Google: Postboten können doch nicht für Hassbriefe bestraft werden!

Eigentlich absurd! Postboten können doch nicht für den Inhalt der von ihnen zugestellten Briefe verantwortlich gemacht werden … sollte man meinen, findet auch Google! Auf das Internet übertragen würde die Frage aber lauten: Können Webseitenbetreiber für den von den Nutzern generierten Inhalt auf ihren Portalen bestraft werden? Und schon klingt die Frage nicht mehr ganz so absurd!

Und genau um diese Frage geht es mal wieder in einem Prozess gegen Google. Ein auf Google-Video hochgeladenes Handyvideo zeigte unsittliche Sachen, Google löschte das Video direkt nachdem es Beschwerden bekommen hatte, und half auch noch beim Auffinden der Täter.

Nur leider reicht das der italienischen Staatsanwaltschaft nicht. Google hätte die Veröffentlichung des Videos gar nicht erst zulassen dürfen. Nun drohen vier Google-Managern sogar Haftstrafen.

Also wirklich, liebe italienische Justiz, wenn das wirklich die Forderungen sind, dann kann man ja gleich gute Nacht dem Web 2.0 und allem, was danach kommen wird, sagen. User-Generated-Content wird immer weiter an Platz im Internet einnehmen und es wird unmöglich sein, Videos oder andere Inhalte herauszufiltern, welche vielleicht gegen irgendwelche Gesetze in irgendwelchen Ländern verstossen. Wenn man es schafft, umso besser. Aber das kann man doch nicht allen ernstes fordern!

Also ich finde da hat Google genug getan, indem sie das Video sofort nach Beschwerden gelöscht haben und auch noch beim Auffinden der Täter geholfen haben. Und den Vergleich mit dem Postboten, den man nicht für den Inhalt der zugestellten Briefe verantwortlich machen kann, ist auch gar nicht mal so weit hergeholt!

(via Golem)


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