Auf den Spuren von Ben & Jerry’s – Der KlonBlog in Holland

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Letzte Woche machte ich mich zusammen mit Blogger-Kollegen Ben und Florian auf den Weg in die Niederlande. Auf Einladung von Ben & Jerry’s durften wir 2 Tage ganz exklusiv hinter die Kulissen der Eis-Fabrik schauen, glückliche Kühe besuchen und natürlich jede Menge Eis vernaschen.

Ben Cohen und Jerry Greenfield sind die 2 wichtigsten Männer hinter der Marke, die es seit 2002 auch in Deutschland zu kaufen gibt. Ben & Jerry’s steht aber für weitaus mehr als leckeres Eis und außergewöhnliche Geschmacksrichtungen. Davon konnte ich mich ganz persönlich überzeugen:

Tag 1: Berlin – Hamburg – Hellendoorn

Der erste Tag unseres „Road-Trips“ führte uns in die Ben & Jerry’s Fabrik nach Hellendoorn. Hier erwartete uns schon Wouter, der uns durch die heiligen Gemächer führen sollte. Nach einer Präsentation und einer kurzen Sicherheitseinweisung (in Begleitung mit leckeren Eis) schlüpften wir in weiße Kittel und Sicherheitsschuhe und los gings.

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Hier nun wird also die „vielleicht beste Eiscreme der Welt“ hergestellt. Diesen Titel verteidigt die Marke nicht nur geschmacklich. Dahinter verbirgt sich eine ganze Philosophie, die sich seit Jahren bewiesen hat. Dazu gehören zum Einen hochwertige, fairtrade-zertifizierte Zutaten sowie Milch und Sahne aus nachhaltiger Produktion. Auch das gesellschaftliche Wohl wird verstärkt. Ein Beispiel: Die Brownies werden in der Greyston Bakery in New York gebacken und sichern damit gleichzeitig Obdachlosen einen „fairen“ Arbeitsplatz.

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Aber nicht nur der soziale Charakter und die Produkte selbst stehen bei der Weltmarke ganz oben. Die Macher der Eiscreme sind sich bewusst, dass sie bei 40 Mio. Litern verkaufter Eiscreme (erwarteter Verkaufswert für 2013 in Deutschland) auch eine wirtschaftliche Verantwortung haben. Und was heißt das jetzt?! Ganz einfach, in der gesamten Produktionskette wird rundum ökologisch gearbeitet. Was bei anderen Unternehmen erst bei der recycelbaren Verpackung anfängt, startet bei Ben & Jerry’s schon bei den Zulieferern.

In Sachen Klimafrage ist Ben & Jerry’s auch klar ein Vorbild. Wie in jedem Unternehmen, fällt auch hier Müll an. Dieser landet in einen riesigen Container auf dem Fabrik-Gelände (der mit passenden Kunstwerk verziert ist) und wird wieder in Energie umgewandelt, der in der Fabrik genutzt wird.

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Tag 2: Hellendoorn – Zuidschermer

„Caring Dairy“ lautet die Devise und ist ein Projekt, bei dem Ben & Jerry’s mit verschiedenen Bauern zusammenarbeitet, denen das Wohl ihrer Kühe ebenso wichtig ist wie den Ben & Jerry’s Anhängern. Denn mal ehrlich: Für Hühner und andere Nutztiere wurden in der Vergangenheit diverse Richtlinien zur Haltung ausgearbeitet. Kühe gingen dabei bisher allerdings leer aus. Aber nicht bei Ben & Jerry’s!

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Keine Wachstumshormone, Rumtollen auf der Weide, Wasserbetten und Massage-Bürsten in den Ställen. Das konnten wir mit eigenen Augen am zweiten Tag auf der Ben & Jerry’s Farm von Henk und Annie bewundern. Die bestätigten auch, dass z.B. ihre Kälber durch die positiven Veränderung auf dem Hof sehr viel kräftiger und größer zur Welt kommen. Das Wohl der Kühe wirkt sich dann natürlich auch auf die Milchqualität aus. In Kurzform: „happy cows, happy farmer, happy planet“.

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So stand am zweiten Tag der offizielle Weidegang der Milchkühe an, die nach langer Winterpause endlich wieder auf die grüne Weide durften. An dem „Caring Dairy“ Projekt beteiligt sich – neben beispielsweise den WWF – auch die niederländische Käserei CONO, die den leckeren „Beemster“ herstellt, den wir natürlich auch verkosten durften. Die traditionelle Käserei arbeitete schon vorher mit hunderten Bauernhöfen zusammen, die – durch den Zusammenschluss – nun alle gemeinsam für Ben & Jerry’s produzieren.

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Dank automatisierter Melksysteme entscheiden die Kühe selbst, wann sie gemolken werden wollen. Die Milch wird in einen riesigen Behälter gesammelt und alle 3 Tage von der Farm abgeholt. So kann sichergestellt werden, dass der Behälter auch wirklich voll ist, unnötige Fahrten werden vermieden und das tut wiederum der Umwelt gut

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Tolle Sache. Vielleicht verstehen jetzt einige eher, warum und wofür man bei Ben & Jerry’s ein Paar Euro mehr zahlt. Zum Abschied gabs noch einige Goodies und dann stand schon die Rückreise an. Ihr könnt übrigens auch einen Teil zum Konzept beitragen. Wenn auch ihr der Meinung seid, dass es viel mehr glückliche Kühe geben sollte, beteiligt euch an der Petition „Happy Cows„!

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Mit Ben & Jerry’s wird die Welt also tatsächlich – Löffel für Löffel – ein bisschen besser. Ich jedenfalls freue mich jetzt schon, wenn das Ben & Jerry’s Mobil mit jeder Menge Eis im Gepäck wieder die Hauptstadt stürmt. In diesem Sinne: Peace, Love & Fairtrade Icecream!

4 Kommentare

  1. hallo, :)
    ich habe deinen Bericht durchgelesen und habe jetzt eine Frage dazu: meine klasse würde auch gerne eine Besichtigung machen, deshalb wollte ich dich fragen, wie du an die Besichtigung gekommen bist? hast du dort angerufen in hellendoorn oder in Deutschland? oder auf eine andere weise?
    vielen dank für deine Bemühungen
    liebe grüße
    Frau Ke

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