Fiktives Kunstprojekt „leer.stand“ über Wohnungsnot und Gentrifizierung

Leistbarer Wohnraum ist in großen Städten wie Berlin oder München Mangelware. Massentermine zur Wohnungsbesichtigung und Schlangestehen sind an der Tagesordnung für Wohnungssuchende. Die Ironie? Während einige WGs heillos überfüllt sind, stehen andere Wohnungen komplett leer. Sie sind Investmentwüsten.

Dabei scheint das Wohnungsglück so nah. Oft liegen nur ein Schlüssel und ein paar hellhörige Wände zwischen Ankommen und Weitersuchen. Schuld sind reiche Schnösel, die den Kiez zum Nobelviertel gentrifizieren. Der fiktive Charakter Augustin Lehmann aus der Feder des Bohemian Browser Balletts ist einer von ihnen. Na ja, nicht ganz. Sein Projekt „leer.stand“ ist provokant unbewohnt, aber eben Kunst. Eine Installation aus Beton, Glas und Mörtel auf Sand, die quasi schreit: „Wir sind arm. Uns geht’s schlecht. Wohnen ist ein Menschenrecht.“

leer.stand – Mietwahnsinn als Kunstprojekt

Copyright Bohemian Browser Ballett I Teaser Screenshot Youtube

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