BenQ PD2710QC: WQHD-Designer-Monitor mit Dockingstation im KlonBlog-Test


Vier Wochen lang hatte ich Gelegenheit, mir den WQHD-Designer-Monitor PD2710QC von BenQ ganz genau anzuschauen. Was kann das Bildschirmdiagonale-Monster (27 Zoll!) mit acht Bit Farbtiefe und für wen ist dieses High-End-Gerät von besonderem Interesse, wenn er nicht einfach nur mit Größe imponieren möchte? Der neue BenQ Monitor kann nämlich weitaus mehr, als nur eine breite, digitale Leinwand für Fotos und Videos zu bieten. Da wäre es doch wirklich schade, das Teil auf seine Größe zu reduzieren!

Schauen wir also mal genauer hin. Zunächst fällt das schlanke, minimalistische Design ins Auge. Mir hat es der schmale Bildschirmrand von gerade einmal sieben Millimetern Stärke angetan. So bekommt jedes Bild ausreichend Raum zur Entfaltung, ganz ohne störenden Schnickschnack. Trotz Plastikbauweise sieht das Gerät aufgrund seines Designs recht edel aus. Hinzukommt, dass man den PD2710QC nahezu nahtlos um einen weiteren Bildschirm ergänzen kann, um für volle Breitseite Bearbeitungsfläche für Videos und Fotos zu sorgen. Ein heute standardmäßiger HDMI-Anschluss ist vorhanden. Mir persönlich reicht das Teil aber auch für sich genommen.


Zwei Browserfenster kann ich bequem auf dem Bildschirm parallel anschauen. Nun bin ich aber kein Filmemacher, sondern passionierter Blogger und stolzer Naschhaus-Besitzer. Somit dreht sich bei mir alles um Bildbearbeitung und Webseitengestaltung – weniger um Schnittprogramme, deren Bearbeitungsleiste schon mal mehrere Bildschirme spannen kann. Was sowohl Filmemacher- als auch Bloggerherzen freuen dürfte: Der PD2710QC deckt den Rec.709- und den sRGB-Farbraum komplett ab. Darüber hinaus kann das Display mit diversen voreingestellten Bild-Modi punkten. Vom CAD/CAM-Modus für optimale Kontraste beim technischen Zeichnen bis hin zum „Low Blue Light“-Modus mit Blaulichtfilter für augenschonendes Arbeiten am Abend (Und welcher Selbstständige sitzt nicht manchmal bis in die Puppen vorm PC?) gibt es hier viel zu entdecken. Das verbaute IPS-Panel erlaubt mit einem horizontalen und vertikalen Betrachtungswinkel von 178° scharfe, farbenfrohe Bilder mit einer Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixeln, auch wenn man nicht mittig vor dem Bildschirm sitzt.


Und das kommt bei mir schon mal vor, nämlich dann, wenn ich mein Notebook, Smartphone oder irgendein anderes Gerät zum Multitasken an den Computer anschließe. Wenn der KlonBlog mal wieder unterwegs war, bringe ich natürlich Fotos mit und immer seltener werden die mit einer richtigen Kamera, sondern ganz einfach mit dem Smartphone gemacht oder unterwegs schon mal aufs Notebook gespielt. Wer jedoch mit so vielen Geräten gleichzeitig arbeitet (ich weiß, Multitasking ist eigentlich eine Illusion!), der verursacht schnell Kabelsalat oder steht vor einem schwarzen Bildschirm, weil die Zeit vergessen wurde und schwupp, ist der Akku leer.


Hier macht einem der Monitor das Leben leichter, denn er verfügt über eine elegant im Standfuß versteckte, zentrale Dockingstation mit USB-C-Eingang. Dieser kann als direkte Ladestation für Notebook & Co genutzt werden, ohne dicke Kabelknäuel zu produzieren, deren Fäden sonst an den Seiten des Schreibtischs herunterhängen. Mit 61 Watt reicht die Ladefunktion des Docks aus, um mein Notebook zu powern. Ebenfalls in der Dockingstation verbaut: Vier USB-A-Anschlüsse, ein 100-Mbit/s-Ethernet-Zugang, ein DisplayPort-Ausgang als Verbindung zum Bildschirm, der obligatorische Stromanschluss und optional kann ein Kensington-Schloss ergänzt werden.

Für effizientes Arbeiten hat man sich beim Design nicht nur auf chic und trendy als Verkaufsargumente verlassen, sondern auch an Ergonomie gedacht. Der Bildschirm kann individuell höhenverstellt werden, so hoch sogar, dass man theoretisch das Notebook vor den Bildschirm setzen kann, um in der Vertikalen zu „multitasken“. Ich bevorzuge dennoch die horizontale „Parallelarbeit“ und zum Glück ist der Schreibtisch dafür auch groß genug. Wer jedoch mit weniger Arbeitsfläche haushalten muss, freut sich bestimmt über diese Möglichkeit. Was fehlt dem High-Tech-Monitor für Kreative noch? Ein Slot für SD- und Mini-SD-Karten sucht man vergebens. So muss stets das Übertragungsgerät angedockt werden. Alles in allem ist der PD2710QC-Bildschirm von BenQ jedoch wirklich gelungen und bietet jede Menge kreativen Spielraum zum Gestalten. Da hätte ich ihn am liebsten gleich behalten …

Vielen Dank an BenQ für das Testgerät.

2 Kommentare

  1. Hallo,

    möchte mir einen neuen Bildschirm zulegen.
    Schwanke noch zwischen dem BenQ PD2710 und einem vergleichbaren EIZO Modell. Hättest du ein paar Tipps, welcher wohl geeigneter wäre?
    Hauptsächlich möchte ich den Monitor zum Bildbearbeiten benutzten.
    Danke!

  2. […] Andreas Dittberner, Inhaber des KlonBlogs, hat vier Wochen lang den BenQ PD2710QC getestet und sein Fazit verfasst. Er betont dabei die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten sowie das große Potenzial des Grafikmonitors. Neben diversen voreingestellten Bildschirmmodi für verschiedene Anwendungsgebiete, stellt die gleichzeitige Darstellung zweier Browserfenster auf dem 27“ großen Bildschirm einen klaren Vorteil dar. Besonders beeindruckt hat ihn das schlanke und schlichte Design sowie die Möglichkeit, den Grafikmonitor nahezu nahtlos um einen weiteren Bildschirm ergänzen zu können. Den kompletten Test gibt es bei KlonBlog. […]

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