Darf ich vorstellen? Der Pulfrich-Effekt: Normaler 2D-Film mit optischer 3D-Illusion


In „Things You Might Not Know“ mimt Tom Scott den britischen Peter Lustig, wenn man so will, und erklärt uns in diesem Video, wie ein Film 2D und 3D gleichzeitig sein kann. 3D funktioniert, indem jedes Auge mit einem eigenen Bild versorgt wird. Diese simultanen Bilder – eins links, eins rechts – sind ein Stereopaar, das dann auf einem Bildschirm oder einer Leinwand vereint wird. Durch seltsame Farbfilter werden die zwei zugrundeliegenden Bilder wieder sichtbar. Damit man beim Betrachten keine Kopfschmerzen bekommt und das Ganze nicht nur als optischen Murks, sondern eben in 3D wahrnimmt, sind Spezialbrillen nötig.

Doch geht das auch ohne? Ja, mit dem Pulfrich-Effekt. Unser Hirn braucht nämlich ein bisschen länger, um dunkle Bilder, im Gegensatz zu hellen, zu verarbeiten. Wie viel länger genau, das hängt natürlich von der jeweiligen Bildhelligkeit ab. Hältst Du Dir also vor Dein rechtes Auge eine Sonnenbrille, wird dieses Bild pi mal Daumen um einen Frame pro Sekunde verzögert. Damit nun aber der gewünschte Effekt eintritt, ist eine weitere Zutat notwendig: die sich kontinuierlich bewegende Kamera. Sofern Du eine Sonnenbrille neben Dir liegen hast, haben wir alle Zutaten beisammen. Dann kannst Du jetzt das folgende Video abspielen. Viel Spaß!

Hold on tight, because with a stabilised camera shot and a pair of sunglasses, you’re about to see a video that works in both 2D and 3D at the same time. The technique’s called the Pulfrich Effect, and this is how it works.“

This Video Is 2D And 3D Simultaneously: the Pulfrich Effect

(via)

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