Ein sehr stilles Leben – extra für Fleischfetischisten!


Das Stillleben nennt sich auf Französisch „Nature morte“ – die tote Natur. Zu den Installationen von Roni Landa, einer jungen israelischen Künstlerin, passt dieser letztere Name wohl am besten. Ihr Projekt „Very Still Life“ macht das Fleisch allgegenwärtig. Keine Rettung von den omnipräsenten Steaks, Schinken und Salamischeiben – sie haben jegliche Speisen von der fein gedeckten Tafel verdrängt. Fleisch ist alles in allem geworden und das mutet irgendwie erschreckend an.

Die Ästhetik der Fleischlust wird in diesen Skulpturen auf die Spitze getrieben und zugleich pervertiert. Das Fleisch als Fetisch wirkt erschreckend, sein Wesen als tote Substanz, als Symbol für millionenfaches Tiersterben kommt immer mehr zum Vorschein.

Ronis Projekt stellt augenzwinkernd die Welt der Fleischesser aus der Sicht der Veganer dar. Zugleich scheint die Künstlerin alle Karnivoren zu fragen: Findet ihr eure Lust auf tote Natur auch nicht ein wenig übertrieben?











(via)

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