Drei Millionen BMW-Motorräder aus Berlin!

Bei BMW Motorrad jagt ein Jubiläum das nächste. Nach 10 Jahren Supersport mit der neuen S 1000 RR lief am 9. April das dreimillionste BMW-Motorrad hier in Spandau vom Band. Wen wundert es, es ist rein zufällig eine Doppel-R. Genau das Modell, welches wir gerade in Portugal testen durften.

Seit nun mehr 50 Jahren werden in Berlin Motorräder gebaut. Der Output hat sich von ein paar Tausend auf weit über 100.000 Bikes pro Jahr vervielfacht. Etwa 90 % aller BMW-Motorräder werden hier bei uns in der Hauptstadt gebaut. Am Tag gehen bis zu 800 Motorräder und Scooter in Berlin vom Band und werden in die ganze Welt verschickt, wobei Deutschland mit etwa 24.000 Einheiten pro Jahr der größte Einzelmarkt ist.

Das Werk in Berlin ist schon viel älter, manche Gebäude stammen aus dem 19. Jahrhundert. 1939 übernahm BMW das Werk von den Brandenburgischen Motorenwerken (Bramo) und baute Flugzeugmotoren. 1949 begann man, Motorradteile zu fertigen und 1969 lief dann das erste Motorrad vom Band, eine R 60/5 mit 40 PS. Irgendwie scheint es BMW mit der neun zu haben, 2009 kam die erst Doppel-R mit 193 PS von Band und zehn Jahre später, also 2019, die Dreimillionste mit satten 207 PS.

Diese enorme Produktionssteigerung kommt nicht von ungefähr. BMW Motorrad investiert massiv in Berlin und will dies auch weiterhin tun. Diese Motivation kommt auch bei den 2.100 Mitarbeitern an, ein großer Teil der Investitionen geht in ergonomische Fertigungsanlagen. Bei der Fertigung der Doppel-R hängen die Maschinen nicht an der Decke an einem Laufband, wie bei der GS, sondern fahren auf autonomen „Elektromobilen“ durch die Halle. Diese passen sich automatisch an die Ergonomie-Einstellungen des jeweiligen Mitarbeiters an. Die Mitarbeiter können durch Verbesserungsvorschläge im „Create-Projekt“ selbst Einfluss auf die Abläufe nehmen. Wird ein Vorschlag umgesetzt, bekommt der Mitarbeiter einen Bonus. Wo es doch sowieso schon nichts Schöneres gibt, als Motorräder zu bauen. Man merkt den Mitarbeitern an, dass es ihnen viel Spaß macht, bei BMW zu arbeiten.

Die 3.000.000ste BMW aus dem BMW Werk in Berlin Spandau

Umwelt und Ressourcenschutz ist ein weiterer wichtiger Punkt bei der Weiterentwicklung der Fertigung. Genau wie die neue Doppel-R wurde das ganze Werk auf LED-Beleuchtung umgestellt. Damit lassen sich circa 60 % Energie einsparen. Sämtliche Motorentests bis zum finalen Rollenprüfstandslauf werden trocken ausgeführt, also ohne Brennstoff. Dazu wird ein 90-PS-Elektromotor an die Kurbelwelle gedockt, und der Motor kann auf Herz und Nieren und vor allem auf Dichtheit geprüft werden.

„Seit einem halben Jahrhundert begeistert die Einspurmobilität aus Berlin unsere Kunden in aller Welt. Darauf können wir stolz sein!“, sagte Schramm.

BMW hat sich für dieses Jahr noch einiges vorgenommen. Das Engagement im Motorsport soll deutlich intensiviert werden. In der Saison 2019 geht zum Beispiel das neue BMW-Team mit der BMW S 1000 RR in der FIM World Superbike Championship (WorldSBK) an den Start. Außerdem soll es eine Modelloffensive im Premiumbereich geben. Wir sind gespannt!

Fotos Copyright by BMW & Martin Fischer – KlonBlog.com
Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung durch BMW
Vielen Dank für die Einladung.

Kommentiere den Artikel

Bitte gib deinen Kommentar ein!
Bitte gib deinen Namen hier ein