Das Wunder von Wuppertal – Karin und Herbert Köster erinnern sich

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Nein, beim Wunder von Wuppertal handelt es sich mal ausnahmsweise nicht um das legendäre 4:0 von Hannover 96 aus dem Jahre 1973 gegen den Erzrivalen Wuppertal. Aber zu dieser Zeit etwa zogen Karin und Herbert Köster in die nordrhein-westfälische Stadt. Und dann auch noch ausgerechnet in diese eine Straße – „Im Funkloch“. Hier wohnen die beiden mittlerweile nun seit stolzen 40 Jahren. Sie haben also das ganze Fiasko rund um Datenhagelschaden und fehlgeschlagenen Emails hautnah miterlebt. Die Geschichten, die die junge Generation aus Wuppertal nur noch aus den Erzählungen der Älteren kennt. Man muss aber dabei gewesen sein, als es passierte. Und das ging Ende der 90er Jahre los. Karin und Herbert Köster können sich noch gut daran erinnern und wurden deshalb zu einem besonderen Interview besucht.

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Kaum einer von uns kann, geschweige denn will sich noch an diese Zeit erinnern, als die Evolution der Mobiltelefone ihre Anfänge nahm. SMS-Nachrichten gibt es nämlich nicht schon immer, sondern tatsächlich erst seit dem Jahre 1994. Und denken wir nur mal an die ersten Emails, die versendet wurden. Ja, viele von ihnen irrten ziellos durchs Netz oder konnten nicht gesendet werden. Und dann landeten sie hier: „Im Funkloch“. Quasi direkt im Vorgarten von Karin und Herbert und all den anderen Bewohnern. Häuser und Autodächer wurden zerstört, Kinder trauten sich nicht mehr alleine auf die Spielplätze. Jederzeit konnte schließlich ein lachender Emoji, ein @-Zeichen oder Sanduhr-Icon auf den Boden knallen.

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Diese Lücken im damaligen Telekommunikationssystem kurbelten natürlich auch den Tourismus für Schaulustige an. Nicht zuletzt durch DJ Jay Pack, der das Wunder von Wuppertal mit seinem Song „Under The Funkloch“ in der Musikwelt bekannt machte. Alle wollten plötzlich so eine fehlgeleitete Email mal aus der Nähe sehen und ein passendes Souvenir mitnehmen. In Wuppertal wurden schließlich auch keine Briefmarken, sondern Emails gesammelt. Und heute? Da ist wieder Ruhe eingekehrt in der Straße. Schließlich hat sich die Technik verbessert und die Geschichten vom Datenhagelschaden erzählt man sich nur noch abends am Lagerfeuer. Oder zuhause auf dem Sofa. Also lauscht den Worten von Karin und Herbert, die sogar noch Original-Videomaterial aus der Zeit aufbewahrt haben. Film ab! Und hier gibts übrigens noch mehr GIFs.

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Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung durch o2.

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