#GEWINNSPIEL – 10 Fragen an… Simeon

Simeon macht freshen Funky Pop auf Deutsch und hat mir direkt gefallen, nachdem ich die erste Single „Kopfsprung“ gehört hatte. Wahrscheinlich wüsste ich nicht mal, dass es die Band gibt, wenn Simeon mich nicht über Instagram angeschrieben hätte. Mit einem vorsichtigen „Hey sorry wenn ich dich so plump anschreibe…“, war der Anfang gemacht. So einfach kann es sein.

Auf einer Veranstaltung, die sich S4TP „Something for the People“ nennt, haben wir uns dann persönlich kennengelernt. S4TP ist ein Band-Contest, der durch mehrere Städte läuft und laut Website Deutschlands einziges Mixed-Music-Battle-Format ist. Der Contest fand im Festsaal Kreuzberg als Vorprogramm von Tom Beck statt, der an diesem Abend der Headliner war. Jede Band oder Interpret hatte acht Minuten Zeit, um das Publikum von sich zu überzeugen. Im Finale standen Sic`nis, Davie Jones und eben Simeon. Das Publikum durfte per Jubel die Entscheidung über den Gewinner treffen.



Vor der Veranstaltung nahm mich Simeon an der Tür des Festsaals in Empfang und wir haben uns hinter der Bühne im Backstage mit der kompletten Band getroffen. Simeon – das sind Simeon, Georg, Tilmann und Rüdiger. Wirklich sehr freundliche und aufgeschlossene Jungs, denen man die Nervosität wegen des bevorstehenden Battles angemerkt hat. Als es losging, stellte ich mich ins Publikum und lies alles auf mich wirken. Die ersten Gigs von Davie Jones und Sic`nis waren schnell vorüber. Acht Minuten sind nicht sehr viel, aber es reichte, um sich einen Eindruck von den Interpreten zu verschaffen. Nach den beiden musste dann also Simeon ran. Was soll ich sagen – sie haben alle mitgerissen und es wurde noch nach mehr verlangt. Ja, da hatten sie mich. Wer das Battle dann gewonnen hat, muss ich hier wohl nicht mehr erwähnen.

Simeon Music Gewinner des S4TP Contest

Ich glaube, da kommt noch einiges von den Jungs – die sich vom Anfang schon mal weggekämpft haben und nun auf dem Weg sind, ihr eigenes großes Ding zu starten.

Jetzt genug gesabbelt. Ihr könnt euch hier einen ersten Eindruck von den Jungs verschaffen, mit unseren 10 Fragen an… Simeon:

Wie und warum bist du zur Musik gekommen?

Simeon:
Zu meinem 6. Geburtstag habe ich von meiner Patentante das erste Backstreetboys-Album geschenkt bekommen. Im gleichen Jahr hat meine Schwester die beiden großen Beatles-Sampler bekommen. Ich habe sie heimlich in ihrem Zimmer rauf und runter gehört.
 Die Backstreetboys und die Beatles sind der Grund, warum ich Musik mache.

Georg:
Ich habe als Grundschüler mit Trompete angefangen. Mein Vater hat das Instrument für mich vorgeschlagen. Habe es dann einfach mal angefangen und jetzt ist es das Beste überhaupt!

Tilman:
Als Kind hatte ich erst mal klassischen Cello-Unterricht. Das hat mir Spass gemacht, doch mit ca. 13 Jahren wollte ich Musik machen, die mehr mit meinem Leben zu tun hat. Dann habe ich mir auf der Gitarre die ersten Akkorde selbst beigebracht und die Beatles etc gespielt – das fühlte sich noch viel besser an. Mit 15 habe ich mir meinen ersten Bass gekauft, mich hat es immer mehr zu den tiefen Tönen und dem Groove gezogen.

Rüdi:
Mein Vater hat schon immer Gitarre gespielt. Ich hatte erst Klavier- und dann letztlich Schlagzeugunterricht.

Wenn du dich noch erinnern kannst, welches war deine erste Platte, die du rauf und runter gehört hast ?

Simeon:
Backstreet Boys mit dem gleichnamigen Album und der rote und blaue Sampler der Beatles.

Georg:
Da gibt es sehr viele. Was aber besonders hervorsticht ist: Common – Like Water for Chocolate

Tilman:
Klar: erst das blaue und das rote Album auf Platte und das Tape von „A hard days night“ von den Beatles, dann ein schauerlicher NDW-Sampler, ganz viel Udo Lindenberg, „The Game“ von Queen.

Rüdi:
Daran kann ich mich tatsächlich gar nicht mehr so richtig erinnern.
Es könnten aber die Bravo Hits 4 oder so etwas gewesen sein.

Wenn es einen Namen für die Musikrichtung von Simeon Music geben würde – wie lautet dieser?

Simeon:
Funky Pop oder Schridldidau ;-)

Georg:
Funky Pop in Town!

Tilman:
Funky Pop: extrem tanzbare, deutschsprachige Musik mit viel Soul, Funk und Hiphop.

Rüdi:
Funky Pop

Ich durfte euren Contest Auftritt von S4TP (Something for the People) im Festsaal Kreuzberg begleiten, den ihr mit Abstand gewonnen habt. Gratulation dazu! Ist es immer eine neue Herausforderung für Simonen Music, in einer neuen Stadt das Publikum abzuholen und zu begeistern?

Simeon:
Absolut. Irgendwie finde ich es komisch, dass man innerhalb eines Landes sogar von unterschiedlichen Charakterzügen der Menschen in unterschiedlichen Städten sprechen kann.
 Durch das Spielen in verschiedenen Städten bekommt man das aber gut zu spüren.
Daher wissen wir nie so genau, welche Reaktionen uns erwarten werden. Die Songs bleiben ja wie sie sind, bei den Ansagen kann man aber individuell auf das Publikum eingehen.

Georg:
Egal wo wir auftreten, wir geben alles für das Publikum, denn unsere Show beinhaltet auch Call and Response Parts zwischen uns und dem Publikum. Wo wir auch auftreten – wir geben alles für eine optimale Vorbereitung.

Tilman:
Definitiv…jedes Konzert ist eine neue Herausforderung, selbst das in unserer Stadt vor bekannten Gesichtern. Egal wo, wir versuchen unser Bestes zu geben, so dass alle einen tollen Abend haben.

Rüdi:
Ich bin jedes Mal begeistert, wie schnell das Publikum mitmacht. Es ist aber immer eine Herausforderung, das Publikum zu begeistern, da jedes Publikum anders ist.

Ein Instrument zu spielen, finde ich persönlich wirklich faszinierend. Warum hast du dich für das Instrument entschieden, welches du in der Band spielst?

Simeon:
In der Band spiele ich Gitarre, weil es ein Harmonie-Instrument ist. Die Gitarre ist ein guter Diener beim Songschreiben, und sie stört nicht beim Singen und moven.

Georg:
Ich würde diese Frage genau wie die erste Frage beantworten. :) Mein Vater hat die Trompete für mich vorgeschlagen und ich habs ausprobiert und fand es gut.

Tilman:
Die tiefen Frequenzen fühlen sich für mich am besten an. Ausserdem bin ich nicht der Typ, der immer gerne ganz vorne steht, wie viele Gitarristen. Ich habe lieber von hinten den Überblick und trotzdem sehr viel Verantwortung fürs Ganze – das ist am Bass meist gefragt.

Rüdi:
Ich war schon immer sehr rhythmisch veranlagt. Und das Schlagzeug ist einfach ein unglaublich mächtiges Instrument. Das macht Spaß, das Zepter in der Hand zu haben. :-D

Musiker haben oft Träume, wo sie am liebsten mal auftreten würden oder mit wem sie zusammen mal auf der Bühne stehen wollen – Welcher, wenn es einen Traum gibt, ist das bei dir?

Simeon:
Bei Inas Nacht wäre ich gerne mal zu Gast. Und auf jedem denkbaren passenden Festival von klein bis groß. Mit Flo Mega oder Jan Delay auf Tour gehen zu können, wäre ebenfalls von der Niceigkeit her ganz vorne dabei. ;-)

Georg:
Mit D’Angelo auftreten.

Tilman:
Wo: Auf einem geilen Festival in der Natur im Sonnenuntergang vor einem tanzwütigen Publikum. Mit wem: mit meiner Band!…oder mit Tom Waits in einem finsteren Club in den USA.

Rüdi:
Mit Simeon weiter auf der Bühne zu stehen. :-D

James Brown oder Kool and the Gang?

Simeon:
James Brown.

Georg:
Kool and the Gang.

Tilman:
James Brown für die Ausstrahlung und Energie seiner Persönlichkeit, Kool and the Gang für das Songwriting und die Grooves.

Rüdi:
James Brown

Wenn du nicht gerade unterwegs bist, um Menschen mit der Musik zu begeistern, machst du was?

Simeon:
Promotion, Booking, Social Media und all das, um Simeon bekannter zu machen. 
Hier und da mal zusätzlich jobben. Und Basketball spielen.

Georg:
Dann bin ich Instrumentallehrer.

Tilman:
Proben, neue Songs und mein Instrument üben. Gitarren und Bässe für andere Musiker bauen und reparieren. Erfreulicherweise hat in meinem Leben fast alles mit Musik zu tun.

Rüdi:
Wenn ich keine Musik mache, dann bin ich Installateur.

Was denkst du, wie wäre dein Leben bis hierher verlaufen, wenn du kein Musiker geworden wärst?

Simeon:
Dann hätte ich Medizin studiert und wäre jetzt Herzchirurg oder so. Ich hatte sogar einen Studienplatz. Habe den aber zum Glück dann doch sausen lassen.

Georg:
Daran möchte ich gar nicht denken. Ich bin genau am richtigen Platz!

Tilman:
Ich hätte vielleicht einen etwas einfacheren Job, von dem man leichter leben könnte. Na ja, wahrscheinlich eher nicht, da würde mir ein sehr wichtiges Element meines Lebens fehlen. Ich hätte kein Ventil – also wäre es sicher irgendetwas anderes Künstlerisch-Kreatives geworden.

Rüdi:
Es hat alles seinen Grund, warum ich so bin, wie ich es bin.

Was war dein erster Eindruck, dein erstes Gefühl, als du zum ersten Mal in ein Studio gegangen bist, um deine eigenen Aufnahmen zu machen?

Simeon:
Diesen Moment gibt es nicht so richtig. Gestartet habe ich sehr früh mit diversem Heimstudio-Equipment. Dann haben mich Bekannte mit in ihr Studio genommen. Dort habe ich nahezu jedes Wochenende verbracht und ich habe verdammt viel gelernt. Irgendwie hat sich das immer vertraut angefühlt.

Georg:
Ich habe mich einfach gefreut.

Tilman:
Das Gefühl war schon sehr mulmig, denn plötzlich zählte es zu 100 Prozent, was ich mache! Aber dann, als ich zum ersten Mal das Ergebnis angehört habe, war das schon wahnsinnig beeindruckend!

Rüdi:
Ich war bisher noch nie in einem hochwertigen Studio aber das kann sich ja noch ändern.
Bisher habe ich mal Aufnahmen im eigenen Home-Studio gemacht, und das macht großen Spaß. Also bald gerne in einem amtlichen Studio.

Last Quote von euch?

Simeon:
Schridldidau! (Anm.d.R.: Was wahrscheinlich soviel heißen soll wie – „Let´s rock“)

Georg:
R.I.P. Bobby Mantelis.

Tilman:
Kommt alle zu unseren Konzerten und hört unsere Musik! Tanzt und habt Spaß damit.

Rüdi:
Ein unverwechselbarer Sound, der perfekt zu dem Kontext der Musik passt, ist für mich das Maß der Dinge. Mit Simeon sind wir da auf einem sehr guten Weg. Vor allem aber möchte ich eins: Mir die Freude am Musikmachen bewahren.

Vielen Dank an Simeon für die Zeit und das Interview.

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Ihr könnt bei den Jungs immer auf dem Laufenden bleiben, wenn ihr ihnen bei Instagram oder Facebook folgt. Simeon ist aber auch bei allen gängigen Streamingdiensten mit den bisherigen Songs vertreten.

Das Gewinnspiel

Wir verlosen außerdem 1×2 Gästelistenplätze für das Konzert am 28.04.2019 im Austerclub in Berlin. Dort wird Simeon zusammen mit Mojo Island den Laden rocken. Kommentiere mit einem „Funky“-Zitat diesen Beitrag bis zum 15.04.2019 – 12 Uhr, und mit etwas Glück stehst du +1 auf der Gästeliste. Tickets bekommt ihr außerdem unter folgendem Link.

Bis zum nächsten „10 Fragen an…“ (Mini Spoiler…..Da kommt was von N…e)

Bis dahin viel Musik hören,

Hajo

Update: Die Gästelistenplätze sind nun verlost. Die liebe Bianca hat uns auf Instagram geschrieben. Dir und deiner Begleitung wüschen wir viel Spaß bei Simeon.

3 Kommentare

  1. Ich durfte sie im Festsaal Kreuzberg erleben und war begeistert!

    Einfach schön, diese Spielfreude live zu erleben.

    „Zunächst werde ich spielen und dir später erklären, was es ist.“

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