Den Tätern auf der Spur – Hyuro protestiert kunstvoll gegen patriarchalisches (Vor-)Urteil

Beim San Fermin Festival im spanischen Pamplona wurde 2016 eine 18-Jährige aufgelöst und halbnackt gefunden. Fünf Männer im Alter von 27 bis 30 Jahren, darunter auch ein ehemaliger Polizist und ein ehemaliger Soldat, hatten sich an ihr vergangen. Die Männer rühmten sich nach der Tat in einer Whatsapp-Gruppe mit dem Titel „La Manada“ („Das Rudel“) mit Aufnahmen vom Verbrechen und gingen soweit zu behaupten, der Geschlechtsverkehr hätte einvernehmlich stattgefunden. Als Argument führten sie unter anderem an, das Opfer hätte danach noch eine Party besucht, wie die Deutsche Welle berichtet.

Recently in Spain a sentence was issued regarding a trial for a gang rape of five young men to an 18-year-old girl. The sentence declares them guilty of sexual abuse. According to the judges there was no rape since they did not perceive violence or intimidation, so they refuse to condemn them for sexual assault and opt for the slightest criminal type of sexual abuse. A sentence that has sent tens of thousands of people out into the streets in a country that on March 8th experienced a historic feminist strike to say enough to violence, inequality and discrimination suffered by women.“ – Hyuro

Dennoch entschied ein spanisches Gericht kürzlich, die Täter nicht wegen Vergewaltigung, sondern wegen sexuellen Missbrauchs zu neun Jahren Haft zu verurteilen. Das Urteil löste Massenproteste in Spanien aus, die gegen das patriarchalische Justizsystem wetterten. Genau diesem skandalösen Umstand hat der Street Artist Hyuro im Rahmen des Test Festivals in Vila-real nun mit „Patriarcado“ ein mahnendes Denkmal gesetzt.





(via) Copyright Hyuro

Kommentiere den Artikel

Bitte gib deinen Kommentar ein!
Bitte gib deinen Namen hier ein