Architektur-Fetischisten aufgepasst!

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Da war ich doch neulich Abend beim Sport. Und wie das halt so ist, beim Duschen und Umziehen spricht man so über dies und das. Wir kamen darauf zu sprechen, dass ich fotografiere und gerne auch Architektur. Natürlich kam dann die Frage, was denn daran so schwer sei Häuser zu fotografieren. Da stelle man sich doch einfach hin mit einer Kamera und knipst das Haus. Man, also wäre ich da vorher drauf gekommen, würde ich nicht immer so viel Zeit damit verplempern. Aber die Frage war gut. Was ist denn das Schwierige daran? Was macht den Unterschied zwischen dem Knipsen und DEM EINEN Bild.

Ich denke, der große Unterschied liegt darin, sein selbst gestecktes Ziel und seine Prioritäten für das Bild so umzusetzen, dass andere sie sofort erkennen. Das ist sehr viel schwieriger als man vielleicht glauben mag. Ich hab jetzt da ein Haus zu stehen. Toll! Und? Ich frag mich dann immer, was das Haus ausmacht? Seine Farbe? Seine Form? Oder ist es vielleicht seine Einbindung in die Umgebung? Wenn ich mir diese Frage beantwortet habe, kann ich weiter denken, vorher nicht. Matthias Heiderich hat diese Fragen für sich beantwortet. In seinen Bildern spiegelt sich dies wieder. Sein Spiel mit den Grundformen fasziniert. Wie findet ihr seine Bilder? Wie geht ihr vor, wenn ihr Fotos macht?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Copyright by Matthias Heidereich

 

1 Kommentar

  1. Als „autodidaktischer“ sog. Fotograf sind die Bilder auf dem ersten Blick nett bis toll.
    Das Format ist hier entscheident. Anders würdes sie nicht die Wirkung erzielen.
    Auf den zweiten Blick gibt es aber zahlreiche Punkte die zu verbessern wären. Z.B. die Verzerrungen der geraden Seiten – wenn diese nicht dem Original enstprechen.
    Anderenfalls muss er eine schlüssige Erklräung ddafür leifern, warum die Bilder so sind – es ist Architekturfotografisch untypisch.

    Wenn ich Gebäude fotografiere, überlege ich vorher gründlichst wie die Bildidee aussehen soll: Tageszeit (Lichtstimmung via Tageslicht, Straßenlicht, umstehende gebäude), Höhe (Stativ, Leiter, Wohnungen/öffentliche Terassen gegenüberliegender Gebäude), Format (Hoch-/Quer, Auschnitt, Winkel), Fokus, usw. Ist mir das Gebäude nicht richtig bekannt suche ich im Internet nach Informationen und hole – je nach Fall – mir Notfalls eine Genehmigung ein. Panoramafreiheit zählt schließlich nicht überall.
    Wenn das alles Stimmig ist und das Bild am Ende so ist, wie es sein sollte, dann ist eine Bidbearbeitung am Ende nicht mehr nötig.

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