10 Orte, an denen Ihr uns am häufigsten finden könnt

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Inspired by Vodafone – Berlin ist so unheimlich groß, dass ich mich in vielen Gegenden oft selbst fühle wie ein Touri. Das ist kein schönes Gefühl, da der richtige, waschechte Berliner natürlich mit einer etwas herablassenden Art auf Nicht-Berliner herabschaut und sich selbst immer ein bisschen großstädtischer fühlt als die anderen. Aber so richtig auskennen tut er sich doch nur in seinem Kiez. Und vielleicht noch in den Kiezen der Kumpels. Wir wollen Euch mal zeigen, wo wir uns auskennen und wo es uns immer wieder hinzieht. Alle diese kleinen, feinen Orte, die uns bis jetzt davon abgehalten haben, aufs Land zu ziehen. Als kleinen Exkurs verraten wir Euch dann noch, wo wir uns auch im Urlaub fast wie zu Hause fühlen. Egal ob Ihr Berliner seid oder uns mal besuchen kommen wollt, diese Orte dürfen auf Eurer persönlichen Bucketlist auf keinen Fall fehlen.


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Das Hühnerhaus
Hier gibt es den besten halben Hahn der Stadt, sagte schon Peter Fox. Nicht umsonst hat dieser Imbiss einen Kultstatus. Die Hühnchen sind außen knusprig, gut gewürzt und innen sehr weich, was vor allem daran liegt, dass frische statt tiefgekühlter Ware verwendet wird. Dazu gibt es Pommes und Salat. Auf keinen Fall verpassen dürft Ihr den Knoblauchdip! Dazu ein Ayran und hinterher ein leckeres Früchte-Kompott, das ich bisher auch nur hier gesehen habe. Ein türkischer Schwarztee bringt den Körper dann wieder wunderbar in Gang und es kann weitergehen! — Hühnerhaus 36 – Skalitzer Str. 95 A in 10997 Berlin

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Foto © KlonBlog.com

RAW-Tempel
Das Gelände vom RAW-Tempel ist reinste Berliner Subkultur. Es gibt hier so unheimlich viel davon, dass ich nicht alles aufzählen kann. Wichtig für mich ist der Village Market, der sonntags dort stattfindet. Für einen absoluten Streetfood-Fan wie mich bleiben hier keine Wünsche offen. Freunden des Poetry-Slam kann ich allerwärmstens die Lesebühne Chaussee der Enthusiasten empfehlen, das macht richtig Spaß. Es gibt außerdem ein Freiluftkino mit einer großartigen Atmosphäre. Und wenn kein Platz frei ist, schaut Ihr draußen auf der Revaler Straße einfach den Drogendealern und Polizisten beim Fangespielen zu. — Revaler Straße 99 in 10245 Berlin

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Foto © KlonBlog.com

Warschauer Brücke
Was hier zu fast jeder Tageszeit los ist, erstaunt mich immer wieder. Massenhaft Menschen sind hier unterwegs, eine kunterbunte, meist ziemlich lustige Mischung. Es gibt einige Orte in Berlin, die sich „Zentrum“ nennen, wo der Berlin-Touri nachts sehr einsam und ungläubig rumsteht und nicht glauben kann, dass er sich in Berlin befindet. Aber auf der Warschauer ist immer was los. Einfach treiben lassen, ist meine Empfehlung, und nicht vergessen, an einem der Fotoautomaten anzuhalten und tolle Erinnerungsfotos zu machen. Viel besser als Selfies mit dem Brandenburger Tor im Hintergrund! Auf der Warschauer gibt es außerdem eine richtig tolle, abgefuckte Karaokebar mit abgetrennten Kabinen, wo man sich in kleinen Gruppen ohne Publikum so richtig gehen lassen kann.

Spielplatz am Nöldnerplatz
Meinen Lieblingsspielplatz will ich Euch auch nicht vorenthalten, denn der ist ein echter Geheimtip. Er ist etwas versteckt zwischen Häusern und Bäumen, aber das macht ihn gemütlich trotz seiner Größe. Und das Beste: Ein kleines Café versorgt mit selbstgebackenem Kuchen und gutem Kaffee. Denn nur glückliche Eltern haben auch glückliche Kinder, nicht wahr? Und auch wenn Ihr gar keine Kinder habt, sondern Eure Freunde mit Nachwuchs treffen wollt, ist das der perfekte Ort dafür. — Nähe S-Bahnhof Nöldnerplatz. In der Hauffstraße 21.

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Spielplatz Nöldnerplatz © drubig-photo – Fotolia

Herr Nilsson
In diesem Süßigkeitenladen werden Kinderträume war. Wer zu Weihnachten und Ostern gern Pipi Langstrumpf im Fernsehen sieht, wird sich sicher daran erinnern, wie Pipi sich für ein Goldstück so viele Bonbons nehmen darf, wie sie möchte. Auch als Erwachsener wird man in diesem Laden zu viele Süßigkeiten in die Tüte packen und hinterher Bauchschmerzen haben. Aber es lohnt sich, wirklich! Die Auswahl an skandinavischen Leckereien ist unglaublich groß, es gehen einem die Augen über. Nasch Dich glücklich! — Wühlischstraße 58; 10245 Berlin – Friedrichshain — Homepage

 

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Foto © facebook.com/herrnilssongodis

SchneeEISchen
Wenn wir schon beim Naschen sind: Unser Lieblingseisladen ist ebenfalls in Friedrichshain. Erst Ende diesen Sommers haben wir ihn für uns entdeckt, aber er hat uns sofort überzeugt. Es gibt Waffeln am Stiel und dazu großartiges, selbstgemachtes Eis in außergewöhnlichen, aber auch nicht zu ausgefallenen Geschmacksrichtungen. Es geht nicht darum, besonders hippes Eis zu machen, sondern es geht um Geschmack. Unser Favorit: Ananas-Minz-Sorbet. — Scharnweberstraße 20 in 10247 Berlin — Homepage

 

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Foto © schnee-eis.com

Schiffshebewerk
Wir verlassen Berlin und machen uns auf Richtung Norden. Auf unserem Weg kommen wir am Schiffshebewerk vorbei. Die Straßen bis hierhin sind schön kurvig und besonders für Motorradfahrer ein Genuss. Das Schiffshebewerk beeindruckt mich immer wieder mit seinen gewaltigen Ausmaßen. Auch die riesige Baustelle, auf der ein neues Schiffshebewerk errichtet wird, um das alte zu ersetzen, ist dementsprechend monumental und damit ebenfalls sehenswert.

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Schiffshebewerk Niederfinow © CBF – Fotolia

Stralsund
Weiter auf dem Weg Richtung Rügen kommen wir an Stralsund vorbei. Die kleine Hansestadt ist mit seinen Kirchtürmen schon von der Autobahn aus ein wunderschöner Anblick. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall, es gibt hier viel zu entdecken. Besonders ans Herz legen möchte ich Euch aber die Therme Hansedom. Von außen schrecklich hässlich, bietet es innen unerwartet herrliche Entspannung. Probiert unbedingt mal ein Rasul-Bad aus. Dabei habt Ihr ein Dampfbad für Euch allein und reibt Euch mit unterschiedlichen Schlämmen ein, die dann im Dampf einwirken können. Das macht Spaß und Ihr fühlt Euch nachher wie neugeboren. Es gibt auch ein schönes beheiztes Außenbecken zum Schwimmen. Hach, da hätte ich jetzt echt Bock drauf…

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Stralsunder Altstadt, St.-Nikolai-Kirche, Strelasund, Ozeaneum © nmann77 – Fotolia

Rügen
Rügen ist eine großartige Insel, das weiß jedes Kind. Die könnt Ihr schön allein für Euch entdecken! Aber wir sagen Euch, wo Ihr am besten übernachtet, wenn Ihr Campingfreunde seid. Denn der schönste Campingplatz auf Rügen ist nämlich nicht in Binz oder Göhren, sondern in den Banzelvitzer Bergen am Großen Jasmunder Bodden. Der Platz befindet sich mitten im Wald und bietet neben vielen tollen Stellplätzen eine Kite- und Windsurfschule, einen Streichelzoo, Spielplätze, einen Naturwanderpfad und vieles mehr. In Moisselbritz und Rappin gibt es sehr gute Restaurants (keine Selbstverständlichkeit auf Rügen), falls Ihr nicht selbst kochen möchtet. Hier lässt es sich im Sommer sehr gut aushalten, gerade wenn in Berlin mal wieder die heiße Luft rumsteht. Aber spätestens im September geht es natürlich wieder zurück ins geliebte BERLIN! — Am Berg 1 in 18528 Groß Banzelvitz, Mecklenburg-Vorpommern

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Foto © Facebook – Ruegen-Kite.de

Natürlich ist diese Aufzählung nur eine Momentaufnahme, morgen sieht die Welt vielleicht schon wieder ganz anders aus. Schauplatz Nummer 10 haben wir noch nicht vergeben, hier möchten wir von Euch den optimalen Tip haben. Was passt hier gut rein, was muss man unbedingt gesehen haben, wenn man in Friedrichshain/Kreuzberg oder sogar in Stralsund oder auf Rügen unterwegs ist? Wo fühlt Ihr Euch so richtig wohl und möchtet dort gern noch andere Leser des Klonblogs treffen? Vervollständigt unsere Bucketlist!

Teaser – Foto Berlin Fernsehturm Oberbaumbrücke © Marco2811 – Fotolia

2 Kommentare

  1. Danke für den Beitrag, ich werde das ein oder andere mal prüfen. Bei Herr Nilson bin ich schon öfter vorbeigelaufen, aber hab es nicht weiter beachtet. Das wird sich jetzt ändern.

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