Benny Lam fotografiert winzige Wohnzimmer in Hongkong


Wenn eine Metropole immer weiter wächst, dann wird der Wohnraum zunehmend knapp. Im Hongkong hat das teilweise dramatische Auswirkungen. Dort werden nämlich immer mehr Wohnungen geteilt, um winzige Zimmerchen zu schaffen – in denen dann tatsächlich auch jemand lebt. „Coffin Cubicles“, also Sarg-Räumchen, nennen sich diese Behausungen der ganz Armen. Der Fotograf Benny Lam hat ein paar der oft nur 1,4 Quadratmeter großen Zimmer abgelichtet.

Dafür hat er die Sicht der jeweiligen Bewohner gewählt, deren Beine meist im Foto zu sehen sind. Beeindruckend ist allerdings der Einfallsreichtum, den die Menschen an den Tag legen. Einfache Holzbretter als Regale, Pappe als Schreibtisch – man muss sich nur zu helfen wissen. Rund 100.000 Bewohner Hongkongs leben unter diesen Umständen. Lam arbeitet sich schon seit einiger Zeit an dieser Thematik ab, ein Fotobuch namens „Trapped“, das er 2016 herausbrachte, wurde für die Auszeichnung Prix Pictet nominiert.










Copyright by Benny Lam (via)

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