Der Range Rover Sport SVR im KlonBlog-Test: Ein familientaugliches Power-Monster

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Leute, ich muss euch was sagen: Ich bin verliebt! Und zwar in ein Auto. Und das schon seit einer Weile. Die Rede ist vom Range Rover Sport SVR, den ich vor einiger Zeit schon mal auf einer Veranstaltung Probe fahren durfte. Da wusste ich schon, dass ich dieses Fahrzeug irgendwann mal ausführlich testen werde. Und vor zwei Wochen war es endlich soweit: Land Rover hat mir den Sport SVR zur Verfügung gestellt – für zehn Tage!

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Bei meinem Test ging es mir als Familienvater vor allem um folgende Frage: Wie praktisch ist der Sport SVR im Alltag, wenn man mit zwei kleinen Kindern unterwegs ist? Ich persönlich mag keine Familienkutschen und will auch kein Auto haben, das nur 90 PS unter der Haube hat. Ich will auch mal einen LKW überholen können, ohne mir dreimal überlegen zu müssen, ob die Power meines Autos dafür ausreicht. Auf der anderen Seite ist mir natürlich bewusst, dass es mit Kindern auf dem Rücksitz vor allem darum geht, vorsichtig zu fahren. Interessant war es also zu schauen, ob der Sport SVR den Spagat hinbekommt.

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Als erstes musste ich die beiden Kindersitze aus meinem Auto aus- und in den Range Rover einbauen. Das war schon ein komischer Anblick: die feinen Ledersportsitze, bedeckt mit Kindersitzen – aber so muss es nun mal sein. Dann ging es auf die erste Tour zur Kita meiner Kinder. Das satte Röhren, das der V8-Motor bereits von sich gibt, wenn er nur gestartet wird, zauberte sofort ein Grinsen auf mein Gesicht. Und auch meine Kleinen freuten sich auf die Spritztour mit dem „neuen Auto“. Das bringt mit 550 PS eine Menge Power auf die Straße, die sich nicht nur durch die kräftigen Motorensounds bemerkbar machen. In 4,7 Sekunden beschleunigt der luxuriöse SUV von Null auf 100 km/h, der Highspeed ist bei 260 Stundenkilometern erreicht. Das sind beeindruckende Zahlen, vor allem für einen Geländewagen. Erstaunlicherweise scheint der Sport SVR aber nie an seine Grenzen zu stoßen: Selbst wenn man mit flotten 200 km/h unterwegs ist, hat er immer noch die Energie, einen draufzusetzen.

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Kommen wir vor lauter Kraft doch mal zur Familientauglichkeit des Sport SVR. In meinem eigenen Auto – einem E-Klasse-Kombi – kann hinten niemand mehr sitzen, wenn ich die beiden Kindersitze eingebaut habe. Das ist manchmal recht unpraktisch, weil wir dann immer nur mit einem Viersitzer unterwegs sind. Beim Sport SVR ist das anders: Da konnte bequem noch jemand in der Mitte Platz nehmen und sich während der Fahrt mit den Kindern beschäftigen. Generell herrscht im Sport SVR eine große Beinfreiheit vor, nicht nur auf den vorderen Sitzen, sondern auch hinten bei den Kindern. Was mich allerdings ein wenig gestört hat, war der verhältnismäßig kleine Kofferraum. Wenn man zu viert einen längeren Ausflug macht, dann stößt man beim vorhandenen Stauraum schnell an seine Grenzen. Zwei Laufräder, viele Spielzeuge, Decken, Koffer, der Kinderwagen passt nur quer rein – da heißt es also: Clever packen!

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Im Laufe der Testphase sind mir ein paar Sachen aufgefallen, die mir echt fehlen, seitdem ich das Fahrzeug schweren Herzens wieder zurückgeben musste. Eines davon ist die elektrische Kindersicherung. Die gibt es zwar in den meisten Autos, aber meistens muss man sie umständlich deaktivieren, wenn hinten doch mal ein Erwachsener mitfährt. Im Sport SVR kann man sowohl die Fenstersteuerung als auch die Türgriffe der Rückbank von der Fahrertür aus steuern. Ein Knopfdruck, und schon sind die hinteren Türen zugesperrt, mit einem weiteren lässt sich alles wieder problemlos öffnen. Apropos Türen: Wenn die Kinder im Auto einschlafen, ist man ja immer darum bemüht, sie nicht zu wecken, und macht die Türen extrem leise auf und zu. Beim Sport SVR funktioniert das problemlos: Man zieht die Tür einfach bis zum ersten Einrasten heran, dann schließt sie sich praktisch lautlos von selbst. Und das funktioniert bei allen vier Türen so.

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Was mich immer wieder aufs Neue beeindruckt, ist die automatische Einparkfunktion. Dabei prüft der Sport SVR erst die Parklücke – egal ob parallel oder quer zur Fahrtrichtung – und übernimmt dann das Lenken. Das ist angesichts der Größe des Autos doppelt praktisch und sinnvoll. Als Fahrer bekommt man ein paar Anweisungen, muss also leicht Gas geben oder den Rückwärtsgang einlegen, und im Handumdrehen steht man in der Lücke. Zur zusätzlichen Überwachung gibt es eine Rückfahrkamera und eine Einparkhilfe mit visueller Darstellung vom Umfeld des Fahrzeugs.

Range-Rover Sport TDV6 und die Power-Version Range Rover Sport SVR

Im Innenraum gab es noch ein paar Highlights, die mich sehr beeindruckt haben. Zum einen befindet sich in der Mittelarmlehne des Sport SVR eine Kühlbox, in der mehrere Trinkflaschen und andere Lebensmittel Platz finden, die gekühlt werden müssen. Angesichts der sommerlichen Temperaturen während der Testphase war die Box bei uns sehr regelmäßig im Einsatz. Rechts vom Lenkrad befindet sich zudem ein Display, auf dem der Beifahrer gemütlich fernsehen kann.

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Eine besondere Funktion macht es zudem möglich, dass der Fahrer auf dem Bildschirm die Informationen des Navigationsgeräts zu sehen bekommt, während der Beifahrer weiter fernsehen kann – auf dem gleichen Display. Wenn die Geschwindigkeit unter 10 km/h fällt, ist das Fernsehbild dann auch wieder für den Fahrer sichtbar. Das ist Technik, von der ich wirklich angetan bin!

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Ein Knackpunkt beim Range Rover Sport SVR ist natürlich das Geld. Nicht nur kostet das Auto in der Standardausstattung knapp 130.000 Euro, es hinterlässt auch bei jedem Besuch an der Tankstelle ein ordentliches Loch im Geldbeutel. Innerorts verbraucht es 18,3 Liter pro 100 km, außerhalb sind es immerhin noch 9,8 Liter. In den zehn Testtagen war die Zapfsäule dementsprechend ein wichtiger Anlaufpunkt. Aber wenn der Kontostand stimmt, dann gibt es wohl kaum ein Fahrzeug, das Power und Familientauglichkeit so effizient verbindet.

In diesem Video könnt ihr euch noch vom Sound überzeugen:

Range Rover Sport SVR SOUND – Accelerations, Revs & Backfiring Sound!

Ansonsten habe ich natürlich in dieser Woche und bei der letzten Spritztour ein paar Fotos vom SVR gemacht. Falls die jemand im Original haben möchte, hier könnt ihr sie für private Zwecke downloaden.

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Kraftstoffverbrauch innerorts 18,3 l/100 km; außerorts 9,8 l/100km; kombiniert 12,8 l/100km. CO2–Emission: 298 g/km für Range Rover Sport SVR.
Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen entnommen werden, der bei allen Jaguar und Land Rover Vertragspartnern und bei der Jaguar Land Rover Deutschland GmbH unentgeltlich erhältlich ist. Der Leitfaden ist ebenfalls im Internet unter www.dat.de verfügbar.






















Fotos Copyright by KlonBlog.com
Vielen Dank an das Jaguar – Land Rover – Team für das Testfahrzeug

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