Ein individuelles Haus nach Baukastenprinzip steht im portugiesischen Ourém


Fragt man ein Kind, ein Haus zu malen, bekommt man meist ein Bild von einem Rechteck mit einem Dreieck obenauf geliefert. Auf leicht abschüssigem Gelände, im portugiesischen Städtchen Ourém steht ein solches Haus mit Satteldach. Filipe Saraiva folgt mit seinem Design der archetypischen Vorstellung vom Haus, wie es wohl am häufigsten in kalten und gemäßigten Zonen gebaut wird. Dabei ist dieses Familiendomizil dennoch alles andere als nullachtfünfzehn. Zwar formen tatsächlich vorgefertigte schwarze Betonblöcke die eigenen vier Wände, dennoch sorgen zahlreiche Details für ein einzigartiges Ambiente.

Das entfaltet sich bereits entlang der kreisförmigen, ineinandergeschobenen Stufen zum Eingang hin. Die Fronttür ist eingebettet in eine gigantische Glasfront, die nahtlos in die von Holzbalken teileingefasste Terrasse überzugehen scheint. Es ist dieser Designentschluss Saraivas, der dazu führt, dass der gesamte Innenraum von natürlichem Licht geflutet wird. Das offene Wohnkonzept im Innern steht in lebendigem Kontrast zur strikten Baukastenweise und eröffnet auf diese Weise einen kommunikativen Wohnraum mitsamt Galerie, wo gleichzeitig gekocht, gelesen und gelacht werden kann. Den kreativen Abschluss bildet die Garage, die schlicht und einfach die konsequente Linienführung des Designs am Ende des Gebäudes fortsetzt, um eine Residenz wie aus einem Guss zu schaffen.
















(via)

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