Aus dem Leben gegriffen: Emails, mit denen Designer gequält werden

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Es gibt Kunden und es gibt Kunden. DIESE Kunden. Sie stehlen unsere kreative Zeit, rauben uns den letzten Nerv und glänzen ganz unbelehrbar mit ihrem Unwissen. Die Leidtragenden sind dann am Ende immer wir Designer. Im Blog von Creative Market findet ihr mal eine kleine Sammlung mit ganz typischen Kunden-Mails, von denen ihr sicherlich auch schon 90% erhalten habt. Die leidigen Themen drehen sich immer um Änderungen, die Bezahlung oder anderen Wissenslücken. Ich krieg jetzt schon wieder Gänsehaut…

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15 Kommentare

  1. Ja, das sind die besagten „Kunden aus der Hölle“, von denen es leider viel zu viele gibt. ;-)

    Kunden, die plötzlich ihre kreative Ader entdecken, sind auch immer klasse. Aussagen wie „Da ist ja viel zu viel weiß auf der Seite. Da können wir ja noch ne Menge Inhalt reinbringen. Dafür sparen wir dann am Ende 2 (!) Seiten“ sind leider auch nicht realitätsfern.

    Auch schon erlebt: Layout Bild mit Wasserzeichen in Broschüre eingebaut. Kunde: „Ja – gefällt mir sehr gut, nur können Sie vielleicht die Schrift aus dem Bild raus retuschieren?“

  2. Meine lustigste Erfahrung war wohl eine Diskussion, über Typogröße bei einem Website Projekt. Der Kunde klagte über „viel, viel zu kleine Schrift“. Kein Wunder – er hatte sich das Layout auf eine DIN A4 Seite hochkant ausgedruckt, statt es sich auf dem Screen anzuschauen. Das wurde leider erst klar, als ich mein letztes Argument für die richtige Schriftgröße vergebens in den Raum warf und kurz davor war auf 20px zu vergrößern :D
    Kunde ist zwar König aber manchmal Einäugig ;)

    Frohes Schaffen, liebe Kollegen.

  3. Ist es nicht eher so, dass diese Äußerungen einen dazu anspornen die Kunden intensiver/besser zu beraten – bzw. ein Zeichen dafür ist, dass eben diese Beratung nicht optimal war/ist bei dem jeweiligen Projekt?

  4. @axel: schon klar, kommunikation läuft immer in zwei richtungen. aber das der kunde dumm ist, ist natürlich nicht schuld des designers. ich gehe auch nicht in die kfz werkstatt und sage dem mechaniker, wie er mein wagen reparieren soll. oder dem arzt, wie er mich zu therapien hat.

    nein, das grundproblem hier ist einfach mangelnde wertschätzung und auseinandersetzung mit dem, was designer machen. für einige kunden malen wir nur schöne bildchen, ist alles kindergarten, was wir machen. aber es gibt gott sei dank viele kunden, die den wert unserer arbeit zu schätzen wissen und unserern rat gerne annehmen.

  5. Ja, ist mir auch alles bekannt. Auch der Designer ist der Sklave der Dienstleistung. Ein Bespiel jedoch kannte ich bis dato noch nicht: „What Language is lorem ipsum?“. HAHAHAHAHAHA, SUPER. Der Kunde ist witzig und würde spontan10% Rabatt bekommen, weil er mich zum Lachen gebracht hat. Wunderbar.

  6. Mir fällt nichts weiter ein als zu sagen:“…und wäre es nicht so wahr, wäre es wirklich lustig“ *großer Seufzer an dieser stelle*

    @Katja: deine Kleinode gefallen mir aber schon fast besser als die „editor’s choice“

    @Gerald: DER is wirklich gut mit den 0,2mm

    Ein Lobgesang auf die Geringschätzung …

  7. Könnte der Kunde alles selber und würde er alles richtig machen und verstehen, würde er keinen Designer beauftragen.

    Mails, wie sie hier selbstbemitleidend breitgetreten werden, sollten jeden selbstständigen Designer Luftsprünge machen lassen! Das ist Nachfrage.

    Wer damit hingegen nicht klarkommt, sollte sich nach einer Festanstellung umsehen, mit Kollegen, die den Kundenkontakt abfangen. Sowas muss man nämlich auch können – und zwar gut, denn Kundenkontakt ist wichtiger Alltag, keine nebensächliche Erscheinung.

    … bzw. wer solche Mails von Kunden bekommt, konnte ihnen im Vorfeld schon nicht richtig vermitteln woran sie sind und was sie bekommen. Nachsitzen!

  8. @Jan, genau!
    @Jorg: ziemlich dummes Statement „… dass der Kunde dumm ist, ist natürlich nicht Schuld des Designers.“

    Wenn dies ein designinteressierter Auftraggeber hier (oder vielleicht auch in anderen Blogs) liest, findet dieser uns (Designer) mit Sciherheit arrogant! Kein Wunder, dass manche Kunden einfach „dumm“dreist die Design-Dienstleistung ausnutzen (möchten)!

    Vielleicht sind es gerade diese Äußerungen/Themen („Designer werden durch Kunden gequält“) oder die mangelnde Kommunikation zw. Designer und Auftraggeber, die eine gewisse Gringschätzung dieser Dienstleistung zur Folge haben. Ich habe natürlich auch Mails erhalten in Bezug auf schlechte Dummy-Bilder oder es wurden neulich Vektor-Dateien von einem Shooting gewünscht – so what? Lustig ja, aber dumm mit Sicherheit nicht – im Gegenteil, dadurch findet ein Austausch statt, also Beratung! Diese wiederum ist Dienstleistung und das muss als Gesamtpaket mit Design professionell verkauft werden, dann klappt’s auch mit den „bitterbösen Kunden-Mails“.

  9. Am besten ist das mit dem final.png…
    Da könnte man auch schreiben Designer aus der Hölle, weil man dauernd files kriegt mit folgenden Namen:

    Archiv.zip
    PNGs.zip
    Final_pngs.zip
    Images.zip

  10. @ Axel
    @ Jan

    Das ist ein bisschen am Thema vorbeiargumentiert. Es geht hier nicht um Kunden, die sich beraten lassen. Machen wir ja gerne.
    Es geht um solche, die resistent gegen jede Beratung sind oder einfach nichts glauben.

    „Warum soll das Bild zu klein sein für unsere Broschüre, auf der Website schaut es doch auch gut aus?“ Es folgt eine Erklärung, warum „Bilder aus dem Internet“ gedruckt nicht gut aussehen. Reaktion: „Aber wir haben es nur so und es muss in die Broschüre. Lassen Sie sich etwas einfallen, damit es gut aussieht.“

    Wir sind nicht arrogant. Nur manchmal ein bisschen verzweifelt, weil alles reden mit Engelszungen nichts nützt.

    Glücklicherweise sind die Kunden aus der Hölle eine Minderheit. Zumindest bei uns hier.
    Der große Rest ist umgänglich, glaubt uns auch mal etwas.

    Und manches ist ja eher witzig.

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