Der Torre de David in Caracas, ein vertikaler Slum

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In vielen Großstädten in Südamerika herrscht eine so dramatische Armut, dass viele Menschen in Slums leben müssen. In Caracas beispielsweise, der Hauptstadt von Venezuela, wohnen 70 Prozent der rund 6 Millionen Einwohner in Armenvierteln. Eine Stadt innerhalb der Stadt stellt dabei der Torre de David dar. Das ist ein 192 Meter hoher Wolkenkratzer, der nicht fertiggestellt wurde. Im Jahr 2007 zogen Bewohner der Slums in das Gebäude ein, heute leben dort circa 2.500 von ihnen.

Der niederländische Fotograf Iwan Baan hat das Centro Financiero Confinanzas, wie das Gebäude eigentlich heißt, besucht und dokumentiert, wie die Bewohner sich die Bauruine wohnlich gestaltet haben. Du siehst Wanddurchbrüche, die als Türen fungieren, provisorisch eingerichtete Lebensmittelgeschäfte und ein Fitnessstudio auf dem Dach. Es gibt sogar eine Kirche im Haus. Es ist schon faszinierend zu sehen, was die Bewohner trotz ihrer Not geschaffen haben.















Copyright by Iwan Baan

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