275 Bäume mit Solarsteuerung


Klingt paradox? Ist es auch. Und außerdem ein ziemlich geniales Konzept von Green City Solutions, einem Start-up aus Dresden. Es geht nämlich so: Moos, geschützt mit Deckpflanzen, wird in einen 3 x 4 Meter großen vertikalen Kübel gepflanzt. Moderne Solarzellen überwachen die Versorgung mit Düngemitteln und regeln die Bewässerung, die weitgehend auf eine natürliche Weise – also durch das Regenwasser – erfolgt. Die begrünte Wand kann mit einer bequemen Sitzgelegenheit kombiniert werden, muss es aber nicht.

Schon ist ein innovatives CityTree entstanden, ein autarker und äußerst effektiver Luftfilter. CityTree absorbiert unglaubliche 240 Tonnen von Schmutzpartikeln und Abgasen jährlich und ersetzt somit einen ganzen Wald aus 275 Bäumen. Außerdem kühlt und befeuchtet dieser „Moosbaum“ die Luft und macht jede Stadt wohnlicher.

Als erstes installierte Oslo einige CityTrees, demnächst grünen sie in den vom Smog geplagten Städten Indiens.











Copyright by Green City Solutions (via)

3 Kommentare

  1. Stuttgart nicht vergessen.. wo man mit der Idee volle Kanne auf die Klappe geflogen ist.
    Moose sind hochkomplexe Pflanzen, die nicht einfach so irgendwo hingestellt werden können. In Stuttgart wird damit gekämpft, dass zu viel Sonne die Moose teils austrocknen lässt und teils in den „Ruhemodus“ gehen um sich zu schützen.
    Beides ist nicht grad ein „Luftfilternder Zustand“.

    Die Kosten sind sehr hoch (zwei jähriger Testlauf in Stuttgart wird ca. 500.000 Euro kosten) und am Ende bleibt die Frage, warum Symptombekämpfung hochgelobt wird, statt Ursachen zu beseitigen.

Kommentiere den Artikel

Bitte gib deinen Kommentar ein!
Bitte gib deinen Namen hier ein