Alper Yesiltas fotografiert zwölf Jahre lang ein Fenster, bis es seinen letzten Moment hat


Wenn man eine Weile in einer Gegend wohnt, dann fallen einem mit der Zeit ein paar Dinge auf. Der Fotograf Alper Yesiltas aus Istanbul achtete beispielsweise besonders auf ein Fenster, das er von seiner Wohnung aus sehen konnte. Irgendwann fing er damit an, Fotos von dem Fenster zu schießen. Auf den meisten weht eine weiße Gardine, wobei sich deren Aussehen im Laufe der Zeit verändert hat.

Manchmal schneite es, und auf dem Fensterbrett blieb eine Schicht Schnee liegen. Und der Schatten, der zuweilen die rote Fassade ganz oder teilweise bedeckte, verleiht den Fotos ebenfalls eine besondere Stimmung. Über die Jahre änderte sich auch die Farbe der Mauer – bis die Bilderreihe nach zwölf Jahren ihr jähes Ende fand. Der Besitzer des Hauses ließ dieses nämlich abreißen. Yesiltas konnte glücklicherweise ein letztes Foto schießen, in dem das Fenster inmitten von Bauschutt erkennbar ist.















(via)

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