Areva: Imposante Animations-Werbung für Atomstrom

Werbeclips - 11. Jan. 2011 von Andreas // 13 Kommentare

Areva: Imposante Animations-Werbung für Atomstrom - areva

Erinnert sich noch jemand an Logorama? Das Filmstudio H5, das letztes Jahr genau dafür den Oscar für den besten animierten Kurzfilm bekommen hat, hat in diesen Tagen sein nächstes Projekt veröffentlicht. Und das war wohl mindestens genau aufwändig in der Produktion.

Über 100 Kreative aus den unterschiedlichsten Bereichen haben bei diesem 60-Sekündler mitgearbeitet. Eine vollständig animierte Zeitreise durch die Geschichte der Energieproduktion, von der ersten Windkraft im babylonischen Zeitalter, über die Nutzung von Wasserkraft im Mittelalter, bis hin zur ersten Ölbohrung und schliesslich der modernen Atomkraft. Sehr imposant!

Das ganze ist ein Clip für den französischen Atomkonzern „Areva“, der dadurch die Unverzichtbarkeit von CO2-neutraler Energieversorgung kommunizieren möchte. Und egal was man jetzt von Atomstrom hält, dieser Clip ist einfach atemberaubend und schon allein für sich ein wahres Kunstwerk!

Und wer dem Französischen mächtig ist (leider gibt es keinen Untertitel dazu), kann sich hier noch das Making-Of des Videos anschauen, in dem man mal wieder erst so richtig sieht, wie viel Arbeit dahinter steckt … und auch, dass der Soundtrack extra vom London Symphonic Orchestra eingespielt wurde.

Ab 15. Januar läuft der Clip sogar dann u.a. auch in Deutschland in den Kinos.

(via)


13 Kommentare [ Trackback | RSS 2.0 ]

  • YiGG sagt:

    Imposante Animations-Werbung als Energie-Zeitreise http://yigg.it/myyjk

  • Maik sagt:

    Echt sehr gut! Fullscreen auch sehr empfehlenswert! ;)

  • Silke sagt:

    Stimmt schon. Der Clip ist toll. Atomstrom wird dadurch trotzdem nicht besser ;)

  • Anonymous sagt:

    @Silke:
    Wirklich? Wenn Du nach Faktenlage entscheiden willst anstatt nach dem, was politische Aktionskommittees und zwielichtige (Spendensammel-)Interessengruppen so an Desinformation in die Luft schleudern, lies‘ Dir mal den folgenden Link des rennommierten (und eher linksliberalen, UMWELTAKTIVEN!) Magazins SCIENTIFIC AMERICAN durch:

    http://www.scientificamerican.com/blog/post.cfm?id=split-decisionor-nuclear-fall-in-wh-2010-08-16

    Der Autor startete auch als AKW-Gegner, hat sich dann mit offenem Visier über die Faktenlage informiert und… voila…

  • Markus Roder sagt:

    Oh – „Anonymous“ bin übrigens ich – zu doof, wenn man beim Refresh vergisst, seine persönlichen Infos noch einmal neu einzutragen…

    @Silke:
    Wirklich? Wenn Du nach Faktenlage entscheiden willst anstatt nach dem, was politische Aktionskommittees und zwielichtige (Spendensammel-)Interessengruppen so an Desinformation in die Luft schleudern, lies’ Dir mal den folgenden Link des rennommierten (und eher linksliberalen, UMWELTAKTIVEN!) Magazins SCIENTIFIC AMERICAN durch:

    http://www.scientificamerican.com/blog/post.cfm?id=split-decisionor-nuclear-fall-in-wh-2010-08-16

    Der Autor startete auch als AKW-Gegner, hat sich dann mit offenem Visier über die Faktenlage informiert und… voila…

  • philipp sagt:

    und wie stehts jetzt, 2 monate später, um die faktenlage?

  • Markus Roder sagt:

    Immer noch genauso.
    Ein tragischer Unfall mehr, der wirklich schlimm ist.
    Aber bislang selbst nach pessimistischsten Schätzungen immer noch weniger Menschenleben gekostet hat als Kohle in einem „normalen“ Jahr.

    Und bei Dir?

  • Silke sagt:

    @anonymus: Ich _entscheide_ nach Faktenlage. Fakt ist, dass wir menschliches Versagen nie ausschließen können. Fakt ist, dass wir die Folgen eines AKW-Unfalls nicht neutralisieren resp. reparieren können. Fakt ist, Atomenergieerzeugung ist für uns zu gefährlich.

  • Markus Roder sagt:

    @Silke:
    Ersetze „AKW“ und „Atom“ in Deinem Kommentar durch „Kohle“ und Du liegst sogar noch richtiger (oder fällt Dir eine Möglichkeit ein, Treibhausgase in der Atomsphäre oder radioaktive Flugasche in der Nähe von Kohlekraftwerken zu „neutralisieren bzw. reparieren“?).

    Beides GLEICHZEITIG abschalten geht aber nicht.
    Und was jetzt?

  • Silke sagt:

    Mir fällt die Möglichkeit ein, Kohlendioxid zu lagern. Mir fällt die Möglichkeit ein, mit Kohlendioxid Algen zu „füttern“. Mir fällt die Möglichkeit ein, bessere Filter herzustellen. Mir fällt jedoch KEINE Möglichkeit ein, Radioaktivität zu neutralisieren, oder durch radioaktive Strahlung zerstörtes Zellgewebe zu reparieren.

  • Markus Roder sagt:

    @Silke:
    Es gibt keine sichere Möglichkeit, CO2 zu sequestrieren. Alle können bei „Unfall“ wesentlich schlimmere Folgen als jeglicher Nuklearunfall haben. Überdies fällt bei der Verbrennung fossiler Rohstoffe so viel CO2 an, dass eine „Endlagerung“ auch bei absoluter Sicherheit so gut wie unmöglich wäre. Von einer krassen Reduzierung des Wirkungsgrades entsprechender Kraftwerke ganz abgesehen.

    Nein, sinnvoll ist allein Ausbau der regenerativen Energie und vor allem Ausbau der Speichermöglichkeiten. Rational (also ohne Strahlenangst) betrachtet, besteht aber kein Zweifel, welchen weniger gute Energieträger man ZUERST abschalten sollte: Kohle.

  • Silke sagt:

    Hi Markus ;)
    Dem Ausbau erneuerbarer Energien stimme ich zu. Aber der Reihenfolge nicht. Trotz der Luftverschmutzung und der damit einhergehenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen – vergleiche ich die Folgen eines Unfalls in einem AKW und die in einem Kohlekraftwerk, schneidet das AKW um Längen schlechter ab. Hierbei sterben an den Folgen nicht nur Menschen, sondern es wird auch ein Großteil der Fläche unseres Landes auf einen nicht einzugrenzenden Zeitraum verseucht und unbrauchbar. Siehe Tschernobyl. Ist dir klar, dass dort noch immer ständig mehrere hundert Menschen arbeiten müssen, um den strahlenden Müll zu versorgen? Wie würde es sich auf Deutschland auswirken, wenn ein halbes Bundesland nicht mehr betreten werden darf, außer von Menschen, die dabei krank werden und nach erreichen einer festgelegten Höchstbelastung gegen ’neues Menschenmaterial‘ ausgetauscht werden müssen?
    Falls du mit deiner Beurteilung der CO2-Gefahr richtig liegst, nehme ich lieber in Kauf, dass Deutschland für ein paar Jahre mehr Strom importieren muss, bis genügend regenerative Energieerzeugungsanlagen gebaut wurden. Es ist durchaus möglich, beide Formen der Energieerzeugung zeitnah gegen bessere auszutauschen. Eine Entscheidung _gegen_ den Atom-Ausstieg, egal wofür, ist aber der falsche Weg.

  • Silke sagt:

    PS: Ich halte es allerdings auch für falsch, dass wir glauben uns zwischen einem von Beiden entscheiden müssten. Müssen wir nicht. Wird uns nur suggeriert. Das regelt sich ganz schnell über Angebot und Nachfrage. Wenn in Deutschland nur noch erneuerbare Energien zugelassen werden, werden die jetzt jammernden Konzerne die ersten sein, die schnell ihre Produktion umstellen.

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