Der Lexus RX 450h im KlonBlog-Test: Ein rasanter Hybrid mit futuristischem Aussehen


Vor einigen Wochen hab ich mal wieder ein Auto zur Verfügung gestellt bekommen, um es in einem Langzeittest auf Herz und Nieren zu überprüfen. Und es wurde eine Premiere: Zum ersten Mal nämlich saß ich am Steuer eines Hybrids. Es handelte sich um einen Lexus RX 450h in Basaltgrau. Ich war natürlich gespannt darauf, wie sich ein Hybrid-Auto so anfühlt, aber auch Aspekte wie die Familientauglichkeit, der Verbrauch und das Design waren mir in meinem Test wichtig.


Das erste, was an einem Auto auffällt, ist ja immer die äußere Erscheinung. Beim Lexus erregt die schon mal sehr viel Aufmerksamkeit im Straßenverkehr. Die Kanten sind sehr scharf und wirken fast schon wie Blitze, und der riesige Kühlergrill lässt ihn wie ein Auto aus der Zukunft wirken. Die Linienführung wird an mehreren Stellen wiederholt, was ebenfalls ein spannendes Design-Element ist. Ich empfand die Optik des RX 450h im Ganzen als sehr stimmig und war ziemlich davon angetan.

Autogefühl hat den RX 450h in einem Video sehr gut vorgestellt.

Lexus RX 450h F-Sport FULL REVIEW test driven all-new gen Hybrid neu – Autogefühl

Auch im Innenraum des Lexus fällt sofort die edle Verarbeitung ins Auge. Rotes Leder, Ziernähte, glänzende Oberflächen – da fühlt man sich so richtig wohl und ist versucht, die ganze Zeit über die kleinen und großen Details zu streichen. Zudem ist der Innenraum äußerst großzügig gestaltet, das Platzangebot ist auf jeden Fall mehr als ausreichend. Die Rücksitze sind verstellbar, und selbst wenn der Fahrersitz zurückgefahren ist, gibt es genug Platz für die Passagiere auf der Rückbank. Und auch als wir die Kindersitze eingebaut hatten, gab es ausreichend Beinfreiheit für unsere Kinder.


Markant hebt sich der besonders breite Bildschirm auf der Mittelkonsole hervor, mit einer Diagonale von 12,3 Zoll kann der schon einiges an Informationen anzeigen. Es ist sogar möglich, zweierlei Infos per Splitscreen nebeneinander darstellen zu lassen. So kann man rechts seinen Radiosender wechseln, während man rechts weiterhin das Navi im Blick hat. Mich hat das Interface-Design des Bildschirms allerdings nicht ganz so angesprochen, die Effekte und Schatten wirkten für mich ein wenig altbacken – ich finde, da sollte die Design-Abteilung von Lexus dringend Hand anlegen. Schließlich handelt es sich bei dem Bildschirm um ein wichtiges Element, mit dem man sich sehr viel beschäftigt. Bedient wird das Display über eine Art Joystick, der sich zwischen den Sitzen befindet. Den schiebt man nach oben, unten, links oder rechts – je nachdem, welche Einstellungen man vornehmen will. Anfangs hatte ich damit so meine Schwierigkeiten, weil die Bedienung schon ein wenig gewöhnungsbedürftig ist. Aber mit der Zeit bekommt man ganz gut den Dreh raus und weiß sie auch zu schätzen.


Dann ging es endlich ans Steuer. Als ich das Testfahrzeug bekommen habe, wunderte ich mich erst einmal. So weit weg ist der Sitz vom Lenkrad? War der Mann, der das Auto bei mir vor die Tür gebracht hat, etwa ein Riese? Nein, war er nicht, vielmehr hat der Lexus RX 450h ein sehr praktisches Feature an Bord: die Ein- und Ausstiegshilfe. Dank der wird der Fahrersitz, nachdem man darauf Platz genommen hat, zum Lenkrad hin verschoben und entfernt sich wieder davon, wenn man aussteigen möchte. Die Memory-Funktion sorgt dafür, dass es nicht zu einem schmerzhaften Zusammenstoß mit dem Lenkrad kommt, außerdem bringen sich auch die Außenspiegel in die richtige Stellung.


Zwei Wochen lang hatte ich den Lexus zur Verfügung und bin mit ihm von Berlin aus nach Rügen und an andere, etwas weiter entfernte Orte gefahren. Sowohl das Fahrverhalten als auch der Sound haben mir dabei sehr gut gefallen, vor allem im Sport-Modus war die Reaktion und die Leistung des Fahrzeugs sehr gut zu spüren. Sobald ich das Gaspedal getreten habe, war der Antrieb zur Stelle – so will man das doch mit einem sportlichen Auto erleben. Ein wenig irritiert haben mich die Angaben, die Lexus bezüglich des Verbrauchs gemacht hat. Trotz der erheblichen Größe des Autos, der Leistung von 313 PS und des 3,6-Liter-V6-Motors sollt der RX 450h lediglich 5,5 Liter auf 100 Kilometern verbrauchen. Wie optimistisch das letztlich war, zeigte sich während meiner Probefahrten. Ich bin ja weiß Gott kein Raser, vor allem wenn meine Familie mit an Bord ist, achte ich schon darauf, dass ich vorsichtig und somit auch sparsam fahre. Dennoch hatte ich einen tatsächlichen Verbrauch von 9 bis 10 Litern – was vor allem für einen Hybrid schon ziemlich viel ist.


Auf dem Bildschirm im Innenraum kann man sich in Echtzeit die Kraftverteilung anzeigen lassen. Dabei sieht man dann, welche Räder in welcher Situation von den beiden Elektromotoren angetrieben werden, die mit an Bord sind, und welche vom Benzinmotor bewegt werden. Dabei wird auch ersichtlich, dass die Elektromotoren als Generatoren funktionieren, wenn man vom Gas geht, und damit die Batterie mit Strom versorgen. Wenn das Fahrzeug in Sachen Leistung kaum gefordert wird, dann genügt auch der Antrieb durch die E-Motoren, erst wenn es schneller vorangehen soll, dann legt auch der V6-Motor los. Dann zeigt der Lexus auch sein wahres Gesicht und beschleunigt richtig dynamisch.


Wie man es von einem Auto heutzutage erwartet, hat der Lexus RX eine Reihe von Assistenzsystemen an Bord. Serienmäßig ist der Fußgänger-Notbremsassistent mit dabei, für einen Aufpreis gibt es auch eine 360-Grad-Kamera. Und die ist wirklich fantastisch: Beim Einparken sieht man auf dem Display sein eigenes Auto aus der Vogelperspektive. Die wird über mehrere Kameras generiert und sorgt dafür, dass man sich selbst im Dunkeln keine Sorgen machen muss, dass man ein Hindernis übersieht. Ein wenig seltsam fand ich dagegen, wie unzuverlässig der Spurassistent manchmal agiert hat. Meistens hat er das Fahrzeug zuverlässig in der Spur gehalten, aber es gab auch Momente, in denen ich dachte, der Assistent wäre deaktiviert. Dann musste ich alles alleine machen – doch wozu brauche ich dann einen Assistenten?


Im Auto gibt es auch ein eigenes WLAN-Netz, dank dem man an Bord beispielsweise gestreamte Musik genießen kann. Außerdem lässt sich das eigene Smartphone mit dem Netz verbinden, was das eigene Datenvolumen sehr schont. Hält man sich jedoch außerhalb der Stadt auf oder fährt über die Autobahn, dann lässt das Signal doch recht deutlich nach. Eine stärkere Antenne hätte dem Dienst sicherlich gut getan – aber zumindest ist Lexus mit dem mobilen WLAN-Netz auf dem richtigen Weg in Richtung Zukunft.

Zwar gab es einige Kleinigkeiten am Lexus RX 450h, an denen ich als Hersteller noch ein wenig schrauben würde, aber im Großen und Ganzen durften wir ein richtig gutes Auto testen. Das Design, die Leistung, die vielen kleinen Dinge, die die Fahrt erleichtern – das alles hat mir sehr gut gefallen. Elemente wie die 360-Grad-Kamera beim Einparken, das eigene WLAN an Bord und die Ein- und Ausstieghilfe sind Innovationen, die ich mir auch für mein Auto wünschen würde und die mir nach dem Test echt fehlen. Nicht zu vergessen natürlich die gemütliche Atmosphäre im Innenraum und der viele Platz, den alle Mitfahrenden darin haben. Mit den schon erwähnten Abstrichen war ich mit meiner Testphase sehr zufrieden und kann den Lexus RX 450h durchaus empfehlen. Das Fahrzeug kostet in der Grundausstattung knapp 59.000 Euro, darüber hinaus sind eine ganze Menge Features gegen Aufpreis erhältlich.


Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung durch Lexus. Vielen Dank für das Testfahrzeug.

1 Kommentar

  1. Wir fahren seitdem der erste LEXUS vor ueber 20 Jahren herauskam nur LEXUS Autos und sind mehr als zufrieden. Wuerden nie etwas anderes in Betracht ziehen. Vom Auto bis zum Kundendienst stimmt einfach alles. Dieser Artikel ist vollkommen unfundiert und nur darauf aus Lexus schlecht zu machen. Widerlich so etwas!

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