Der Fitnesstracker UP von Jawbone im Test

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Da wir ja alle neuen Gadgets total spannend finden, haben wir nun auch den Fitness-Tracker UP von Jawbone getestet, den es seit diesem Jahr auch bei uns in Deutschland zu kaufen gibt. Man trägt ihn als Armband und misst so seine Schritte, zurückgelegte Entfernungen, verbrauchte Kalorien und seine aktiven und inaktiven Zeiten. Er dient ebenso als Schlaftracker und Wecker und mit der zugehörigen App kann man auch seine Ernährung und Stimmung tracken, um einen besseren Einblick in seine Lebensgewohnheiten zu bekommen. Aber erstmal ganz von vorn..

Der UP kommt in einer schicken Verpackung, ein durchsichtiger Plastikcase, der von einer ansprechend designten Schachtel umgeben wird. Darauf erhält man schon die ersten Eindrücke der Funktionen. In der Packung findet man nebem dem UP selbst noch Erklärungen für die ersten Schritte zum Starten und das USB-Ladekabel. Dann fehlt nur noch die App. Die braucht man, um seine Daten überhaupt anzeigen zu können, es gibt sie kostenlos für iPhone und Android. Das Armband gibt es in drei Größen und acht Farben.

Auch wenn heutzutage alles mit Bluetooth läuft, macht es der UP anders. Er wird direkt am Smartphone in die Kopfhörerbuchse eingesteckt. Erstmal wirkt das unnötig kompliziert im Vergleich zu Bluetooth, aber es spart nicht nur eine Menge Akkulaufzeit, wir finden es inzwischen richtig gut so. So synchronisiert man bewusster und hat dabei gleich das Gefühl, etwas erledigt zu haben.

Die Bedienung erfolgt über einen Knopf am einen Ende des Armbands und über die App. Es gibt zwei Lichter im Armband, eine Blume und einen Mond, die je nach Modus beim Einstellen aufleuchten. So kann man in und aus dem Schlafmodus wechseln, eine Stoppuhr bedienen oder einen Power-Nap starten. Funktionen wie den Wecker bedient man über die App.

UP ist wasserabweisend und kann auch zum Duschen getragen werden. Da der Akku ungefähr 10 Tage lang hält, kann man das Armband fast ununterbrochen anbehalten. Es hat eine weiche Gummioberfläche, die sich sehr angenehm auf der Haut anfühlt. Optisch wirkt es durch das schlichte Design und die schönen Farben wie ein normales Armband und fällt nicht weiter auf. Im Alltagsgebrauch ist es allerdings doch oft sehr präsent. Natürlich gewöhnt man sich daran wie an eine Armbanduhr und nimmt es schnell nicht mehr wahr, aber dann gibt es immer wieder Momente, in denen es sich bemerkbar macht. Es ist doch sehr dick und ich bleibe immer beim Jackeanziehen daran hängen. Außerdem merkt man es beim Tippen am Computer und die Metallteile kratzen ganz beängstigend auf meinem Macbook. Mich stören auch ein bisschen die spitzen Ecken des Knopfs, daran habe ich mich schon ein paarmal unangenehm gekratzt. Gerade weil ich vorher den deutlich leichteren und dünneren Fitbit Flex getragen habe, den man überhaupt nicht gespürt hat, würde ich den UP vom Gefühl her eher mit einer Armbanduhr vergleichen. Wir würden uns wünschen, dass er wenigstens auf der Innenseite flacher wäre. Trotzdem werde ich ihn auch weiterhin benutzen.

Die App ist uns besonders positiv aufgefallen. Sie ist wirklich auffallend schön gestaltet, sehr farbenfroh und ansprechend. Hier werden Aktivitäts- und Schlafdaten ausgewertet und angezeigt und man kann seine Stimmung jederzeit anhand eines Smileys eingeben und Mahlzeiten in Form von Fotos dokumentieren. Auf der Startseite wird einem direkt der aktuelle Tagesstand angezeigt und wenn man nach unten scrollt, sieht man wie in einem Newsfeed seine unterschiedlichen Diagramme, Stimmungen und Mahlzeiten und, sofern freigegeben, auch die seiner Freunde. Zu beiden Seiten gibt es Menüs, links auch durch einen entsprechenden Menü-Button angezeigt, der Plus-Button rechts ist allerdings etwas irreführend, führt aber auch in ein Menü. Die Bedienung ist insgesamt sehr einfach und übersichtlich, auch die Auswertungen sind sehr schön. Mir fehlt einzig eine Skala an der Schrittegrafik oder eine Anzeige, die mir mal sagt, wievielen Schritten die einzelnen Balken entsprechen.

 

 

Das Schlaftracking gefällt mir am besten. Im Gegensatz zum Fitbit wird einem nämlich nicht nur angezeigt, wann man mal aufgewacht ist, man sieht auch seine unterschiedlichen Schlafphasen. So kann man viel mehr Aufschlüsse über die Effektivität seines Schlafs bekommen. Damit verbunden kann man sich vom Wecker auch nicht nur zu einer eingegebenen Uhrzeit, sondern auch entsprechend seiner Schlafphase dann wecken lassen, wenn man eh schon fast wach ist. Diese Weckerfunktion finde ich ganz toll, einziges Manko am Schlaftracking ist, dass man die Zeiten nicht manuell ändern kann, wenn man mal verpasst hat, den Modus rechtzeitig zu wechseln. Bei manueller Zeitangabe generell gibt es dann auch keine Daten über den Schlaf und bei Überschneidungen wird Zeit doppelt gezählt, was ja auch keinen Sinn macht. Hier kann also noch was optimiert werden.

Was wir auch vermissen, ist eine Art Belohnungssystem oder irgendeine Art von Wettbewerb zwischen Freunden. Verschiedene Achievements für erreichte Ziele oder Werte oder vielleicht besondere Smileys oder Medallien für den Erfolgreichsten in einer Freundesgruppe. Sowas würde natürlich gleich viel mehr anspornen, ein bisschen zusätzliche Aktivität ein seinem Alltag unterzubringen.

Als Fazit können wir sagen, dass uns der UP wirklich Spaß macht und wir ihn weiterhin benutzen wollen. Das Armband kann man immer anbehalten und die Synchronisation läuft reibungslos. Besonders auf den Wecker wollen wir nicht mehr verzichten! Wenn ihr auch einen UP haben wollt, bekommt ihr ihn zum Beispiel bei amazon für 129,99 €.

 

Fotos Copyright Jawbone & KlonBlog.com

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