Blumenblicke und tanzender Lehm

Screenshot Vimeo

Der Kurzfilm von Romane Granger ist farbenfroh und lebendig. Es tanzt und hüpft, es entsteht und zerfällt, es wirft einen neugierigen Blick um sich herum, um sich gleich aufzulösen. Alles ist nur Lehm und Sand in diesem Film, der von dem alten japanischen Lied „Utsukushiki Tennen“, zu Deutsch „Wunderschöne Natur“, inspiriert wurde. Diese romantische Melodie, gespielt von Yasuaki Shimizu, bildet auch den Hintergrund für die blumigen Tänze und Lehmeruptionen.

Romane, eine talentierte Studentin der École Nationale Supérieure des Arts Décoratifs in Paris, spielt mit dem plastischen Material und spielt ein bisschen Gott. Ihre Blumen dürfen mit eigenen Augen die Welt sehen, wenn auch nur für einen kurzen Augenblick. Dann vergehen sie wieder, um den neuen kunterbunten Kreationen Platz zu machen.

Den ursprünglichen, schlichten zwei Dimensionen gesellt sich schon bald die dritte und lässt fantastische Berglandschaften entstehen. Es sind beseelte Berge, die Herrscher und Schöpfer der sagenhaften Blumenpracht. Sie zaubern immer neue Blütenfelder hervor, begutachten sie kritisch und mischen alle Farben neu.

Der Kurzfilm wurde unter anderem von dem Internationalen Festival für Animationsfilme in Ottawa und von dem Festival für Animationsfilme Savigny ausgezeichnet. Ein gelungener Film, der aus meiner Sicht nicht nur unterhält, sondern mich auch ein bisschen zum Nachdenken über Gott und die Welt bringt.

(via) Copyright Video: Romane Granger I Teaser Screenshot Vimeo

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