Daniel aus Köln verkehrt die schöne Instagram-Welt ins Gegenteil

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„Die Menschen drängen sich zum Lichte, nicht um besser zu sehen, sondern um besser zu glänzen“ – mit diesen Worten von Friedrich Nietzsche beginnt die lesenswerte Bachelorarbeit von Daniel Reuber aus Köln. Er hat sich darin voll und ganz der visuellen Kommunikation im Social Web und ganz speziell dem Phänomen Instagram gewidmet. Der Ort, an dem sich jeder seine Traumwelt zusammenbauen und Identitäten konstruieren kann. Mehr als ein Foto braucht es dazu nicht. Daniel hat sich im Rahmen seiner Arbeit „notwinstagram“ mit den verschiedenen Bildtypologien wie Flatlay, Selfie, Mirrorshot, Workspace oder Food beschäftigt und solch typische Motive miteinander verglichen, um sie nachzustellen. Allerdings standen bei seinem Projekt keine Designerklamotten und auch kein perfekter und beneidenswerter Alltag im Mittelpunkt. Er zeigt uns den Instagram-Account eines ganz durchschnittlichen armen Motherfuckers, der „kein Gefühl von Neid, sondern vielmehr das von Sympathie oder Schadenfreude“ auslöst.

Während die Vorbereitung, Ausführung und die fotografische Umsetzung mit großer Sorgfalt und hohem Qualitätsanspruch betrieben wurde, steht im Kontrast dazu das fotografierte Motiv an sich, welches etwas Unschönes in Form einer Gegendarstellung des Ausgangsmotivs zeigt.

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