Das „Naja“-Sofa für moderne Nomaden


Die Welt wächst zusammen, denn Kommunikationswege werden dank Telefon und Internet nur kürzer. Dem modernen Nomaden liegt die Welt zu Füßen. Er ist so mobil wie wohl nie zuvor und legt selbst hunderte Kilometer dank des Flugzeugs in nur wenigen Stunden zurück. Bei aller Mobilität bleibt nur ein Problem: Wohin mit den Möbeln, wenn der nächste Umzug ansteht? Meist werden sie einfach zurückgelassen, vor allem wenn es sich um wuchtige Begleiter wie das Bett, den Kleiderschrank oder das Sofa handelt. Der Produktdesign-Student Raz Omer dachte sich: Naja, das muss doch anders gehen und kreierte ein aufblasbares Sofa namens – genau: Naja.

In nur sechs Handgriffen ist der zentrale Einrichtungsgegenstand des Wohnzimmers in etwa drei Minuten aufgebaut und zwar ganz ohne Schraubendreher. Eine integrierte Pumpe gibt dem PVC-Sofa mit Neoprenbeschichtung, erhältlich in sechs unterschiedlichen Farbtönen, seine endgültige Form. Trotz schicker Aluminiumfüße kann die Luftcouch nicht verhehlen, woraus sie besteht und erinnert mich dadurch eher an die Polyester-Möbel zum Aufblasen, welche bereits in den 1990er Jahren keine Augenweide waren. Als jemand, der die Wohnung mit zwei Stubentigern teilt, finde ich das aufblasbare Sofa sowieso nur naja.


Copyright by raz omer & naja schulz (via)

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