Fintan Magee illustriert Lebensspagat eines Flüchtlings mit Doppelwandgemälde „Ibra“


Wie ist das, seine Heimat zu verlieren – nicht in eine Wahlheimat zu ziehen, sondern das Zuhause zurückzulassen, seinen Wurzeln den Rücken zu kehren und vielleicht nie mehr zurückzukehren, weil Krieg herrscht, weil die Aussichten auf eine lebenswerte Zukunft in einem von Dürre oder Korruption gebeutelten Land denkbar schlecht stehen, weil man täglich Hunger leidet oder politisch verfolgt wird? Wie ist es, Flüchtling zu sein?

Die Beweggründe für die Flucht und die individuellen Geschichten haben den australischen Street Artist Fintan Magee in der italienischen 800-Seelen-Gemeinde Monteleone di Puglia beschäftigt – so sehr, dass er sie mit dem Doppelwandgemälde „Ibra“ im Rahmen des Willoke Street Art Festivals illustriert hat. Ibra ist der Name eines gambischen Flüchtlings, der hier in einem der zwei Flüchtlingszentren versucht den Lebensspagat zu machen. Mit seinen Händen spannt der 16-Jährige ein Band in Richtung Heimat. Mit den Flipflops steht er jedoch fest auf italienischem Boden.








(via)

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