10 Tipps für bessere Fotos

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Es lohnt sich, mit der Kamera aus der Wohnung zu gehen und tolle Momente festzuhalten. Auf diese Weise können aus vermeintlich unspektakulären Motiven, durchaus tolle Bilder entstehen, die später schöne Erinnerungen wecken. Gerade jetzt zur Urlaubszeit gilt es die Chance zu nutzen – wer ohne Kamera verreist, könnte dies später bereuen. Zumal weder viel Zeit noch Energie investiert werden müssen: Mit einem vergleichsweise geringem Aufwand lassen sich Aufnahmen machen, die später immer wieder gerne angesehen werden.

Allerdings kommt es häufig vor, dass Fotos von der Kamera auf eine Festplatte oder einen anderen Datenträger kopiert werden und dann dort in der Versenkung landen. Besonders digitale Fotos werden von den meisten Personen nur äußerst selten angesehen. Daher ist es ratsam, auf das klassische Foto zu setzen und zumindest von den besten Aufnahmen entsprechende Abzüge zu machen.

Beim Format ist alles erlaubt, was gefällt. So ist es zum Beispiel möglich, das Lieblingsfoto in einem besonders großen Format zu bestellen, um mit ihm einen Akzent an der Wohnzimmerwand zu setzen. Andererseits ist es denkbar, viele kleine Abzüge zu machen und diese an einer Wand zu gruppieren. Ob hierbei einheitliche oder verschiedene Bildgrößen verwendet werden, ist letztlich egal – am Ende zählt der eigene Geschmack.

Im Übrigen ist es eine Überlegung wert, bei besonders gelungenen Bildern auf außergewöhnliche Formate zu setzen. Vor allem bei Drucken, wie dem Alu Dibond mit metallischem Glanz oder dem Bild auf Glas, kommen die Farben besonders intensiv zur Geltung. In Verbindung mit der richtigen Hängung lassen sich beeindruckende Effekte erzielen, die fast jeden Gast zum Staunen bringen.

Häufig sind viele Hobbyfotografen mit ihren Fotoaufnahmen jedoch nicht zufrieden. Zwar wurde schon oft mit der Digitalkamera experimentiert, doch die Ergebnisse haben nicht gefallen. Infolge wird das Fotografieren häufig sein gelassen, was wiederum ärgerlich ist – denn im Grunde ist es gar nicht so schwierig, gute Bilder zu machen, dazu muss man kein Profi sein oder eine Profikamera besitzen. Auch mit einer einfachen Kompaktkamera oder gar einem Smartphone lassen sich durchaus schöne Aufnahmen machen. Die folgenden Tipps sollen dabei helfen, besser zu fotografieren.


Tipp 1: Mit Abständen experimentieren
Der Abstand zwischen Motiv und Kamera entscheidet maßgeblich über die spätere Wirkung eines Bildes. Es lohnt sich, Motive bewusst mit verschiedenen Abständen oder Zoomstufen abzulichten, denn womöglich gefällt später eine Aufnahme, die beim Fotografieren gar nicht so attraktiv erschien.


Tipp 2: Perspektive verändern
Viele Personen halten ihre Kamera auf Augenhöhe und drücken dann einfach den Auslöser. Auf diese Weise sind die Motive überwiegend aus derselben Perspektive abgelichtet. Auch hier sollte gespielt werden: Andere Perspektiven (z.B. in die Knie gehen) versprechen oft bessere Ergebnisse.

Tipp 3: Motiv nicht mittig ablichten
Neulinge und Gelegenheitsfotografen neigen dazu, ihre Motive exakt in die Mitte des Bildes zu nehmen. Doch genau solche Bilder wirken häufig relativ langweilig. Gerade hier gilt es zu experimentieren bzw. die Motive ein wenig in der Komposition zu verrücken, um eine andere Wirkung zu erzielen. Bei Landschaftsaufnahmen sollte außerdem darauf geachtet werden, dass der Horizont nicht exakt in der Bildmitte liegt – auch dies kann etwas einfältig wirken.

Tipp 4: Häufiger auslösen
Im Zeitalter günstiger Speicherkarten darf gerne häufiger auf den Auslöser gedrückt werden. Es kostet kaum zusätzliche Zeit, weitere Aufnahmen zu machen. Später steht jedoch eine wesentlich größere Auswahl zur an Bildern zur Verfügung.


Tipp 5: Mit Hintergrundunschärfe arbeiten
Profifotografen arbeiten bei Portraitaufnahmen fast immer mit Hintergrundunschärfe, weil die Aufnahmen dadurch harmonischer wirken und der Focus auf das Wesentliche gesetzt wird. Hobbyfotografen können dies ebenfalls. Hierzu gilt es an der Kamera / am Objektiv eine möglichst große Blende (kleiner Blendenwert, z.B. Blende f 2.8) einzustellen.


Tipp 6: Aufnahmen in Schwarz-Weiß machen
Bilder müssen nicht immer sehr intensive Farben aufweisen. Einige Szenen – vor allem bei Portraitaufnahmen und der Street-Fotografie – wirken wesentlich intensiver, wenn sie in Schwarz-Weiß aufgenommen oder später entsprechend umgewandelt werden.

Tipp 7: Stativ einsetzen
Sobald es etwas dunkler wird und daher länger belichtet werden muss, entstehen oft unscharfe Bilder. Deshalb ist es manchmal praktisch, wenn ein Stativ zur Verfügung steht. Wer gute Nachtaufnahmen machen will, hat gar keine andere Wahl, als mit einem Stativ zu arbeiten. Im Fachhandel werden spezielle Reisestative angeboten, die sich oft vollständig im Rucksack verstauen lassen und somit nicht stören.

Tipp 8: Blitz deaktivieren
Viele Personen fotografieren ausschließlich im Automatikmodus – und dieser neigt bei vielen Kameras dazu, den Blitz vergleichsweise früh zu aktivieren. Doch geblitzte Bilder sehen nicht immer schön aus. Daher sollte in Situationen, in denen noch relativ gutes Licht zur Verfügung steht, versucht werden, mindestens ein ergänzendes Foto ohne Blitz zu machen. Gerade in Verbindung mit einem Stativ ist dies oft problemlos möglich.

Tipp 9: Auf gutes Licht warten
Bei Aufnahmen im Freien entscheidet vor allem das Licht über die Wirkung eines Bildes. Viele Bilder sehen langweilig aus, weil das Licht gewöhnlich ist. Wer in den frühen Morgenstunden oder am Abend fotografiert, kann oft mit einem viel reizvolleren Licht arbeiten, was sich beim späteren Ergebnis bemerkbar macht.


Tipp 10: Grundfunktionen der Kamera sicher beherrschen
Es ist zweifelsohne von Vorteil, wenn die Grundlagen der Fotografie beherrscht werden und diese an der Kamera umgesetzt werden können. Wer das Zusammenspiel von Belichtungsdauer, Blende und ISO-Wert verstanden hat, tut sich mit dem Fotografieren leichter.

Dieser Artikel entstand mit freundlicher Unterstützung durch aboutpixel.de
Fotos aboutpixel.de: Fotoflohmarkt F5 © Bernd Boscolo; nostalgisches Lächeln © Martina Marschall; aboutpixel.de / Keys © Lasse Kristensen; portrait of a tourist © Mark Chambers; Santorin © Daniela Stärk

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