Aktueller Tattoo-Trend: Minimalistisches Design mit maximaler Hingabe


Der heute als Einrichtungsstil und Kunstrichtung so beliebte Minimalismus hat seine Wurzeln in der modernen Architektur der 1920er Jahre. Architektonische Größen wie Mies van der Rohe haben mit einfachen industriellen Materialien wie Stahl und Beton großartige Gebäude geschaffen, die unter der Zurücknahme von Schnickschnack und Zierde die Funktion in den Vordergrund stellen. Gerade deswegen gefällt uns ihre Form.

Der Architekturtrend hat seither in diversen Sphären von Kunst und Kultur Einzug gehalten und ist längst nicht mehr nur auf die Baukunst beschränkt. Aktuell prägen zierliche Linien und grazile Formen die Tattookunst. Wie hingehaucht wirken die organischen Hautzeichnungen von Flora und Fauna, die aus Nandos Nadel fließen. Tattookunst hat damit den Ruf der kriminellen Gang-Symbolik wohl ein für allemal abgelegt. Heute stehen die hauchzarten Tattoos von Seoeon, Jessica Chen und anderen Tintenminimalisten für intime Botschaften, die im Handumdrehen hinter einer Haarsträhne oder unter dem Ärmel verschwinden. Winzige Tinteneinkerbungen am Handgelenk oder im Nacken sind keine großtuerische Botschaft an die Außenwelt, sondern ein persönlicher Schatz, der gut behütet wird und nur für ausgewählte Blicke bestimmt ist.


Fluid, thin lines mimic the delicate nature of the plant.


DOTYK creates minimalist work build on the foundation of the movement—shape.


The term “cry baby” has a whole new meaning with this tattoo.


In addition to small images, Seoeon also tattoos text.


Nando has depicted a delicate carp swimming down the thigh.


Nico Jacoby uses strong design principles in his tattoos.


Axel Ejsmont (Marta Sławińska) combines dotwork with bold lines.


Jessica Chen creates imagery inspired by art history.


Okan Uçkun represents a burgeoning tattoo scene in Turkey

Teaser: Each brushstroke is tailored to an individual client.
Images © respective artists. (via)

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