Erste Logopädie-Praxis für medienbedingte Sprachstörungen klärt auf – so vong Ausdruck her


Ein Meer von Werbeplakaten, Fernsehwerbung und digitalen Fotos machte Ende der 1990er Jahre den Begriff der „bilddominierten Gesellschaft“ und das Gebiet der Medienpädagogik populär. Doch dank SMS, Facebook, Twitter & Co scheinen Bilder mittlerweile wieder den Rückzug anzutreten, während die Sprache mal wieder auf dem Vormarsch ist. Schreiben ist wieder in. Doch was ist das für 1 Sprache so vong Bedeutung her?

Aufgrund der begrenzten Zeichenanzahl von Kurznachrichtendiensten hat die deutsche Sprache spätestens seit dem Übergang ins 21. Jahrhundert ganz schön gelitten. Kürzel wie HDL stehen längst nicht mehr für die sachsen-anhaltinische Stadt Haldensleben, sondern werden gemeinhin als Bekundung der Zuneigung verstanden. Doch HDL – oder auch HDGDL – waren nur der Anfang. Mittlerweile sind noch ganz andere orthografische Ausdrücke en vogue. Man denke nur an das kasus-freie „1“, das gleichermaßen für „eins“, „eine“, „einer“ usw. stehen kann. Wer das jugendliche Neusprech auf die Spitze treiben möchte, leitet das Gespräch mit „i bims“ ein, um dann zu Erklärungen à la „vong … her“ überzugehen. Verbale Entgleisungen, die im Internet mitunter noch verziehen werden, können aus Gewohnheit in den alltäglichen Sprachgebrauch übergehen und dort Menschen das Leben zur Hölle machen.

Das weiß auch Martina Plate, eine Logopädin, die sich auf Sprachstörungen des digitalen Zeitalters spezialisiert hat. In Gruppensitzungen versucht sie sprachlich gebeutelten Jugendlichen den Weg zurück ins normale Leben zu weisen – so vong Therapie her. Dass der folgende Clip nicht ganz ernst gemeint ist, versteht sich von(g) selbst. Andererseits findet sich in guten Witzen stets ein wahrer Kern …

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