Fotografieren NICHT erlaubt: Wer auf den Auslöser drückt, haftet

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Der Finger zuckt über dem Auslöser der Kamera, trotzdem sollte im Einzelfall nicht abgedrückt werden: Dass die Veröffentlichung und Weiterverbreitung von Personenfotos ohne Einwilligung der darauf abgelichteten Personen zu saftigen Schadenersatzforderungen führen kann, ist bekannt. Dass aber auch die unbefugte Aufnahme an sich bereits eine Rechtsverletzung sein kann, zeigt ein Urteil des Obersten Gerichtshofs aus Österreich (6Ob256/12h).

Dort entschieden die Richter nämlich vor Kurzem: Werden mit der Aufnahme Persönlichkeitsrechte verletzt (genauer: das Recht auf Bildnisschutz), kann bereits die Bildaufnahme an sich rechtswidrig sein –inklusive aller juristischen Konsequenzen. Einfach gesagt: Wer auf den Auslöser drückt, haftet. Auch, wenn er gar nicht vorhatte, dass entsprechende Foto später zu verbreiten.

Eine Entscheidung, mit der die Richter aus dem benachbarten Österreich deutscher Rechtsprechung gefolgt sind. Denn auch bei uns dürfen Personen nur in bestimmten Ausnahmen (Versammlungen, Personen als unwesentliches Beiwerk, Menschen öffentlichen Interesses) ungefragt abgelichtet werden – was viele Fotografen nicht wissen (oder nicht wissen wollen).

Ausführlichere Infos erfahrt ihr drüben im RGBlog.

Bildquelle: aboutpixel.de / meine neue Kamera © Martina Marschall

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