Die Traumwelt von Maryam Ashkanian

Träume sind wie ein Fenster zum Unterbewusstsein – zu unseren Wünschen, Zielen und Ängsten. Während wir nachts die Augen zu haben, können wir ganz erstaunliche Entdeckungen machen und überraschende Erkenntnisse im Schlaf gewinnen. Die einen führen daher ein Traumtagebuch, während andere, so wie ich, zumindest für den Fall der Fälle eines nächtlichen Geistesblitzes ein Notizbuch auf dem Nachttisch bereitliegen haben. Worüber ich mir jedoch noch nie wirklich Gedanken gemacht habe, ist, wie ich wohl im Schlaf aussehe. Obwohl die morgendliche Frisur natürlich Bände spricht …

Die iranische Künstlerin Maryam Ashkanian hat in ungewöhnlich weichen Skulpturen versucht, das nächtliche Erscheinungsbild von Schlafenden mit der geheimnisvollen Welt der Träume zu verschmelzen. Statt schroffem Stein oder hartem Holz sind feinste Stoffe bei ihren Kunstwerken zum Einsatz gekommen, die sorgsam in Handarbeit zu Kissen vernäht worden sind. Was zunächst so wirkt, als sei die 29-Jährige mit der Nähmaschine vom Weg abgekommen, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als detailliertes Porträt eines Träumers. Zu ihren fluffigen Stickporträts von Träumenden sagt die Künstlerin selbst:

„Images of us in dreams are revealed in the right truest evidence; an original icon which introduces us to the peripheral world wildly.“




Copyright by Maryam Ashkanian (via)

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