Fitbit Ultra – Der Aktivitäts- und Schlaftracker im Test

Gadgets - 3. Mai. 2012 von Juli // 4 Kommentare

Fitbit Ultra - Der Aktivitäts- und Schlaftracker im Test - Fitbit Ultra Wireless Tracker in Aktion
Vor einiger Zeit
haben wir euch von Fitbit erzählt, dem Schrittzähler mit Schlaftracker. Inzwischen hatten wir Gelegenheit, das Gerät ausführlich zu testen und wollen euch nun davon berichten.

Das Fitibit kommt in einer schicken und stabilen Verpackung, in der Schachtel befindet es sich in einem transparenten Plastikkasten. Mit dabei sind ein Gürtelhalter aus Kunststoff, die Basis-Lade-Station und ein Armband für nachts zum Schlaftracken. Das Fitbit ist kleiner als ich erwartet hatte, sieht stylisch aus und fühlt sich fast radiergummiartig weich an. Auf der einen Seite befinden sich das Display und ein Knopf.

Wenn man das Fitbit das erste Mal an den Computer anschließt, muss man auf die Fitbit-Webseite gehen, die Installations-Software runterladen und starten. Das Fitibit wurde auch gleich erkannt und man wird aufgefordert, ein paar Daten einzugeben, damit ein Account erstellt werden kann. Alle Daten können später aber auch noch verändert und vervollständigt werden.
Fitbit Ultra - Der Aktivitäts- und Schlaftracker im Test - fitbit klonblog41Wenn der Akku dann ganz geladen ist, befestigt man das Fitbit an seiner Hose und muss nichts weiter beachten. Zum Befestigen haben wir die mitgelieferte Schnalle nicht benutzt, sondern nur das Fitbit selbst an der Hosentasche festgeklemmt. Das saß auch immer bombenfest und wir hatten nie das Gefühl, dass wir es verlieren könnten. Alternativ kann man es auch in die kleine Tasche in der Hosentasche der Jeans packen. Trotzdem kam uns der Gedanke, dass ein kleines Sicherungsbändchen mit Clip eine Verbesserung wäre, weil es bei dem Preis tatsächlich extrem ärgerlich ist, wenn man das Gerät doch mal verliert.

Fitbit Ultra - Der Aktivitäts- und Schlaftracker im Test - fitbit klonblog51
Man kann jederzeit den Knopf drücken, um seine aktuellen Werte für diesen Tag anzugucken. Mit jedem Knopfdruck wechselt man zwischen Uhrzeit, Schrittzahl, Etagenzahl, zurückgelegter Strecke, Kalorienverbrauch und Aktivitätsanzeige in Form einer wachsenden Blume. Zusätzlich gbt es auch manchmal motivierende Sprüche wie „Let’s Go“ oder „You Rock“, die zufällig erscheinen, z.B. wenn man das Fitibit in die Hand nimmt.

Fitbit Ultra - Der Aktivitäts- und Schlaftracker im Test - Fitbit Ultra Wireless Tracker im Profil

Um nachts seinen Schlaf aufzuzeichnen, steckt man das Fitibit in den Schlitz des mitgelieferten Armbands, das mit Klettverschluss ums Handgelenk gemacht wird. Dann drückt man den Knopf länger bis eine Stopuhr auftaucht und der Tracker läuft bis man ihn morgens wieder stoppt. Es ist sehr leicht und man bemerkt es nachts nur, wenn man mal mit dem Kopf auf der Hand liegt.

Fitbit Ultra - Der Aktivitäts- und Schlaftracker im Test - Sleeping woman FAN2037705
Um seine gesammelten Daten auszuwerten, muss man sie mit seinem Account auf der Webseite synchronisieren. Das geht wirklich sehr einfach, eigentlich braucht man sich nur im gleichen Raum wie die an den Rechner angeschlossene Basisstation zu befinden, dann erfolgt der Abgleich schon automatisch. Das Fitbit speichert die Daten aber auch eine Woche lang, falls man mal nicht synchronisiert. Auf die Basis braucht man das Fitbit nur manchmal zum Aufladen zu stecken. Der Akku scheint aber lange zu halten, laut Hersteller 5 – 7 Tage, wir schätzen, so eine Woche ohne Probleme. Die Akkuanzeige sieht man allerdings nur auf der Webseite, nicht am Gerät selbst.

Wir müssen gestehen, dass wir einen entscheidenden Teil des Fitbit-Programms nicht genutzt haben, nämlich das Kalorienzählen. Die im Programm enthaltene Datenbank an Lebensmitteln und Gerichten ist nach amerikanischem Standard ausgerichtet und bei uns nicht zu gebrauchen. Man müsste erst alle seine Gerichte mit Kalorienzahl selber raussuchen, ausrechnen und eingeben, bevor man sie dann regelmäßig loggen kann. Mit diesem Thema haben sich allerdings schon einige Deutsche in der Community befasst und es gibt schon einige Tipps, um sich das Eingeben zu erleichtern. Außerdem ist inzwischen auch damit zu rechnen, dass die Datenbank dem hiesigen Markt angepasst werden wird, seit Fitbit jetzt auch bei uns erhältlich ist. Zum Beispiel bei fddb.info ist eine gute Datenbank zu finden, die idealerweise in Fitbit integriert werden könnte. Die Fitbit-App für das Smartphone ist im hiesigen App-Store bisher nicht erhältlich und sicherlich sehr sinnvoll, wenn man unterwegs seine Mahlzeiten und Aktivitäten gleich eintragen will.

Fitbit Ultra - Der Aktivitäts- und Schlaftracker im Test - Dashboard der iPhone App
Auf der Webseite werden alle Daten in bunten Grafiken angezeigt und es wirkt auf den ersten Blick auch angenehm und übersichtlich. Leider glänzt die Webseite aber auch mit einigen Missständen und wir hatten fast täglich Verbesserungsvorschläge. Die Seiten, auf denen man selbst Daten eingibt, wirken veraltet und wenig nutzerfreundlich und es fehlt jegliche Übersicht. Wenn ich meine getrunkene Wassermenge eingebe oder Tagebucheinträge mache, kann ich die später nur einsehen, indem ich das Datum der Seite auf den jeweiligen Tag ändere. Eine Auflistung oder grafische Darstellung wie bei anderen Daten auf der Titelseite wäre da sicher angemessener. So habe ich z.B. keinen Vergleich, ob ich nun wirklich inzwischen mehr trinke als in der letzten Woche.

Das für uns ärgerlichste Problem ist aber das unzuverlässige Ranking der Freundesliste. Nun will man schon eine Art Wettstreit mit seinen Freunden starten, wer in der Woche die meisten Schritte schafft oder der Aktivste ist, da werden für das Ranking aber nur Werte angezeigt, die die letzten Tage komplett nicht berücksichtigen und nie auf dem aktuellen Stand sind. Wenn ich die einzelnen Freunde anklicke, um auf deren Seite zu gelangen, kann ich da die aktuellen Werte sehen, nur für das Ranking werden die offenbar leider nicht verwendet.

Laut Untersuchungen sollen 10.000 Schritte pro Tag den Körperumfang reduzieren und den Kalorienverbrauch bis zu 400% steigern. 10.000 Schritte sind ganz schön viel, wenn man einen Teil des Tags sitzend verbringt, aber insgesamt muss man sagen, dass das Fitbit extrem motiviert. Gerade in den ersten Tagen und Wochen. Man nutzt jede Gelegenheit, um noch Schritte oder Etagen zu sammeln, man geht absichtlich an der S-Bahnstation die Treppe hoch anstatt den Fahrstuhl zu nehmen und man geht freiwillig nochmal runter, um den Müll zu entsorgen. In der Community auf der Webseite habe ich auch von Leuten gelesen, die sich die irrsinnigsten Aktionen ausdenken, um z.B. trotz Bürojob möglichst viele Schritte und Treppen zu schaffen. Da werden extra Routen ausgearbeitet, um sich Wasser zu holen oder Toiletten in anderen Etagen über entfernte Treppenhäuser benutzt. Denn für Schritte und Etagen gibt es ja Badges zu verdienen. Das erinnert an die Trophäen in Videospielen und motiviert erstmal total. Leider gibt es von denen viel zu wenige und die Abstände werden immer größer. Ich würde mir deutlich mehr Badges wünschen und auch für unterschiedlichere Dinge.

Fitbit Ultra - Der Aktivitäts- und Schlaftracker im Test - fitbit klonblog x309

Wenn man sich ein Ziel gesetzt hat, z.B. Gewicht zu verlieren, ist die Motivation natürlich noch viel größer. Besonders, wenn das so gut klappt wie bei vielen Fitbitbenutzern, von denen ich gelesen habe. In der Community gibt es Leute, die da sehr erfolgreich sind und abends mit ihrem Fitbit dann noch so lange durchs Schlafzimmer tanzen bis sie die Chips wieder los sind, die sie aus Versehen gegessen haben.

Unser Fazit: Wir können Fitbit auf jeden Fall empfehlen, die Benutzung ist einfach und man kann ohne viel Aufwand Kalorienzufuhr und Kalorienverbrauch im Gleichgewicht halten. Und wer nicht abnehmen will, sondern einfach nur fit bleiben und gesund leben will, der kann seine Aktivität und Schlafverhalten mit Fitbit ganz gut beobachten.

Fitbit gibt es bei amazon für 99,99 € zu kaufen.

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Fotos HBI.de und Fitbit.com


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