Ein Spiegel und eine Kamera: Johannes Siemensmeyer spielt mit Perspektiven

Wenn man eine Fotoreihe als minimalistisch bezeichnen kann, dann ja wohl die, die Johannes Siemensmeyer jüngst angefertigt hat. Dennoch entbehrt sich nicht einer gewissen Kreativität und Fingerfertigkeit mit und vor der Kamera. Siemensmeyer ist nämlich mit einem Spiegel losgezogen und hat ihn an scheinbar beliebige Orte in der Landschaft gestellt. Das hat er so geschickt gemacht, dass das Foto und die Spiegelung eine Einheit eingehen.

Bodenmarkierungen setzen sich über den Spiegel fort, Rasen lässt Menschen zur Hälfte verschwinden, und Beine tauchen aus dem Nichts auf. Siemensmeyer hat die Bilder der Reihe nicht nachträglich bearbeitet, und auch beim Fotografieren hat er keine Tricks verwendet. Der junge Mann ist am Bodensee aufgewachsen und hat dann an der Bauhaus-Universität in Weimar visuelle Kommunikation studiert. Schon während seines Studiums hat er sich mit Illustrationen befasst. Einige dieser Arbeiten findest du in seinem Portfolio.






(via) Copyright Johannes Siemensmeyer

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