17. Jun. 2010 | Kloni
Wie eine Kleinstadt innerhalb von Minuten seine Schulden abbaut

Eine kleine nette Geschichte, die ich drüben bei Cultstyles eben gelesen habe, die vielleicht nicht ganz in das Blogthema hier passt, aber die ich euch trotzdem nicht vorenthalten wollte.
Es ist August: eine kleine Stadt an der Riviera, Hauptsaison, aber es regnet, die Stadt ist leer. Alle haben Schulden und leben auf Kredit. Zum Glück betritt ein reicher Russe eines der Hotels.
Der Russe will ein Zimmer, legt 500 Euro auf den Tisch und geht, um sich das Zimmer ansehen.
Der Hotelchef nimmt das Geld und rennt zum Metzger, um seine Schulden zu begleichen.
Dieser nimmt die Banknote und rennt zum Schweinezüchter, um seine Schulden zu regulieren.
Dieser nimmt die 500 Euro und rennt zum Futterlieferanten, um seine Schulden zu reduzieren.
Dieser nimmt das Geld und gibt es der Prostituierten, bei der er laufend auf Kredit war.
Die Prostituierte nimmt das Geld und rennt zum Hotelchef, um ihre Schulden für das Stundenzimmer zu begleichen.
Genau in diesem Moment kommt der Russe zurück, sagt, das Zimmer gefalle ihm nicht, nimmt seine 500 Euro zurück und verlässt die Stadt.
Fazit:
Niemand hat etwas verdient, aber die ganze Stadt hat keine Schulden mehr und schaut plötzlich wieder völlig optimistisch in die Zukunft.
Und jetzt darf über mögliche Haken und realwirtschaftliche Relevanz der Story philosophiert werden! ;)
(Bild via B℮n)

Haha ja nicht schecht. Und die Moral der Geschicht: Schulden sind wie Dominosteine … nur einer muss halt eben den ersten Stein umschubsen?! ;)
kuhl….seh ich auch so.
schöne Idee
HAHAHA Danke dafür. Das frage ich mich seit Jahren. Wenn alle irgendwo immer nur Schulden haben, muss sic hdas doch irgendwie aufheben. Wo ist der Denkfehler? Oder sind wir nur viel zu einfache Menschen und verstehen das alles nur nicht ;-)
@Roland: Eben, sie hätten den Geldschein ja eigentlich gar nicht gebraucht. Sie hätten sich theoretisch gegenseitig einfach alle Schulden erlassen können. Aber das zu koordinieren, da ist der Mensch wohl einfach nicht in der Lage zu! :)
@Roland
vielleicht die Zinsen?
http://borgdrone2o8.blogspot.com/2008/09/wie-funktioniert-geld.html
@borg drone: Ja Zinsen dürften das ganze nochmal verkomplizieren. Allerdings, wenn in dem Dorf ein "Marktzins" geherrscht hätte, hätte sich letztendlich auch nichts geändert. Wären halt anstatt 500 immer etwas mehr … aber eben bei jedem.
Imho ist das doch nur ein zinsloser Kurzzeitkredit (gibt es das überhaupt). Letztendlich hat der Schweinezüchter ja auch nur seine Schuld reduziert. Irgendeiner ist doch in der Kette immer der Arsch der auf seinen Schulden sitzen bleiben wird.
Der Schweinezüchter hätte ja auch mit den 500 seine gesamten Schulden zurückzahlen können. Ist ja nur ein Beispiel, dass er eben etwas mehr als die 500 als Schulden hat. Vielleicht noch den Rest bei dem Friseur um die Ecke, der wiederum beim Gemüsehändler, usw.
nun
das erste problem is… nich jeder hat bei jedem genauso viel schulden und nicht jeder hat schulden.
Der der Verleiht bekommt doch Zinsen über den Betrag hinaus den er vergeben hat. Woher sollte er (in einem Geschlossenen System) diesen Übertrag erhalten?
Das ganze is in dem Link aber schön erklärt, denn es gibt ja noch die Bank, die dafür sorgt, dass es eben nicht so funktionieren soll wie in der Geschichte.
Super Geschichte!
Finde ich echt top! Und da sieht man mal wieder, die ganzen Schulden in der Welt sind einfach nur optional und ein gegenseitiges Streßmachen.
Beste Grüße
Im Prinzip geht es doch darum Geld in Umlauf zu bringen. Um ein realwirtschaftliches Beispiel zum Anfang der Krise zu nehmen:
Die BRD nimmt Schulden auf, pumpt Geld in die Wirtschaft, die Menschen geben Geld aus, da Sie alles positiver sehen, der Staat bekommt Steuern auf das ausgegebene Geld und zahlt “einen Teil” der Schulden wieder zurück.
Der Rest wird heute eingespart ;)
Wer sagt das Zinsen sinnvoll sind? Nach mir die Sintflut. Das erkannte schon Albert Einstein. Zinsen sind ein Verbrechen und es gab schon Ideen wie es besser lösbar wäre.
ich red ja nich von sinnvoll, sondern möchte erklären warum es nach diesem beispiel nicht funktioniert.
Mathematisch gesehen sollte es jedem Siebtklässler klar sein, das unser Geldsystem unfunktionabel ist nur sieht das unser Lehrsystem nicht vor so etwas beizubringen.
auch in VWL oder BWL beschreibt man die dinge immer nur in einem Ausschnitt und nie im Gesamtsystem. Dem ganzen noch ein gewisses elitäres Denken beigemischt und jeder Bänker oder Broker glaubt er arbeite in Strukturen die für das Wohlergehen seiner Kunden sorgen.
@ Roland
Wenn du keine Zinsen verlangst leihst du mir doch mal eben 100€, oder? Du kriegst sie auch garantiert zurück!!!
(Die Frage ist nur wann, und was ist wenn ich sterbe? Da hättest du doch lieber Zinsen verlangt, oder? Wenigstens ein bisschen, damit das Risiko nicht so groß ist das ganze Geld zu verlieren…, Ganz nebenbei: Dank Inflation zahl ich dir in 20-30 Jahren das Geld locker zurück, sind dann ja nur noch eine Hand voll Euros, oder anders gesagt, du kannst dir für die 100 € die ich dir zurückgeb nix mehr kaufen)
Alex
Herr Drone, Sie haben meine volle Zustimmung.
Ohje, und du glaubst du hättest die grosse Ahnung und würdest alles überblicken und hochausgebildete Leute, die sich Tag für Tag mit solchen Sachen beschäftigen, mal eben die (Finanz)Welt erklären?! Schon ziemlich eingebildet, findest du nicht?
@Herr Mainsfeld:Ich weiß nicht wen Du meinst, aber diese "hochausgebildeten" Leute fahren gerade ein paar Firmen/Betriebe/Länder durch Habgier gegen die Wand. Stimmt jetzt wo Sie es sagen, sehe ich wie blühend unser Land doch ist dank dieser Fachleute die hoch bis zum Bankchef ihr Geld illegal außer Land schaffen. Ja das Sind wirklich Spezialisten.
Bist Du nicht auch eingebildet, wenn Du genau das gegenteil behauptest als würdes Du das alels viel besser wissen?
Ich habe ja nicht behauptet, ich wüsse alles besser. Eben weil die Zusammenhänge hochkomplex sind. Auch wenn man glaubt leicht den Überblick zu haben, das ist vermessen!
Und man darf auch nicht den Fehler machen und alle über einen Kamm scheren. Klar haben Manager ihre Bank oder ihr Unternehmen an die Wand gefahren. Oft, auch nicht immer, auf Eigenverschulden. Aber ein Grossteil der Banken arbeitet doch immer noch solide, hält das Wirtschaftssystem am laufen, investiert nicht, oder nur in Massen, in hochspekulative Anleihen etc.
Und auch ein Grossteil der Unternehmen haben noch in der Krise neue Leute angestellt, wachsen in Massen und deren Manager zahlen ganz normal Steuern ect usw.
Nur weil einige den Hals nicht voll bekommen konnten, kann man doch allen Führungskräften ihre Fähigkeiten nicht einfach so absprechen und meinen, man wisse wie der Hase läuft. Also etwas differenzierter muss es nun schon sehen…!
Ja, das ist uns ja schon klar. Aber mal einen Denkanstoß darf man doch mal stellen.
Das ist doch wie mit dem Fischer der faul in der Sonne liegt und der Tourist ihm die komplizierte Welt erklären will.
Als die Spekulanten in D wieder etwas atmen konnten, konnte man draußen im Ärmelkanal die Öltanker beobachten, wie sie vor dem Hafen lauerten, bis der Ölpreis nach oben schnappte und erst dann einliefen um Ladung zu löschen.
Wirtschaft ist nicht mehr ein System um eine Gesellschaft am Laufen zu halten. Es ist ein Vehikel geworden für 3-2-1 MEINS!
Um diese Vorgänge transparenter zu machen und mal innezuhalten zwischen all diesen Milliarden (die kein Mensch mehr erschreckt) finde ich dieses kleine Beispiel ziemlich gut.
Ja das stimmt, ich find's auch gut, regt zum Nachdenken an.
"Wirtschaft ist nicht mehr ein System um eine Gesellschaft am Laufen zu halten. Es ist ein Vehikel geworden für 3-2-1 MEINS! "
Kann man so sehen … aber war es jemals anders? Wurden nicht immer vor allem Eigeninteressen vertreten? Hat bei der Industrialisierung jemals einer, der eine neue Maschine erfunden hat, an das Gemeinwohl gedacht? Wohl kaum. Und trotzdem hat sich durch die Industrialisierung der Wohlstand unglaublich erhöht. Natürlich nur ein Beispiel.
Ist mir jedenfalls allemal lieber, mit Ethik bedacht, seine Eigeninteressen zu verfolgen … als wenn der Staat sagt wer wann was wie herstellen/machen soll.
Ja, da gebe ich Dir ja Recht. Wenn eine Maschine erfunden wurde um damit den Wohlstand zu mehren dann hat derjenige auch sein Geld verdient. Das ist ja völlig in Ordnung. Aber heute wird doch nur noch aus Geld widerum Geld gemacht. kein Gegenwert, kein Dienstleistung. Mit welchem Recht wird da Geld verdient. Mit welchem Sinn? Nur damit das Geld als solches wertlos wird? Wen ndas die Lösung ist, dann verstehe ich die Idee dahinter nicht.
Der Staat sollte schon sagen können was Sache ist und nicht jeder zb sein eigenes AKW bauen dürfen. denn da beginnt doch schon das ganze übel. Sie erzählen mir das Märchen vom Kasernenhof Sozialismus, das ist unsachlich. Darum geht es hier gar nicht.
Sehen Sie wiedie Krankenkassen Insolvenzen anmelden? Warum nicht eine Krankenkasse für alle. Nur so kann es funktionieren. Der soziale Gedanke muss im Vordergrund stehen sonst könen wir uns mit dieser schwarz rot gold Flagge den Hintern wischen. Aber das scheint mir beinahe schon unabwendbar.
"Warum nicht eine Krankenkasse für alle."
Weil dann der interne Wettbewerb zwischen den Krankenkassen fehlen würde, der doch letztendlich uns zugute kommt mit niedrigen Beiträgen und höheren Leistungen. Klar, man kann davon sagen "davon merk ich aber nichts".
Aber ob eine staatliche Krankenkasse sozialer wäre, würde ich mal stark bezweifeln. Wo sollen die Beitragssätze liegen und welche Leistung soll damit verknüpft sein? Die optimale Beantwortung dieser Fragen traue ich der Politik nicht zu. Und auch würden Wahlmöglichkeiten fehlen, seine Krankenkasse und damit das Leistungs-/Beitragsverhältnis möglichst individuell wählen zu können.
Naja, aber ich merke schon, wir kommen wohl nicht mehr zusammen mit unseren Meinungen! Aber das ist ja auch gut so … wäre ja langweilig sonst! :)
Individualität. Mit diesem Auto erben Autohersteller und doch sind alle gleich. Sie fahren von A nach B. Aber bei Krankenkassen? Lächerlich. Ich kenne genug jammernde Privatpatienten die nicht mehr aus ihrer Individualität rauskommen und die Kopfpauschale ein drittel des Geldes für Krankenkasse für Frau und drei Kinder draufgeht.
Wer glaubt den an Individualität bei Krankenkassen? Ja, eine staatliche Krankenkasse könnte sich all diesen Quatschwerbungen und Bürokratengedöns sparen. Zu viel Wettbewerb lässt nämlich erstarren! Das habe nwir auch gelernt.
Ich habe keinen Bock mehr auf Helmut Kohls Aussitz Marktwirtschaft wir sehen wo es geendet ist. Aber wie es weitergeht, das wird noch heftig. Wir werden froh sein überhaupt krankenversichert zu sein! Und "Individualität am Krankenbett" klingt wirklich wie eine dieser peinlichen TV Spots von deutschen Autohersteller. Denn das ist ja auch eine sooooo dolle Branche, die im letzten Jahr fast verschwunden wäre. Schade das es die noch gibt.
Naja, sehr viel Spekulation und Hypothesen in deiner Argumentation.
Also manchen kann man es halt auch einfach nicht recht machen. Auf der einen Seite wollen sie frei entscheiden können, mitbestimmen, nicht bevormundet werden etc. Und auf der anderen Seite fordern sie weniger Wahlfreiheit bei ihrer eigenen Versicherung.
Und das ist ja wohl ein schlechter Scherz, dass du die Autoindustrie wegwünschnst. Übernimmst du dann die ganzen Transferleistungen für die arbeitslos gewordenen? Dann bitte. U.a. dann übrigens auch noch deren Krankenkassenbeiträge, die auch nicht kleiner werden bei einer staatlichen Krankenkasse, weil so manche Löcher im Staatshaushalt gestopft werden müssen. Es lebe der Populismus.
Hallo Frank
Die (Finanz)Welt zu erklären ist nicht im Ansatz so Kompliziert wie sie dargestellt wird.
Es gibt komplexere Systeme in der Mathematik und die werden hervorrangend überschaut.
Es so darzustellen, man könne die Welt nicht überblicken kommt dem, "Gottes Wege sind unerforschlich" gleich.
Frei nach dem Motto "Man muss nicht alles wissen um alles zu wissen", ist es nicht notwendig zu wissen womit sich "hochausgebildete Leute" Tag für Tag beschäftigen.
Das bedeutet, ich muss nicht die letzte Stelle von Pi kennen um einen Kreis genügend genau zu berechnen.
Der Tenor liegt in dieser Sache doch eher in der Gesellschaftspolitischen Entwicklung als ein unfunktionales Geldsystem bis ins Detail zu analysieren.
Gesellschaften haben sich entwickelt und sind zusammengewachsen. Seit 500 Jahren ist der Planet nun Rund und damit ein "geschlossenes System", dh Ausbreitung in Richtung unendlich nicht mehr möglich.
Ein weiterer Punkt ist Lebensqualität und soziale Strukturen. Und ich denke darum geht es letzten Endes, wenn es um Schulden geht.
Die Steigerung von Lebensqualität setzt Bildung und Technologie voraus. Der Mensch war immer bestrebt sich die Arbeit zu erleichtern und den Zeitaufwand zu veringern. Wenn Bildung und Technologie nun nicht allen zur Verfügung steht, entstehen unterschiede in der Lebensqualität.
Die Wirtschaftsstrukturen bis dato erlauben es gar nicht alle Menschen an allem Teilhaben zu lassen und erfordern in vielerlei Hinsicht sogar diese Unterschiede. Wir befinden uns in einem Verdrängungswettbewerb.
Soziale Institutionen wie Krankenkassen, Rentensysteme, AV, Versicherungen etc. benötigen keine Konkurrenz. Es ist ein "Pott" in den alle einzahlen und davon partizipieren die die es benötigen.
Eine Splittung bedeutet in erster Linie Grundsätzliche Verwaltungsstrukturen zu finanzieren, Werbekosten, Preisdruck in Produkten, Dienstleistungen und Gehalt (auf wessen kosten).
Auch haben diese Institutionen kein Rechtdarauf Gewinne zu erwirtschaften.
Überhaupt.
Bedeutet in einem geschlossenem System immer, das ein Gewinn für jemand anderen ein Verlust ist.
Um das zu verstehen benötigt man noch nicht mal BWL. Und das ist auch das was man beobachten kann auf diesem Planeten.
Dort wo durch Patente und Copyrights Technologie und Bildung nicht allen zur verfügung steht, dort bremst es die Entwicklung und die Lebensqualität und schafft Unterschiede.
ALs Beispiel hierfür ist das internet genannt. Es wäre durch seine Grenzenlosigkeit nicht im Ansatz heute für soviele verfügbar und hätte heute noch nicht eine solche Qualität.
Btw, die meiste, notwendigste und wichtigste Arbeit wird auf diesem Planeten durch Gemeinwesenarbeit erledigt, welche keine Geldstrukturen sondern die Notwendigkeit zur Grundlage hat.
Ich bin gern bereit und interessiert sachlich das Thema weiterzuführen.
Hi,
ja in vielen Dingen bin ich da absolut deiner Meinung. Ich wehre mich einfach dagegen, wenn jemand durch 2-sekündiges überlegen meint, ein Zusammenhang / ein System verstanden zu haben, bei dem ich jedoch Tag für Tag mitbekomme, wieviele Leute sich mit nichts anderem beschäftigen, als sich diesem Zusammenhang zu nähern und sich damit beschäftigen. Wie man es dreht und wendet … eine triviale Lösung gibt es in vielen Fällen einfach nicht. Und das gar nicht mal unbedingt hochmathematisch gedacht, sondern auch bei ganz anderen Theorieansätzen.
Und die Welt ist eben nunmal nicht mehr so einfach zu verstehen wie noch vor einigen Jahrzehnten. Denn vor allem der Kapitalmarkt ist so abstrakt und komplex, und mit den Ansätzen aus der Realwirtschaft kaum mehr zu erfassen. Und wenn dann jemand kommt und sagt, dieser ganze Kapitalmarkt ist sowieso nur dazu da, diese gierigen Banker noch reicher zu machen, dann ist das ziemlich kurzsichtig und engstirnig.
Mit Bildung, Technologie etc. wie gesagt, das sehe ich ganz ähnlich.
Wenn du sagst, soziale Institutionen sollten einfach ein konkurrenzloser Pott sein, in dem eingezahlt wird und wieder herausgenommen wird, dann mag das wohl idealerweise stimmen und wäre auch letztendlich das Ziel.
Nur glaube ich scheitert dieser Ansatz in der Praxis. Der Pott würde mit jeder Regierung neu umgekrempelt werden, Beiträge ändern sich, Auszahlungen ändern sich etc. Diese Instabilität wäre Gift für das Vertrauen in dieses System. Und dort schafft ein Markt, ein gewisser beaufsichtigter Konkurrenzkampf, eine Stabilität, die solch ein System braucht, weil es über Generationen verlässlich sein muss. Wenn ich jetzt in die Rentenkasse einzahle, dann will ich sicher sein, dass ich auch die Rente bekomme. Ob ein demographisch auf der Kippe stehender Staat dies von sich aus sicherstellen kann, bezweifle ich zum Teil.
Und das ein Gewinn auch immer ein Verlust ist, ist auch klar. Nur soll der, der mit seinen Ressourcen haushälterischer umgeht als ein anderer, nicht auch irgendwo mehr vom Kuchen abbekommen? Es müssen doch gewisse Anreize geschaffen werden, dass ich die eingesetzten Ressourcen klug einsetze. Ein Anreiz, der eben aus einem gewissen Marktgewinn besteht.
Und dieser Gewinn ist ja nicht aus diesem geschlossenen System verschwunden. Er fliesst ja wieder hinein, schafft z.B. dort Arbeitsplätze, wo auch die Nachfrage herrscht etc.
Und was Patente und Copyrights angeht, aber da scheiden sich ja die Geister, bin ich aus unternehmerischer Sicht absolut der Meinung, dass es diesen Schutz geben muss. Eben damit Entwicklungen voran getrieben werden. Wer entwickelt denn noch ein energiesparendes Auto, dessen Entwicklung in die Mrd. geht, wenn ich nicht nachher die Sicherheit habe, dass ich von dieser Entwicklung auch profitieren werden. Und nicht der Chinese oder wer auch immer vorbei kommt, sich das Auto einmal anguckt, es billiger nachbaut, und mir den Markt wegschnappt. Dann bleibe ich aber auf meinen Entwicklungskosten sitzen und werde mir wohl die nächsten Entwicklungen komplett sparen.
Genauso verhindert man doch Entwicklung, wenn es sich nicht mehr in irgendeiner Form lohnt, erst einmal tief in die Tasche zu greifen.
Und das mit der Gemeinwesenarbeit sehe ich auch wieder so wie du! :)
danke Frank, das du sachlich bleibst.
Ich möchte gern darauf antworten, es ist schon spät und ich überlege wie man das im Detail machen kann, denn du sprichst viele Punkte an auf die ich genauer eingehen muss.
Ich werde ne Nacht drüber schlafen und Antworten haben.
Schön das es Gemeinsamkeiten gibt. An den Unterschiedlichkeiten kann man lernen.
Warum soll ichdie Autoindustrie retten wollen? Darauf bauen doch diese Hansel. Wir sollen diesen Quatsch kaufen der schon in Richtung Dinosaurier geht um sie am Leben zu halten? So viel Gutmensch bin ich nicht. Das ist doch genau das Vehikel auf die die Industrie setzt "Wenn wir steuern zaheln müssen, gehen wir ins Ausland".
Die Arbeitsplätze von VW und Mercedes sind doch zum großen Teil sowieso im Ausland, oder sehe ich das falsch. Schau doch mal wo der Großteil der Fahrzeuge gebaut wird und das soll ich unterstützen?
Sollen sie doch ganz abziehen, dafür kommt jemand anders. Den Banken diesen großen Global Player steckt man das Geld rein, aber der kleine Bäcker bei mir um die Ecke geht pleite. Sollte man nicht dort ansetzen? Mir ist der Bäcker um die Ecke wichtiger wie eine "deutsche" Autofabrik in China. Glaubwürdiger auf jeden Fall.
Populismus ist dann wenn der einfache Mann eine Meinung hat und ein Banker/Politiker sgat "Das versteht der kleine Mann nicht". Klar, wir sind ja auch alle dumm, oder nur ehrlicher? Seltsam der dämliche Eindruck den diese Wirtschaftsstudenten aus den 80auf mich hinterlassen hat, hat sich bewahrheitet.
Achje Roland, diskutier doch mal, anstatt eine undurchdachte Meinung, man könnte auch Parole sagen, nach der anderen abzulassen.
Ich habe nicht davon geredet, die Autoindustrie mit Steuergeldern zu retten. Nur die gesamte Industrie wegzuwünschen ist doch einfach Quatsch und unsachlich. Und klar ist der Grossteil der Arbeitsplätze von VW und Co. im Ausland. Ja und? Aber eben auch sehr viele hierzulande.
Ach was solls, ich warte lieber auf Borgs Argumente. Das ist spannend und interessant Und man kann darüber diskutieren … nicht wie über irgendwelche rausgehauenen Meinungen, die jeglichen Tiefgang vermissen lassen. Und das bestätigt auch nur … wenigstens ein gewisses Grundwissen ist schon notwendig, um überhaupt in der Lage zu sein, über gewisse Dinge diskutieren zu können.
Ich könnte dich jetzt auch einfach mal als "dämlich" bezeichnen, ohne zu sagen warum … aber komm, das haben wir doch nicht nötig!
Nein, ich bin des diskutierens müde. Ich wünsche mir ja nicht die Industrie weg. Ich sagte doch, wenn die Industrie anfängt das Land zu erpressen, dann soll sie gehen, es kommt jemand anders und füllt die Lücke auf, da bin ich mir sicher.
Aber irgendwann ist einfach Schluß mit diskutieren und die Zeichen gehen in die Richtung und ich habe auch keinen Bock mehr dieses Wirtschaftsgerede reinzuziehen. Ich mag nicht mehr über Kapital und Ertrag diskutieren und um den heißen Brei reden.
Die Essenz ist, es stinkt den Leuten und die Aggressivität nimmt zu und das wird ignoriert oder mit Gesetzen abgedichtet. "Wehret den Anfängen", würde ich sagen, aber der Geldbeutel sitzt der Regierung näher. Bankchefs mit illegalen Konten in Liechtenstein und Schweiz. Was soll man sagen, der Fisch stinkt vom Kopf her.
Habe ich Dich als "dämlich beschimpft?",das tut mir leid, ich wusste nicht, dass ichDich damit treffe.
Aber man sieht einen Manager im TV der gerade mal 5000 Leute entlässt und der sagt "Das die Leute den Job jetzt verlieren (und meine Prämie um 200% erhöht wird dafür) das ist dem Arbeiter schwer zu vermitteln."
Die Zeichen stehen auf Sturm und in den Ecken Europas geht es los. Tut mir leid, dass ich nicht gewillt bin auf diese heiaPopeia Diskussion einzusteigen, ich habe es satt.
@ Herr Drone: Ich habe sehr oft genickt bei ihrem Text. Danke. Ich denke beidem Thema schon lange aus dem Bauch heraus. Danke für die Sachlichkeit.
hab noch n Nachtrag gemacht..,
warte wie gespannt auf Antwort
Passend zum urspruenglichen Posting:
Am hellichten Tag bekommt die attraktive Ehefrau Besuch vom besten Freund ihres Mannes.
Er bietet ihr 200 Euro für ein Schäferstündchen.
So kurz vor dem Monatsersten ist sie nicht abgeneigt.
Am Abend fragt der Mann: "War Klaus hier?"
"J-j-aa – aber warum fragst du?"
"Er wollte die 200 Euro zurückbringen, die ich ihm gestern geliehen habe!"
mh, Borg, wo denn? Oder bin ich nur blind und sehe es nicht?! :)
Oder wurde der Kommentar gelöscht? Weil Roland schreibt ja auch "Ich habe sehr oft genickt bei ihrem Text", oder meint er den Text, den ich schon beantwortet habe? Einen weiteren sehe ich nämlich wirklich nicht. :)
@Frank Mainsfeld das gleiche habe ich mich auch gefragt. Scheinbar verschluckt Buzz wieder Kommentare. Eben, in einem anderen Thread auch… :-/
Ohje, ok, danke für den Hinweis! Fürchte mal, der Text war auch nicht gerade kurz. :| Schade!
ich hab mal absätze getrennt und überschriften dick gemacht….kann ja so keiner lesen….und hab den abschnitt Konkurrenz hinzugefügt
wow, das hier so eine Diskussion über das Thema entbrennt habe ich nicht erwartet ;-) Ich hab zwar mit meinen Freunden zu Hause auch darüber diskutiert, aber das HIER ist enorm! Jetzt ist mir wieder bewusst, wieso ich hier regelmäßig vorbeisurfe ;-)
liebe Grüße
ohja, ich bin auch positiv überrascht!! :)
wenn man bei euch drüben kommentieren könnte, vielleicht wäre es dann ähnlich?! ;)
(warum kann man eigentlich nicht?)
Ahja, und ich hoffe ich durfte den Text einfach so übernehmen?! ;)
Gruss