Die Lichtfeldkamera von Lytro im Test

Habt ihr sowas schonmal gesehen? Was auf den ersten Blick alles mögliche sein könnte, ist eine Kamera. Diese Kamera von Lytro ist aber auch wirklich etwas Besonderes. Sie nimmt nämlich ganze Lichtfelder auf. Das bedeutet, man macht erst das Foto und kann nachher am Computer jede beliebige Stelle im Bild scharfstellen und so das Bild nachträglich verändern. Das hat uns natürlich neugierig gemacht und wir haben die Kamera mal ausprobiert.

Gleich beim Auspacken fällt uns das coole Design auf. Ein rotes Metallgehäuse mit einer gummierten Oberfläche auf der einen Seite. Völlig ungewohnt dabei ist die Richtung, in der man die Kamera halten muss, denn auf den kleinen Seiten sind Display und Linse. Sie liegt aber super in der Hand und wir sind gleich davon überzeugt, dass man sich an die Form schon gewöhnen wird. Knöpfe gibt es nicht viele, unten einen Powerknopf, oben den Auslöser und dann einen Touchbereich, auf dem man zoomen kann. Alle anderen Funktionen werden über das Touchdisplay bedient.

Bei unseren ersten Aufnahmen fällt uns aber leider gleich etwas Negatives auf. Das Display ist ungewöhnlich schlecht. Die Auflösung ist sehr gering und man kann zusammen mit der kleinen Größe kaum Details im Bildausschnitt erkennen, es reicht gerade mal zur groben Orientierung. Die geschossenen Bilder haben wir uns dann auch lieber auf dem Computer angeguckt als auf dem Display. Gleichzeitig erkennt man das Display auch nur, wenn man gerade draufschaut. Da muss man sich dann für manche Perspektiven auch mal hinknien, nur um das Display zu erkennen. Das ist man ja von seinem Handy anders gewohnt.

Die fertigen Bilder guckt man sich anschließend in der Lytro-App auf seinem Computer oder auf der Mobile App auf dem iPhone an. Tatsächlich funktioniert das Fokussieren der unterschiedlichen Bereiche und macht auch Spaß. Allerdings merken wir gleich, dass man unbedingt ideales Licht für die Bilder braucht. Innenaufnahmen sind leider nie richtig scharf und bei Außenaufnahmen scheint auch nur das, was man im Vordergrund sieht, wirklich scharf zu werden. Guckt euch einfach mal die Bilder in der Lytro-Galerie an und klickt mal zum Test ein bisschen rum, dann bekommt ihr einen Eindruck.

Unser Fazit ist, dass wir von der Technik an sich begeistert sind und sie am liebsten in anderen Kameras mit integriert hätten. Die Lytro macht bisher so nur bei wirklich perfektem Sonnenwetter oder toller Beleuchtung Sinn und hat wirklich ein besseres Display verdient.

Wenn ihr eine haben möchtet, bekommt ihr sie zum Beispiel bei amazon für 498,90 €. Es gibt da auch die passende Tasche und einen Stativadapter als Zubehör.





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