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Plastc-Crowdfunding-Pleite: Aus der Traum von der Universalkarte

News - 24. Apr. 2017 // Kommentare


Viele Start-ups verdanken den Geschäftsbeginn erfolgreichem Crowdfunding. Kein Wunder also, dass Plattformen wie Indiegogo oder Kickstarter ebenso wie innovative Start-ups gleich Pilzen aus dem Boden sprießen. Trotzdem hat ein US-amerikanisches Start-up einen anderen Weg eingeschlagen und ein Crowdfunding-Projekt auf der eigenen Homepage gestartet. Über drei Jahre warb Plastc um potentielle Käufer und Investoren.

Eine beachtliche Summe von etwa neun Millionen soll in diesem Zeitraum durch die Vorbestellungen der Backer zusammengekommen sein, um ein ambitioniertes Projekt zu realisieren: Die Universalkarte. Eine Plastikkarte sollte den Geldbeutel um einiges leichter machen, da sie Kreditkarte, EC-Karte und Kundenkarte in einem werden sollte. Die Idee: Der smarte E-Ink-Bildschirm sollte ein Foto sowie die Unterschrift des Karteninhabers anzeigen. Mittels Wischbewegung sollte die Karte im Handumdrehen gewechselt werden können. Dank Bluetooth-Verknüpfung mit dem Smartphone sollte die Karte zudem gegen Vergessen und Diebstahl geschützt werden. Ließe man die Karte irgendwo liegen oder würde sie gestohlen, hätte man eine Warnung auf dem Smartphone erhalten, so das Versprechen des Technikunternehmens.

Stattdessen sind nun die mehreren tausend Unterstützer nicht um ein paar Gramm Plastik, sondern um je etwa 100 bis 150 Dollar leichter im Portemonnaie. Die Karte kommt auch nach mehrmaligem Verschieben nicht auf den Markt und wird auch nicht an die Kunden verschickt, welche ihr Geld in eine Vorbestellung gesteckt hatten. Plastc hat auf der eigenen Website die Firmenpleite verkündet.

Obwohl man nach eigenen Angaben kurz vor der Serienproduktion gestanden und alles für das Projekt gegeben hätte, sei am Ende das Geld nicht genug gewesen. In jüngster Vergangenheit seien zwei hochdotierte Investoren wider Erwarten abgesprungen und so könne die Universalkarte, für die sich bereits auch die Bank of America interessiert hatte, nicht produziert werden.

Die Unterstützer sind verständlicherweise sauer. Eine Sammelklage gegen Plastc Incorporated ist in Vorbereitung. Ob die Kleininvestoren ihr Geld zurückbekommen, ist jedoch fraglich. Wer innovative oder kreative Projekte im Netz unterstützen möchte, sollte sich an etablierte Plattformen halten, da diese in der Regel Absicherungen für beide Seiten – Unterstützer sowie Start-ups – bieten.



Fotos Copyright by Plastc

Andreas Dittberner

Ich bin Andreas Dittberner - 37 Jahre alt. Ich liebe unsere Hauptstadt, in der ich wohne. Ich betreibe den KlonBlog und jedes Thema geht durch meine Hände. Das Internet, Design & SocialMedia sind mein Leben. Neben Frau, Kinder und Freunden ;)


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