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Prison Art: Tätowierte Taschen aus Mexiko in Berlin

Art Fashion - 19. Mai. 2017 // Kommentare


Mexiko ist unter anderem als Land bekannt, in dem es so mancher mit der Ehrlichkeit nicht so ernst nimmt. Im Jahr 2012 kam ein Mann namens Jorge Cueto ins Gefängnis, weil er wegen Betrugs dazu verurteilt wurde. Um sich hinter Gittern zu beschäftigen, fing er an, sich mit seinen Mithäftlingen übers Tätowieren auszutauschen. Warum das alles überhaupt interessant ist? Weil aus diesem Interesse inzwischen ein Business geworden ist – und ein Freund von mir die Produkte in Kürze auch auf dem deutschen Markt anbietet.

Für den Knast brauchte Cueto eine Tasche für seine Bücher und Stifte, die er sich selbst nähte. Anschließend ließ er sich das Leder von einem anderen Häftling mit dessen selbstgebauter Tätowiermaschine verzieren – und schon war die Geschäftsidee geboren. Noch bevor Cueto nach elf Monaten wegen erwiesener Unschuld wieder aus dem Gefängnis entlassen wurde, hatte sich das Konzept zu einem Startup mit 40 Mitarbeitern entwickelt. Die hatten in der Zeit bereits rund 650 tätowierte Taschen, Portemonnaies, Gürtel und andere Produkte hergestellt.

So konnte Cueto nach seiner Entlassung damit beginnen, die hübschen Teile auch zu vertreiben. Im August 2013 eröffnete der erste Shop von Prison Art im mexikanischen San Miguel de Allende. Mit seinen Ex-Kollegen aus dem Gefängnis arbeitete Cueto auch weiterhin zusammen und vergrößerte das Team mit der Zeit sogar. Bis Ende 2015 beschäftigte er mehr als 200 Menschen inner- und außerhalb des Knasts. Mittlerweile gibt es Läden an vier weiteren Standorten in Mexiko, unter anderem in der Innenstadt von Mexiko City und am Flughafen von Cancún. Und am 27. Mai werden auch erstmals wir Deutschen die Möglichkeit haben, die tätowierten Taschen zu sehen und zu kaufen.
An dem Tag eröffnen in Berlin-Kreuzberg und in München zwei Geschäfte von Arts’n’Bars, dem deutschen Vertriebspartner von Prison Art. Zu diesem Anlass findet im Sage Restaurant Berlin ein Event statt, das sich ganz der mexikanischen Marke widmet. Bei stilechten Speisen, Getränken und Musik erfahren die Gäste alles über die Entstehung der außergewöhnlichen Produkte, bevor sie sie auf einer Modenschau live zu sehen bekommen. Der Vertrieb findet anschließend sowohl über die Berliner und Münchner Läden als auch über einen Online-Shop statt. Wegen ihrer besonderen Herstellungsweise ist jedes der Teile ein Unikat – an dem noch dazu eine unglaubliche Erfolgsgeschichte hängt.




Andreas Dittberner

Ich bin Andreas Dittberner - 37 Jahre alt. Ich liebe unsere Hauptstadt, in der ich wohne. Ich betreibe den KlonBlog und jedes Thema geht durch meine Hände. Das Internet, Design & SocialMedia sind mein Leben. Neben Frau, Kinder und Freunden ;)


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