44 Grad: Das beste Stück des Mannes beugt sich vor dem Gesetz


Ist die Körpermitte des Mannes schön, abstoßend oder gefährlich? Dieser Frage widmete sich zunächst die Zeit in einem Artikel, der wahrscheinlich bloß das Sommerloch füllen sollte. Aber er rief eine Berliner Künstlerin auf den Plan, die nun etwas gegen die mangelnde Präsenz des besten Stücks des Mannes tun möchte. Und sie arbeitet mit den besten Ab- und Aussichten…

Maike von Wegen reagiert mit ihrer Initiative 44 Grad auf einen Artikel aus der Zeit, in dem die Frage gestellt wurde, warum die Geschlechtsteile von Männern so selten dargestellt werden. Der etwas unbeholfen daherkommende Artikel hat für reichlich Furore auf Facebook und in der Bloggerszene gesorgt: Ist der nackte Mann hässlicher und deshalb weniger in der Werbung vertreten? Oder lassen sich Frauen einfach lieber leichtbekleidet ablichten? Macht ein männliches Geschlechtsteil Angst? Und, vor allem: Sollte es mehr männliche Körpermitten in der Öffentlichkeit zu bewundern geben?

Fragen über Fragen, die Maike von Wegen sich nun entschlossen hat, mit einem Augenzwinkern zu beantworten. Die politisch aktive Berlinerin hatte die originelle Idee, eine Ausstellung mit dem Titel 44 Grad ins Leben zu rufen. Worum es geht? Um Fotos von Penissen. Denn diese sollen einfach mehr dargestellt werden, denkt sich die Berlinerin. Und hüpft spontan in die Gesetzeslücke, die es dazu gibt. Deutschland hat nämlich die Regel, dass ein Penis nur dargestellt werden darf, wenn er den Winkel von 45 Grad nicht übersteigt, denn sonst ist er Pornografie. Demensprechend ruft Maike von Wegen in ihrem Blog und über Facebook dazu auf, Fotos von liebevoll auf 44° gebogenen Penissen einzusenden. Aus den Penissen soll eine Ausstellung werden, vielleicht ein Buch.

Dass Maike von Wegen sich der Zwiespältigkeit ihrer Aktion bewusst ist, zeigt ihr Blog. Wir dürfen gespannt sein, wie sich die Ausstellung am Schluss gestalten wird. Aber dahin ist es noch ein weiter Weg, denn es fehlen noch entsprechende Fotos. Anscheinend sind die Männer etwas zögerlich. Oder sie scheitern an den technischen Hürden: Hochauflösend will die Künstlerin die Fotos, und natürlich ästhetisch ansprechend. Dabei sollte es an den technischen Fähigkeiten nicht scheitern. Tipps zur Fotografie und JPG Tipps und Anleitungen bei helpster.de sollten reichen, um ein ansprechendes Foto von seiner Körpermitte zu gestalten. Ob es doch an der männlichen Scheu liegt, dass so wenig gute Stücke in der Öffentlichkeit zu sehen sind?

Bildquelle: aboutpixel.de / golden eggs © Sven Brentrup 

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