Eine Flasche, die verrottet, sobald du sie ausgetrunken hast

Überfischung, Pestizide und die Abholzung des Regenwalds sind schwere Umweltsünden, doch ein Vergehen macht dem Planeten – und das heißt langfristig auch uns – besonders zu schaffen: Plastikmüll im Meer, der sich mittlerweile zu synthetischen Inseln auftürmt. Hier finden vor allem Einwegprodukte ihre letzte Ruhestätte. Doch warum nutzen wir ein Material, das hunderte, wenn nicht tausende Jahre zum Verrotten braucht, für Artikel, die nach einmaligem Gebrauch im Müll landen?

Dieser Frage hat sich der isländische Produktdesign-Student Ari Jónsson angenommen und mit „Agari“ eine erstaunliche Antwort geliefert: eine Flasche, die sich nach dem Leeren in ihre Bestandteile auflöst – ganz biologisch. Denn Rohstoff für das Trinkgefäß sind Algen, genauer: das auch als veganer Gelatine-Ersatz bekannte Agar-Agar. Einmal ausgetrunken, beginnt der Verrottungsprozess. So kann diese Flasche getrost auf dem Kompost landen oder – sogar gegessen werden.

This biodegradable water bottle could replace plastic

Copyright Ari Jónsson

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