Unverschämtheit: Microsoft soll EU Strafe zahlen

Die EU spielt sich mal wieder als gemeinnütziger Monopolvernichter auf und droht Microsoft mit einer saftigen Strafe wegen vorinstallierter Software [...]

wie dem Internet Explorer in Vista und Co.

So bringt man eines sich ehrlich und hart zur Monopolstellung herangearbeitetes Unternehmen um die wohlverdienten Früchte seiner Arbeit! Als hätte Microsoft zurzeit nicht genug zu tun um die fast Monopolstellung nicht ganz zu verlieren, da meinen die Europäer einfach darüber entscheiden zu können, was das Unternehmen in sein eigenes Betriebssystem einbauen darf und was nicht. Da muss man sich doch an den Kopf fassen!

Als Grund wird wieder einmal das “Ausnutzen der Monopolstellung” angegeben. Ja natürlich versucht ein Unternehmen seine Monopolstellung, welche es sich über Jahrzehnte aufgebaut hat, irgendwie auch auszunutzen. Und da ist es doch ihr gutes Recht, ihre Produkte gebündelt anzubieten und als Softwarepaket zu verkaufen. Genauso wie es auch bei Office usw. getan wird. Wenn es der Fall wäre, dass Programme von externen Entwicklern überhaupt nicht installiert werden könnten auf Windows Betriebssystemen, dann könnte man diesen Schritt ja noch nachvollziehen … obwohl man sich eigentlich auch dann nicht darüber beschweren dürfte. Aber da würde MS sich ja auch eher das eigene Grab schaufeln.

Woher nimmt sich die EU also das Recht, Microsofts Produktgestaltung derart einzuschränken? Offiziell wird hier natürlich immer auf das Kartellrecht verwiesen, Monopolmissbrauch usw.. Aber wo bleibt denn hier überhaupt noch ein Anreiz für Unternehmen, sich Wettbewerbsvorteile zu erarbeiten, und damit Entwicklungen voran zu treiben, wenn eine Aufsichtsbehörde diese Vorteile direkt wieder zu Nichte macht? Diese Massnahmen schaffen keinen Wettbewerb, in dem sie versuchen Monopole aufzulösen, sie verhindern natürlichen Wettbewerb im Markt und damit stetige Weiterentwicklung!

So…und damit fürs erste genug aufgeregt, und jetzt per Firefox mal informieren, was sonst noch so in der Welt los ist! ;)



18 Kommentare [ Trackback | RSS 2.0 ]

  • Manu sagt:

    Dachte immer es wäre vernünftig Monopole aufzulösen, damit keiner seine Marktmacht ausüben und vor allem ausnutzen kann! Aber die aufgeführten Argumente machen irgendwie auch Sinn!!
    Mich stört es auf jeden Fall nicht. Installier einfach andere Sachen drauf, die ich sonst ja auch installieren müsste.

  • Kloni sagt:

    Ja es macht auch Sinn Monopole aufzulösen um Wettbewerb zu schaffen! Aber das sind meist natürliche Monopole, die man z.B. durch Privatisierung versucht aufzulösen.
    Aber ein Unternehmen darf doch meiner Meinung nach nicht dafür bestraft werden, dass es sich seine Monopolstellung erarbeitet hat, was ja das Ziel der meisten Unternehmen ist und auch sein sollte!

  • Chris sagt:

    vielleicht sollten sie Windows 7 nicht als Betriebssystem verkaufen, sondern als Softwarepaket.
    Und dann auf der Verpackung schreiben: Dieses Softwarepaket enthält: Windows7, Windows Media Player, Internet Explorer, MS Paint, usw…!
    vielleicht könnte man so die EU austricksen :)

  • Kloni sagt:

    @Chris: Ja, das wär vielleicht wirklich eine Idee :D Dann könnten sie doch eigentlich nichts mehr sagen, oder?
    Aber sie werden sicher wieder irgendwelche Gründe finden…wie immer!

  • Markus sagt:

    Mal angenommen, der Internet Explorer wird jetzt nicht mehr miti Windows ausgeliefert, es ist also kein Browser installiert, wie schafft man es dann erstmals ins Internet zu gehen und sich einen Browser runterzuladen? *grübel*

    • Kloni sagt:

      :D ja stimmt, daran hatte ich gar nicht gedacht! Und die EU-Heinies sicher auch nicht! Könnte echt schwierig werden!
      Ohman, das rückt das ganze ja noch in ein viel absurderes Licht :) danke für den Hinweis!!

  • Gerhard sagt:

    Im Grunde wollte ich auch in meinen Worten auf den von Markus geäußerten Gesichtspunkt hinweisen. Solange mir Windows aufgezwungen wird und mir keine sinnvolle Alternative geboten wird, missbraucht Microsoft seine Monopolstellung. Und ich als Kunde kann mich dagegen überhaupt nicht wehren. Also muss dieser Teil von Organisationen übernommen werden, die das viel besser bewirken können als ich. Ob aber die EU dazu fähig ist, wage ich zu bezweifeln.

    Bei dieser Gelegenheit noch ein persönliches Wort an Leon:
    Über Dein Kontaktformular habe ich Dir (vor)gestern vorgeschlagen, auch für das Abonnement der Kommentare ein Email-Abonnement anzubieten. Ist das machbar?

    Ergänzende Information: Die Kommentare zu den zwei von mir abonnierten Themen habe ich gestern alle paar Stunden mit jeweils allen Kommentaren erhalten.

  • Kloni sagt:

    @Gerhard: Aber wenn kein Browser vorinstalliert wäre, macht es doch auch keinen Unterschied, ob du den Internet Explorer oder den Browser deiner Wahl zuerst noch installieren musst. Es ist ja nicht so, dass Microsoft dich daran hindert, einen anderen Browser zu nutzen. Sie liefern lediglich ein Werkzeug mit, welches dir überhaupt schonmal ermöglicht, ins Internet zu gehen….!

    //hab dir zurückgeschrieben ;)

  • Gerhard sagt:

    Hallo Leon,

    vielleicht bin ich ja auf dem falschen Dampfer: Aber ist der Firefox nicht auch ein Browser? Und so weit ich informiert bin, kann ich jetzt nicht einfach den Internet Explorer bzw. Windows XP entfernen.

    Mit drei Fragezeichen
    in meinen Augen
    Gerhard

  • Kloni sagt:

    Man kann den Internet Explorer nicht deinstallieren, das stimmt! Aber so bald man einen anderen Browser installiert (wie z.B. den Firefox), kann man diesen als Standardbrowser festlegen und somit werden u.a. z.B. alle Links dann mit diesem neuen Browser geöffnet. Und aus den Menüeinträgen wie z.B. dem Startmenü kann man den Internet Explorer dann auch komplett mit dem neuen Browser ersetzen lassen!
    Man hat damit den Internet Explorer zwar nicht deinstalliert, kann den neuen Browser, der sich genauso in das Betriebssystem integriert, aber wie den Internet Explorer nutzen.

    Ich hoffe, ich konnte damit die Frage einigermassen beantworten!? :)

  • Monika sagt:

    ich mag Admin sein auf meinem PC und nicht, dass mir ein Betriebssystem vorschreibt was ich deinstallieren darf und was nicht.

    das geht mir eindeutig zu weit und genau deswegen habe ich mir Vista nicht gekauft.

    ändern die ihre Strategie nicht, werden sie mehrere Kunden verlieren,

  • Chris sagt:

    @Monika: dann bleibt dir wohl keine Wahl und du musst dir dein eigenes System basteln! Bei Linux ist meistens Firefox vorinstalliert.
    Und nur weil man den IE nicht deinstallieren kann (stört ja eigtl. auch keinen) kaufst du dir Vista nicht?? naja…ich finde Microsoft darf in sein eigenes Betriebssystem reinpacken, was es will. Ist doch ihr Betriebssystem. Und wem das nicht passt, der muss sich wohl nach Alernativen umsehen. Dafür aber dann wahrscheinlich viel grössere Abstriche machen!

  • Gabriel sagt:

    Sehe ich eigentlich auch so, warum sollen die ihre Software nicht gebündelt anbieten dürfen.
    Sollen die Etwa ein OS ohne Browser verkaufen? Sollen die etwa nur um Ihre Monopol-Stellung nicht auszunutzen Firefox installieren? Nur was wiederum auch richtig ist, ich kann Alternativen installieren, aber der IE ist schon seid Generationen fest im OS verankert, dass nervt!

  • Gilly sagt:

    Ich bin genauso entnervt! Was kann denn Microsoft dafür, dass es niemand anderes schafft sich mit einem Betriebssystem durchzusetzen? Außerdem verhinder MS ja nicht die Installation von einem anderen Browser.

    Was will die EU eigentlich? Dass wir bald zwar noch Rechner mit Windows kaufen können, diese aber keinen Mediaplayer, keinen Browser etc mehr haben? Meine Fresse, super nervig. Ich würde an MS Stelle mal ein bisschen druck machen und mit einem Verkaufsstop von MS-Produkten in der EU drohen. Da wären schnell ein paar Hunderttausend Menschen arbeitslos *aufreg*

  • Kloni sagt:

    “Was will die EU eigentlich?”
    Vielleicht braucht sie dringend Geld?? Und da hat man die Erfahrung gemacht, dass MS da eine gute Geldquelle ist…!

    “mit einem Verkaufsstop von MS-Produkten in der EU drohen”
    :D ja da würden sie blöde Gesichter machen! Aber vielleicht auch nicht das optimalste für das Image von MS…!

  • JamieFraser sagt:

    Ich kann da auch nur sagen, was die EU da veranstaltet ist absoluter “Käse”.

    Es gibt viele Benutzer (z.B. mein Vater) der nicht viel Ahnung von PCs und OS hat und der ist froh, wenn er sich net erst alle Zusatzprodukte kaufen und installieren muss. Vor allem, je mehr zusätzliche Software ich auf mein OS installiere, umso größer ist die Gefahr, dass am Ende nix mehr richtig funktioniert.
    Ich persönlich fühle mich überhaupt nicht eingeschränkt, nur weil der IE oder Mediaplayer ein fester Bestandteil von Windows sind. Ich kann doch alles installieren was ich mag.
    Muss ich jetzt auch die Uhr von Windows deinstallieren können, weil ich lieber eine von Swatch hätte :)

    Was ist mit den ganzen Autoherstellern, die in ihren Autos die Radios und Navis fest integriert haben? Da muss ich die ganze Konsole auswechseln, damit ich ein anderes Radio einbauen kann.
    Was ist mit iTunes? Wenn ich meine iPod synchronisieren will benötige ich iTunes, ohne das geht gar nix. Selbst alternative Software für den iPod benötigt iTunes. Da könnte man doch auch Geld holen, liebe EU.

    Wenn andere Hersteller es nicht schaffen, ein eigenes OS zu programmieren, dann haben sie halt Pech gehabt, so einfach ist das :)

  • azngeek sagt:

    Also ich verstehe dieses ganze Gerede nicht wirklich. Microsoft ist ein riesiges Unternehmen dass mit Windows ein wirklich tolles Betriebssystem herausgebracht hat. Ich benutze schon seit ich denken kann Microsoft Betriebssysteme und habe in der Arbeit nur mit Unix/Linux zu tun.

    Für mich als technisch affinen ist es gar keine Frage welchen Browser ich benutze. Nämlich für jeden Zweck den für mich richtigen. Und das können zur Zeit sowohl der Internet Explorer 6/7/8 als auch Firefox als auch Safari sein. Ich denke Viele werden mir recht geben wenn ich behaupte, dass die ganz großen Intranets ohne Internet Explorer aufgeschmissen wären.

    Und natürlich ist es im Interesse eines Unternehmens, seine Produkte zu pushen. Wenn jemand so viel Geld in die Forschung und Entwicklung eines Produktes reinsteckt möchte man auch einen Benefit davon haben. Verbieten wir doch gleich sämtliche Microsoft Technologien. Die sind doch sowieso alle proprietär und wenn wir dabei sind auch gleich Apple, denn die liefern ihr OS mit Safari aus.

  • Karle sagt:

    Da sieht man mal wie dieses Rechtssystem gestrickt ist.

    Ich finde auch: sie haben das System entwickelt, ist doch ihre Sache, was sie da reinpacken wollen.
    Es trifft am Ende nur die Leute, die keine Ahnung von Computern haben. Die wissen nicht, womit sie da im Internet sind. Und wenn es garnichts mehr gibt, mit dem sie surfen können, verzweifeln die erstmal.

    Abgesehen davon interessiert es diese Art von Leuten auch eher nicht, mit welchem Browser sie jetzt unterwegs sind. Und alle anderen Menschen, die etwas computerversierter sind, sollten selbst in der Lage sein sich Alternativen zu beschaffen.

    Man kann sagen, was man will: aus einer neutralen und objektiven Perspektive gibt es keine vernünftigen Argumente, die gegen eine Integration des IE in Windows sprechen. Vielleicht werden die anderen Hersteller mit ihren Browsern etwas benachteiligt, aber letztlich liegt die Wahl (und das sollte auch so bleiben) beim Endverbraucher. Und man kann einem Unternehmen ja schlecht vorwerfen, dass es versucht, seine eigenen Produkte zu vermarkten. Das dürfte wohl bei allen erfolgreichen Unternehmen der Fall sein.

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