien sollen schon ersetzt werden durch Millionen von privaten Lokalreportern, die ihre subjektiven Eindrücke publik machen. Hintergrundinformationen adé. Die News allein zählt; nicht die Auswirkungen oder Folgen, keine Zusammenhänge oder Randnotizen. Die Verblödung ist vorprogrammiert!
Aber man soll ja auch nicht alles schlecht reden. Twitter bietet vielen die Möglichkeit, ihre Gedanken, Beobachtungen usw. zu veröffentlichen. Und etwas in nur 140 Zeichen sagen zu dürfen, ist ja manchmal auch nicht schlecht. Da verliert man das Wesentliche nicht aus dem Auge…!
Trotzdem bleibt Twitter ein Platz zum Austoben für Mitteilungsbedürftige (muss ja nicht negativ sein) und alle, die es noch werden wollen. Konkurrenz zum Blog oder Presseanstalten wird Twitter nicht werden, dazu sind 140 Zeichen zu wenig, die Anzahl an Twitterern zu gross und damit der Informationsteil, der wirklich einen Mehrwert bietet, einfach zu klein und schwer von der allgemeinen Informationsflut zu trennen!
Aber wer Spass daran hat, dem sei es gegönnt.
Ich kann nicht viel damit anfangen ;)



wems nich gefällt, brauchs ja auch nicht nutzen :P
finde twitter ganz lustig! mehr aber auch nicht! ich denke der hype wird auch bald wieder vorbei sein! So wie jeder über kurz oder lang!
Mich hat bei Twitter schon ewig etwas gestört, ich kam mit dem System nicht klar und fand das rumzwitschern extrem nervig. Richtig definieren konnte ich es eine ganze Weile nicht, bis vor kurzem ein Kollege eine ziemlich treffende Behauptung betreffs des Unterschiedes zwischen Twitter und Friendfeed aufstellte. Hier eine etwas erweiterte Version:
Bei Twitter sagt irgendjemand etwas… andere Antworten und irgendwann bekomme auch ich davon zu höhren.
Den Anfang der Diskussion zu lesen kostet mich dann aber enormen Aufwand, manchmal ist es unmöglich.
Bei Friendfeed hingegen schiebt man sowieso intern seine vollständig erzeugten Inhalte auf die Platform. Ich muss nicht extra einen Tweet schreiben wenn ich gebloggt habe oder ein neues Bild bei Picasa hochgeladen hab.
Eine Diskussion ergibt sich also plötzlich obwohl ich erstmal garnicht viel auf dieser Platform getan habe.
Wenn dann noch jemand aus meiner Leseliste einen Beitrag von jemandem mir völlig unbekanntem Kommentiert landet der Beitrag sofort in meiner Leseliste.
Kein Suchen, kein Aufwand und die vollständigen Daten sofort bei der Hand.
Es ist einfach nicht so oberflächlich wie bei Twitter, es geht weniger um die nervigen 140Zeichen als vielmehr um eine Diskussion.
Das Ganze natürlich ohne etwas von der Geschwindigkeit einzubüßen und mit mehr internen Anbindungsmöglichkeiten für andere Dienste.
(Sogar ein _funktionierendes_ Jabber-Interface gibt es, Twitter hatte auch mal eins aber es hat nie wirklich verwendbar funktioniert.)
Wie bei jedem Thema, kann man alles und jeden auch übertreiben. Und Menschen scheinen zur Übertreibung zu neigen.
Gut, das der Schein trügt, zumindest manchmal ^^
Irgendwie kann ich mich von Twitter garnicht mitreissen lassen. Bin da schon Ewigkeiten angemeldet. Hab da zwischendurch auch mal reingeschaut, ob es was neues gibt. Ansonsten finde ich das eher langweilig.
Wird aber vielleicht auch erst dann interessant, wenn viele reale Freunde mitmachen und aktiv sind… hmm
wo sind denn die Twitter-Liebhaber? hier :D
müssten ja so ca. 6 Mio weltweit sein.
Mir sagt der Service auch nicht so zu. Nur wenn wenn man seine echten Freunde followt und man genau weiss, wer hinter einem nickname steht…!
bin ich wohl doch nicht der einzige, den dieses gezwitscher nervt :)
Man kann auch Twitter nutzen um eigene Blog zu promovieren (twitterfeed.com).
wer braucht denn schon Twitter :D kann ja mal ganz lustig sein … aber man sollte das doch nicht wirklich als ernst zu nehmende Infoplattform verwenden!
mfG
also ich kann nur von mir reden und meiner meinung nach ist twitter das beste was mir das web 2.0 bisher geboten hat. ich benutze es aktiv und kann so z.b. kontakt zu menschen aus anderen städten halten der sonst zwangsläufig abbrechen würde. just my 2 cents.
ja wenn man die Leute auch wirklich kennt ist es sicher ganz praktisch und lustig! :)
aber sonst…naja!
Oftmals habe ich das “Problem”, dass ich gerne etwas auf meinem Blog posten würde, meist aber ein Satz dafür ausreicht – und dann pack ich das ganze eben in Twitter oder ich missbrauche Twitter wenn ich gerade etwas leerlauf habe.
Klar ist das ein Mitteilungsgadget – sind Blogs aber auch :)
Trotzdem schön aufgeregt ;)
das Problem hatte ich auch mal! Deshalb pack ich jetzt alles rechts in die Sidebar unter “Kurz am Rande”! So bleibts im Blog und es erscheint auf der Startseite trotzdem kein neuer Artikel von 2-3 Sätzen…!
Blogs sind aber irgendwie gehaltvoller als ständig nur diese Mini-Kurzmitteilungen ;)
Liest von euch überhaupt jemand Twittertexte???
Worin besteht der Mehrwert für die vielen tausend kleinen Twitterkunden?
@Mr. Blocher: Sag du es uns! Ich weiss es nicht ;)
Es wird sehr viel geschrieben, aber kaum jemand liest die Texte ;)