Fly Citycopter – der Stadtflitzer der Zukunft

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Die Großstädte sind voller Autos, Dreck, Smog und Luftverschmutzung. In der Zukunft muss sich da was ändern. Wenn es nach Designer Eduardo Galvani geht, werden wir aber nicht fliegende Autos kriegen, sondern den Fly Citycopter. Ein elektrischer kleiner Hubschrauber, nicht viel größer als ein Mini, der elektrisch läuft und sogar mit Solarzellen ausgestattet ist. So kann man schnell und leise über der Stadt rumdüsen. Das würde mir gut gefallen. Ich hätte den aber gern im Design von den Jetsons.







Images Copyright by Eduardo Galvani

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5 Kommentare

  1. Immer diese unausgegorenen „Blue Sky Designs“. Um das Ding zu fliegen benötigt man die Privatpilotenlizenz für Helicopter, Kostenpunkt ca. 20.000 €, ca. 50 Std Flugtraining plus 100 Std Theorie und Prüfung in fünf Fächern. Damit darf man es auf zugelassenen Flugplätzen fliegen. Will man überall legal starten und landen, muss man anschließend zusätzlich noch die Berufspilotenlizenz erwerben.

    Und weil die Zulassung von Luftfahrzeugen einer strengen Zertifizierung unterliegt, sind die Entwicklungskosten gigantisch. Ein kleiner zweisitziger Hubschrauber kostet ca. 300.000 € – und dafür wird dieses Spielzeug nicht zu haben sein.

    Der Eduardo hätte vorher mal einen echten Piloten fragen sollen ;-)

  2. Ich kann dem Günther nur voll zustimmen! Obwohl ich SiFi-Fan bin und alles in Richtung Fliegen und Luftverkehr meine Begeisterung weckt, solche unausgegorenen „Träumerein“ kehren mit schöner Regelmäßig wieder und haben es sogar schon mal zu Prototypen geschafft. 50iger Jahre USA..???

    Heute mit CAT und 3D lässt sich halt wunderbar schnell und „schön“ so etwas machen.

    Spielerei, die eigentlich nur zeigt: der Eduardo kann auch 3D und schöne „Renderings“

    Übrigens: der Luftraum ist viel voller als man glaubt, da werden Du und Ich niemals frei fliegen können… eigentlich sehr Schade, aber so ist es nun mal.. :-(

  3. Aus meiner Sicht sind nicht einmal die Visualisierungen gut gelungen – die Wand und Bodentextur erinnert an ein Onlinespiel, das Design an Bob der Baumeister und die Rotordurchmesser könnten eventuell ein Tauchgerät im Wasser beschleunigen jedoch nicht ein Fluggerät in der Luft…

  4. Im Laufe seines Designer- und Entwicklerlebens bekommt man im Schnitt so drei- bis viermal im Jahr Fluggeräte von Nachwuchsleuten zu sehen. Schade eigentlich, daß das bisher noch selten eines dabei war, von dem man den Eindruck hätte, es wäre eine echte Vision im Sinne einer Problemlösung, einer Bereicherung, einer konzeptionellen, vielleicht archetypischen Neuerung, einer Weiterentwicklung für irgendetwas, das der Mensch am Ende wirklich brauchen kann. Dies ist nach meiner Einschätzung auch hier nicht gelungen! Hm….Publicity hat es wenigstens gebracht, so ist dem Designer sicher gedient, sollte Langeweile sein größtes Problem sein ;-)

    Generell finde ich, daß es kein Grund ist, z.B. bestehende Zulassungverfahren als Gegenargument ins Feld zu führen um eine gute Sache nicht doch zu kolportieren, Juristen folgen im Allgemeinen mit mehrjährigem Schleppabstand der technischen Entwicklung. Was ich am Ende im vorliegenden Entwurf aber echt enttäuschend finde, ist daß dieses fliegende Ei (ist der Designer ein Pykniker ?) die Naturgesetze derart auf den Kopf stellen würde wie z.B die Forderung nach der Umkehrung der Schwerkraft. Es ist technisch, geschweige denn in irgendeiner Form wirtschaftlich machbar aus zwei Rotorkreisen mit einem geschätzten Durchmesser von je ca. 1m mit aerodynamischen Mitteln eine Schubkraft zu erzeugen, die dem angegebenen Gewicht von über einer Tonne entspricht und das wäre dann nur der statische Schub. Da hilft auch der stärkste Motor nix! Generell gut finde ich im Sinn einer Gebrauchsfähigkeit die Idee des gefaßten Propellers, in der geometrischen Größenordnung aber könnte man die Schubleistung allenfalls alternativ durch zwei Turbinen herstellen, die aber wieder ganz andere Themen aufwerfen: Deren aerodynamischer Wirkungsgrad liegt in der Größenordnung von 5%. Abgesehen von einer zweifelhaften Ökologie wäre alleine das Spritgewicht, aber auch der Lärm, eine Herausforderung.

    Was häufig allgemein vergessen wird bei solchen Konstruktionen mit mehreren Auftriebspropellern ist der Umstand, daß, gegenüber der Konzeption eines Helikopters mit einem einzigen Rotor, in den Propellern kaum kinetische Energie gespeichert werden kann. Die Einmaligkeit eines zentralen Rotors mit seiner kinetischen Energie ist die Fähigkeit Autorotation durchführen zu können, was ein zentraler Sicherheitsaspekt dieser Art von schwebeflugfähigen Luftfahrzeugen an sich ist. Dieser Umstand wird von Luftfahrtbehörden und auch von Piloten und damit Käufern sehr hoch bewertet. Daß dieser substantielle Verkaufsaspekt nicht Einfluß auf den Entwurf genommen hat, zeigt die Distanz des Designers zum Thema, das Wort Ahnungslosigkeikeit ist vielleicht gerade verfehlt. Das Ding fiele bei technischem Versagen wie ein Stein, Verzeihung ein Ei, vom Himmel.

    Da bleibt mir nur eines zu sagen : Try harder!!! Und achso ja: Nette Renderings ;-)

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