Twittern aus dem Gazastreifen

Eigentlich halte ich mich ja in diesem Blog von jeglichen politischen Themen fern. Als aber noch frisch-gebackener und vor allem skeptischer Twitterer sehe ich jetzt zum ersten mal den wahren Wert, welchen Twitter mit sich bringen kann:

Angesichts der Situation im Gazastreifen, über dessen Lage sich die internationalen Medien meist nur auf Berichte anderer einheimischer Medienanstalten verlassen müssen und somit ein Grossteil der Informationen verloren gehen können, erweist sich Twitter als echter Nachrichtenzusatz.

Einwohner des Gazastreifens berichten hier fast live über aktuelle Geschehnisse und Beobachtungen aus erschreckend persönlicher Sicht! Ohne jegliche Medienfilter gelangen Nachrichten in Echtzeit in das Twitternetzwerk und damit in die ganze Welt.

Natürlich sind auch solche oder eben gerade solche Nachrichten nicht frei von Werturteilen und müssen damit auch immer kritisch betrachtet werden. Sie geben einem jedoch trotz fehlender Bilder oder Videos das Gefühl, viel näher am Geschehen dabei zu sein, als beim Betrachten der Presseartikel.

Hier nur zwei der Twitterer, die sich der Aufgabe angenommen haben und ganz subjektiv über aktuelle Geschehnisse im Kriegsgebiet berichten:

Weitere Meldungen werden in der Regel mit dem Hashtag #gaza markiert und sind somit auch leicht zu finden!

Twitter leistet hier als Microblogging-Plattform wirklich erstaunliches. Die Frage, die Twitter seinen Nutzern immer und immer wieder aufs neue stellt und die sich zuerst langweilig und unspektakulär anhört, bringt eine Macht mit sich, die erst in solchen Ausnahmesituationen wirklich zum Tragen kommt: “What are you doing?”


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5 Kommentare [ Trackback | RSS 2.0 ]

  • PuNkBaStaRd sagt:

    naja, dann zeigt sich doch noch ein absolutes pro für twitter^^

    auch die ganzen news sender und portale haben twitter jetzt für ihren informationsfluss entdeckt und nutzen es als “hilfestellung” für ihre reportagen.

    glg°°

  • Kloni sagt:

    ja…dabei wäre es so einfach, einen FakeAccount bei Twitter anzulegen und über seine “Beobachtungen” im Gaza-Streifen zu schreiben, obwohl man keine ahnung hat, was dort eigentlich abgeht! Von daher kann man nicht wirklich von einer echten Quelle reden…!

  • Chris sagt:

    Interessant sind die Berichte schon! Aber man kann sich halt nie sicher sein, ob sie auch echt sind!

  • PuNkBaStaRd sagt:

    das macht doch den reiz einer berichterstattung aus, oder? man weis nie was man bekommt bzw. wie richtig was ist^^

    glg°°

  • Kloni sagt:

    xD … ja ok, wenn man das ganze so sieht, dann schon!! Ziemlich pessimistische Einstellung :P

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