Auf der Höhe des Kreativen – eine Gratwanderung zwischen Kunst und Architektur

Das beschauliche Nest Rossa mit etwas mehr als 150 Einwohnern liegt eingebettet in einem malerischen Tal im schweizerischen Kanton Graubünden. Es ist der Standort eines besonderen Hauses, das Davide Macullo in Kollaboration mit dem französischen Konzeptkünstler Daniel Buren und anderen Kreativen als künstlerische Begegnungsstätte entworfen hat.

Conceptual art is integrated into the architecture, meaning that if you take out the art the building, itself, cannot stand.“

Statt jedoch einfach Gemälde an die Wand zu hängen, sind Künstler wie Adoka Niitsu, Marta Margnetti, Flavio Paolucci und Lola Cambin aufgefordert mit dem Gemäuer zu arbeiten. Eine besondere räumliche Intervention stammt vom schweizerischen Künstler Miki Tallone, der sich im Dachstuhl kreativ ausgetobt hat.

Die Fassade mit bunter Holzverkleidung in Weiß, Grün und Magenta kündet bereits von weitem von dieser „lebendigen Skulptur“, wie der Architekt das Haus nennt. So unnatürlich die Farbkombination auf den ersten Blick wirkt, ist sie doch der Umgebung entliehen. Magenta reflektiert zum Beispiel die Abendröte im Tal und findet sich auch in der Blüte einer Blume wieder, die hier heimisch ist. Nach nur einem Jahr Bauzeit waren die vier Wände bezugsfertig. Mit ständigem künstlerischen Zuwachs versteht sich das Gebäude dennoch als Work in Progress.










(via) Copyright Davide Macullo & Daniel Buren

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